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Olympia 2014: Trainer Ingo Steuer zeigt Reue als Autor

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Olympia 2014  

Steuers späte Reue als Autor - Hörmann macht Hoffnung

06.02.2014, 14:08 Uhr | dpa

Olympia 2014: Trainer Ingo Steuer zeigt Reue als Autor. Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer setzte sich mit seiner Vergangenheit auseinander.

Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer setzte sich mit seiner Vergangenheit auseinander. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Trainer Ingo Steuer geht mit seiner Biografie "Eiszeiten - vom Ehrgeiz getrieben" in die Offensive und entschuldigt sich für seine jahrelange Stasi-Mitarbeit. Die Aufdeckung 2006 vor Olympia in Turin als "IM Torsten" sei eine enorme Belastung gewesen.

Am Ende habe er die öffentliche Enttarnung wie eine Befreiung empfunden, schreibt der 47-Jährige in dem sehr persönlichen Buch. Es erscheint am Freitag zum Beginn der Winterspiele, bei denen der Chemnitzer mit den viermaligen Paarlauf-Weltmeistern Aljona Savchenko und Robin Szolkowy Gold holen will.

Das Problem des besten deutschen Eiskunstlauf-Trainers: Er darf wegen seiner Vergangenheit nicht mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Der klammen Deutschen Eislauf-Union (DEU), die ihn gern honorieren würde, sind die Hände gebunden. Sie ist auf Gelder vom Bundesinnenministerium angewiesen, doch dort sieht man die Vergehen Steuers nach wie vor mehr als kritisch.

Das Eis brechen könnte der neue Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann. "Man mag zu Ingo Steuer stehen, wie man will: Er hat unzweifelhaft in der Vergangenheit bewiesen, dass er zu den Besten gehört und enorm wichtig für uns ist. Damit ist es ein Thema, dem wir uns mit dem Fachverband gemeinsam widmen müssen. Es wäre aus meiner Sicht schade, wenn ein solcher Mann nicht mehr für ein deutsches Paar Verantwortung trägen würde", sagte Hörmann der Nachrichtenagentur dpa.

Bisher habe es im DOSB dazu keinerlei Diskussionen gegeben. "Wir diskutieren in Deutschland über alle Altersklassen, Disziplinen und Leistungsebenen hinweg, dass wir nicht genügend hervorragende Trainer haben. Deshalb wäre es falsch, sich dieses Themas nicht anzunehmen, vor allem, wenn es um einen der besten Trainer geht", betonte der Unternehmer aus dem Allgäu.

Steuer hat viele Anfragen aus dem Ausland für die Zeit nach Savchenko/Szolkowy. Deutsche Nachwuchssportler können ihn kaum aus eigener Tasche bezahlen. Damit es auch ohne die viermaligen Europameister in Zukunft noch den Eislauf-besessenen Trainer in Chemnitz geben kann, hofft er inständig auf eine Lösung nach Olympia in der Frage der Bezahlung.

"Alles oder nichts" sei stets seine Devise gewesen, schreibt Steuer und bekennt sich zu seinem unbändigen Willen und Ehrgeiz. Manches Mal sei er über das Ziel hinaus geschossen. Nach strenger sportlich-schulischer Erziehung unterschrieb er mit 17 Jahren die Verpflichtungserklärung der Staatssicherheit. "Wenn ich naiv war, so entschuldigt das nichts. Es tut mir leid, aber ändern kann ich es nicht mehr", schreibt der ehemalige Weltmeister. Inzwischen sei er reifer geworden und wolle leisere Töne anschlagen. Er wünscht sich, dass er irgendwann einmal nur noch an seiner Qualifikation als Coach und Choreograph gemessen wird.

Persönlich findet er den Rückhalt in seiner Familie, kann sich ein Leben ohne den harten Trainingsalltag in der kalten Eishalle gar nicht vorstellen. So wurde Steuer 1997 mit Mandy Wötzel Weltmeister und formte Savchenko/Szolkowy zum Weltklassepaar. Das Feuer für ein Nachfolgepaar hat er allemal.

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