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Olympia 2014: Deutsches Team mit BKA-Broschüre und Notfallplan

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Olympia 2014  

Sicherheit: Team mit BKA-Broschüre und Notfallplan

05.02.2014, 17:39 Uhr | dpa

Olympia 2014: Deutsches Team mit BKA-Broschüre und Notfallplan. Laut Michael Vesper wird das deutsche Team von zwei BKA-Beamten begleitet.

Laut Michael Vesper wird das deutsche Team von zwei BKA-Beamten begleitet. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Ein Anschlag auf Sportler ist seit München 1972 die Horror-Vision der Olympia-Planer. Auch in Sotschi soll die deutschen Mannschaft gewappnet sein.

Das Bundeskriminalamt und der Deutsche Olympische Sportbund halten im Fall eines Terrorangriffs einen Notfallplan für das deutsche Team bereit. In einer zwölfseitigen Broschüre ist unter dem Punkt 4 von einer "Notfallplanung" für den "Fall eines Eintritts eines schwerwiegenden sicherheitsrelevanten Ereignisses" die Rede. Dieser werde dann "gemeinsam mit DOSB und Mannschaftsleitern erstellt".

In den Verhaltensregeln, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, stellen sich zwei Kriminalhauptkommissare des BKA dem deutschen Team als Ansprechpartner für Sicherheitsfragen vor. Deren Hinweise entsprechen teilweise denen des Auswärtigen Amtes. Trotzdem steht über jeder Seite der Hinweis "Vertraulich behandeln. Nur zum internen Gebrauch. Nicht kopieren oder weitergeben."

Das BKA geht in seinen Informationen von keiner konkreten Gefährdung Olympia 2014 aus, wohl aber von einer "hohen abstrakten Gefährdung". Es gebe zwar keine Hinweise einer Gefährdung des deutschen Teams. "Allerdings muss ein zufälliges Mitbetroffensein bei möglichen Schadensereignissen einkalkuliert werden", steht es im Punkt "Gefährdungseinschätzung".

DOSB-Sprecher Christian Klaue erklärte auf Anfrage, diese Broschüre gebe es "vor allen Olympischen Spielen. Sie ist nur angepasst an die Situation in Russland und enthält die üblichen Sicherheitsbestimmungen". Generaldirektor Michael Vesper hatte zuvor bestätigt, dass das deutsche Team von zwei BKA-Beamten begleitet wird. "Das ist wie immer üblich. Sie informieren uns immer über die Lage.". Das Deutsche Haus in Krasnaja Poljana werde zudem von 25 Bundespolizisten geschützt.

Zusätzlich bewachen BKA-Personenschützer die Athleten, die wegen der Nähe zu ihren Wettkampfstätten nicht in einem der olympischen Dörfer wohnen. "Es ist grundsätzlich in der Öffentlichkeit nicht bekannt, dass und wo deutschen Athleten wohnen. Diese Anonymität bringt zusätzliche Sicherheit", steht auf Seite neun. Daher solle die Unterkunft nicht durch deutsche Fahnen oder Ähnliches kenntlich gemacht werden. Allerdings ist es kein großes Geheimnis, dass und auch welche deutsche Mannschaften abseits des olympischen Dorfes logieren.

Die deutschen Quartiere würden in den Dörfern "nicht gesondert geschützt", heißt es auf Seite acht der Broschüre. Daher sollen insbesondere im Erdgeschoss bei Verlassen der Appartements Fenster und Balkontüren geschlossen werden.

Reise-Profis, zu denen Sportler zählen, werden auch andere der BKA-Empfehlungen kaum verwundern. So wird ausdrücklich noch einmal darauf hingewiesen, dass der kostenlose WLAN-Zugang einer "Überwachung und ggfs. Aufzeichnung durch die zuständigen russischen Behörden unterliegt. Auf Onlinebanking oder ähnliche Aktivitäten sollten Sie verzichten." Weiter wird dazu geraten, angesichts der Zugangskontrollen die Ausrüstung übersichtlich zu packen, keine Akkreditierungen zu verleihen oder ein besonderes Augenmerk auf verdächtige Post oder nicht zuordbare Gepäckstücke zu haben.

Auf Seite 10 appellieren die Beamten an die Vernunft der Athleten. "Sie müssen Verantwortung für ihre eigene Sicherheit tragen. Sie sollten versuchen, Ihre sozialen Aktivitäten soweit möglich auf die olympischen Areale zu beschränken", warnen die Experten vor Ausflügen in die Stadt oder die Umgebung von Sotschi. Öffentliche Verkehrsmittel wie der neue Zug von den Olympia-Stätten an der Küste in die Berge sollten zudem tabu sein.

Unter dem Punkt "Medienverhalten" erwähnen die Beamten, dass die "Hinweise der Mannschaftsleitung zum Verhalten gegen Medien streng eingehalten" werden sollen. "Besonders sensibel sollten die bei Kommentaren über Sicherheit und Sicherheitsangelegenheiten sein." Die Aufgabe des BKA sei es, sich um Faktoren von außen zu kümmern, die "Einfluss auf Ihre Leistung haben könnten. Bitte verlassen Sie sich dabei auf uns", schließt die Broschüre.

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