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Olympia 2014: "Staatsgeheimnis" Eröffnungsfeier: Alle halten dicht

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Olympia 2014  

"Staatsgeheimnis" Eröffnungsfeier: Alle halten dicht

06.02.2014, 14:03 Uhr | dpa

Olympia 2014: "Staatsgeheimnis" Eröffnungsfeier: Alle halten dicht. Wie die Eröffnungsfeier im Olympic Park aussehen wird, ist Geheimsache.

Wie die Eröffnungsfeier im Olympic Park aussehen wird, ist Geheimsache. Foto: Sergey Ilnitsky. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Erwartungen nicht nur bei Olympia-Gastgeber Russland extrem hoch. An diesem Freitag um 20.14 Uhr Ortszeit (17.14 Uhr MEZ) geht es los - nur wie?

Mit einer Eröffnungsfeier im Fischt-Stadion wird Sotschi die Welt offiziell zu den XXII. Olympischen Winterspielen willkommen heißen. Doch auch am Tag vor der Gala sind kaum Details bekannt.

Weder die Organisatoren noch Helfer lassen durchsickern, was die 40 000 Zuschauer in der Arena und weltweit drei Milliarden Fernsehzuschauer erwarten dürfen. Sogar Kremlchef Wladimir Putin betont, er wolle keine Einzelheiten verraten. "Da ist nichts zu machen", sagt der Olympia-Gastgeber. Organisationschef Dmitri Tschernyschenko verspricht immerhin eine "schillernde Show" mit allen Raffinessen, die "die moderne Technik hergibt".

Sportminister Witali Mutko freut sich über die allgemeine Unwissenheit. "Im Internet sind nur wenige Fotos der Proben zu sehen. Die meisten Statisten haben sich an unsere Bitten gehalten, das ist toll", sagt Mutko dem Internetportal gazeta.ru. Allerdings wären die russischen Behörden mit "Verrätern" kaum zimperlich umgesprungen.

Der Bau des Fischt-Stadions, das einem Schneehügel ähnelt, hatte sich erheblich verzögert. Dies führte für das Staatsfernsehen zu massiven Problemen bei den Proben zur Eröffnung - bei denen Tausende Statisten in den vergangenen Tagen bereits gesehen haben, worauf die Welt mit Spannung wartet. Doch auch sie wurden zum Schweigen verpflichtet. Noch immer kann daher nur gerätselt werden, ob wirklich die sowjetische Eiskunstlauf-Legende Irina Rodnina als Schlussläuferin des Fackellaufs das olympische Feuer anzünden und tatsächlich Operndiva Anna Netrebko die russische Hymne singen darf.

Die Gerüchteküche brodelt auch beim Rahmenprogramm. Artisten vom weltberühmten Moskauer Staatszirkus und Musiker wie Star-Dirigent Waleri Gergijew sollen örtlichen Medien zufolge auftreten. Die Zeremonie trägt der kremlnahen Zeitung "Iswestija" zufolge das Motto "Viele Menschen - eine Nation" und präsentiert Russlands Wandlung vom Zarenreich zu einem modernen Vielvölkerstaat. Auch historische Figuren wie Peter der Große sowie Landschaftsbilder etwa vom Baikalsee seien zu sehen. Wasserfontänen und ein Feuerwerk sollen die Zeremonie abrunden. "Alles Spekulationen", meint Minister Mutko.

Gewiss ist aber: Zwar besuchen Kremlsprecher Dmitri Peskow zufolge etwa 40 Staats- und Regierungschefs die Eröffnungsfeier. Zehntausende Sicherheitskräfte sowie Kriegsschiffe und Abfangjäger werden in Alarmbereitschaft sein. In den vergangenen Wochen hatten aber mehrere Politiker wie etwa Bundespräsident Joachim Gauck oder Frankreichs Staatschef François Hollande betont, nicht nach Sotschi zu reisen. Eine Begründung teilten sie nicht mit. Allgemein wurde dies aber als Protest gegen die Menschenrechtssituation in Russland interpretiert.

Vor vier Jahren kostete die Eröffnung der Spiele in Vancouver schätzungsweise 27 Millionen Euro. Auch hier wollen sich die Organisatoren an der südrussischen Schwarzmeerküste nicht in die Karten schauen lassen. "Angesichts der üppigen Olympia-Kosten von fast 40 Milliarden Euro darf man aber ein teures Spektakel erwarten", schreibt die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta".

Die einzigen Regeln, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) für eine Eröffnungszeremonie aufstellt, sind drei protokollarische Vorgaben: Der Einmarsch der Athleten in das Stadion, das Freilassen von Friedenstauben - und der magische Satz: "Die Spiele sind eröffnet!" IOC-Sprecher Mark Adams sagte nach einer Probe: "Ich kann versichern, das wird eine wunderbare Zeremonie."

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