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Olympia 2014 Ticker: Jamaikas Bobfahrer ohne Material

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Olympia 2014  

Notizen von den Olympischen Winterspielen in Sotschi

05.02.2014, 17:46 Uhr | dpa

Olympia 2014 Ticker: Jamaikas Bobfahrer ohne Material. René Sommerfeldt ist bei den deutschen Langläufern für die TV-Installation zuständig.

René Sommerfeldt ist bei den deutschen Langläufern für die TV-Installation zuständig. Foto: Hendrik Schmidt. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Das Wichtigste zu Olympia 2014: Die Splitter des Tages von den Olympischen Winterspielen in Sotschi.

SCHÜSSELINSTALLATION: Wenn die deutschen Skitechniker nicht die Struktur der Arbeitsgeräte der Langläufer behandeln, wollen sie auf dem Laufenden sein. Chefmechaniker René Sommerfeldt installierte auf den Wachskabinen eine überdimensionale Satellitenschüssel. Mit Problemen. "Wir haben keinen Satfinder dabei, müssen es über eine App probieren", sagte der erste deutsche Gesamtweltcup-Gewinner. Aber auch das klappte nicht komplikationslos. Ein Zettel mit den genauen Koordinaten war verschwunden, man fand ihn nach langem Suchen in einer Mülltonne.

ZWANGSPAUSE: Von wegen Cool Runnings. Jamaikas Bobfahrer konnten am Mittwoch nicht im olympischen Eiskanal trainieren, weil ihr Equipment verspätet eintrifft. "Das ist echt frustrierend", klagte Pilot Winston Watts. Die Jamaikaner hatten zunächst ihren Anschlussflug in Moskau verpasst, weil ihre Maschine aus New York wegen schlechten Wetters verspätet ankam. Als sie es dann nach Sotschi geschafft hatten, vermissten sie ihr Gepäck und die Kufen für ihren Zweier-Schlitten. Sollte die Ausrüstung weiter auf sich warten lassen, will Watts die Konkurrenz um Hilfe bitten.

MAHLZEIT: Norwegens Ski-Star Aksel Lund Svindal erlebte am Frühstücksbuffet im olympischen Dorf eine unangenehme Überraschung. Vergeblich suchte der Super-G-Olympiasieger nach Joghurt. "Das brauche ich jeden Morgen: Müsli und naturbelassenen Joghurt, damit ich nicht zu viel Zucker zu mir nehme. Aber das scheint schwer zu finden zu sein", berichtete Svindal enttäuscht.

GRÜNDLICHKEIT: Deutsche Gründlichkeit hat den Langläufern viel Zeit gespart. Bundestrainer Frank Ullrich hatte bei der Einreise alle Funkgeräte mit Nummer und Frequenz aufgelistet und diese den Organisatoren und Zollbehörden vorgelegt. Nach einem ungläubigen Staunen gab es ein sofortiges Okay. "Beim Weltcup vor einem Jahr war das Thema Funkgeräte bei allen Nationen ein einziges Chaos. Daraus habe ich meine Lehren gezogen", sagte der Coach. Andere Nationen waren am Mittwoch noch dabei, ihr Funknetz zu organisieren.

SONNE UND BERGE: Die deutschen Langläufer bekamen am Mittwoch beim ersten Training auf den Olympia-Strecken in Krasnaja Poljana eine völlig neue Sicht auf die Umgebung. "Vor einem Jahr hat es hier sechs Tage ununterbrochen geschneit. Ich wusste gar nicht, dass es hier so ein herrliches Relief gibt", meinte der Frankenhainer Jens Filbrich angesichts der in leuchtendes Weiß gehüllten Bergwelt, das bei Sonnenschein und blauem Himmel noch malerischer erschien.

PROST: Die Schweizer Olympiastarter wunderten sich bei ihrem Einzug ins olympische Dorf über eines ihres Willkommenspräsente: einen Bierhumpen. Will die Eidgenossen da etwa jemand zum Trinkgelage während der Winterspiele verführen? Swiss-Olympic-Direktor Roger Schnegg beeilte sich zu versichern: "Dieses Geschenk stammt nicht von uns, sondern von einem Hauptsponsor der Olympischen Spiele." Die Schweizer Funktionäre hielten stattdessen eine süße Versuchung für ihre Athleten parat: auf den Kopfkissen lagen Schoko-Kugeln.

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