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Prämien bei Olympia 2014: Philharmoniker-Münzen, Geld oder nichts

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Olympia 2014  

Prämien: Philharmoniker-Münzen, Geld oder nichts

06.02.2014, 14:07 Uhr | dpa

Prämien bei Olympia 2014: Philharmoniker-Münzen, Geld oder nichts. Ein Olympiasieg verhilft nur selten zum Reichtum.

Ein Olympiasieg verhilft nur selten zum Reichtum.  Foto: Jens Wolf. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Fünfstellige Prämien, die in der Regel noch versteuert werden müssen, auch mal eine lebenslange Rente oder eine Befreiung vom Wehrdienst: Gemessen am jahrelangen Aufwand aber werden Sieger bei Olympia 2014 von den offiziellen Preisgeldern nicht unbedingt reich.

Richtig Geld verdienen die Medaillengewinner von Sotschi erst mit Werbeverträgen - wenn überhaupt. Manch einer freut sich da schon über kleine Extras: So erhalten alle 153 deutschen Sotschi-Teilnehmer - neben der vielteiligen und kunterbunten Ausrüstung - noch eine Art Rabattheft, genannt Olympia-Pass: unter anderem mit Gutscheinen für eine elektrische Zahnbürste, für 35 Prozent Ermäßigung auf Schuhe, 50 Prozent auf Versicherungen und für eine Einladung zu einem DTM-Rennen. 20 000 statt wie bisher 15 000 Euro gibt es von der Sporthilfe für eine Goldmedaille. Silber und Bronze werden mit 15 000 beziehungsweise 10 000 Euro honoriert.

Das nationale Olympische Komitee der USA (USOC) zahlt seinen mit Edelmetall dekorierten Sportlern 25 000 Dollar (18 500 Euro), 15 000 und 10 000. Einige Asse könnten den Geldsegen dringend gebrauchen. So wie Hannah Kearney, die vor vier Jahren in Vancouver auf der Buckelpiste alle bezwang, aber mit einem Jahres-Budget von 50 000 Dollar auskommen muss. Deshalb verbringt sie fünf Monate des Jahres im US-Trainingszentrum in Lake Placid, wo Kosten und Logie für sie frei sind.

Snowboard-Crosser Jonathan Cheever arbeitet gar als Klempner in der Firma seines Vaters, um seinen Sport finanzieren zu können. Bob-Pilotin Jazmine Fenlator hat unter anderem als Hundeausführerin gejobbt, damit sie ihre jährlichen Kosten in Höhe von 80 000 Dollar einigermaßen decken kann. Snowboard-Superstar Shaun White hingegen könnte auf die Prämien locker verzichten oder sie spenden: Sein Privatvermögen wird auf 20 Millionen Dollar geschätzt.

Etwas höher als in Deutschland und in den USA bewegen sich die ausgelobten Gelder für einen Einzel-Olympiasieg in den meisten anderen europäischen Ländern. In der Schweiz gibt es 40 000 Schweizer Franken (etwa 27 600 Euro), in den Niederlanden 30 000 Euro, in Frankreich 50 000, der Slowakei 45 000 und in Tschechien umgerechnet 54 400 Euro.

Die Österreicher haben quasi ihre eigene Winter-Währung: Goldmedaillen-Gewinner erhalten 17 Stück der österreichischen Philharmoniker-Münzen in Silber. Das Set hat - je nach dem aktuellen Silberpreis - einen Wert von etwa 16 000 Euro.

Richtig Geld in die Hände nehmen die Italiener und Ukrainer - hier ist ein Olympiasieg gar 140 000 Euro beziehungsweise 125 000 Euro wert. Ausgerechnet Bulgarien, das ärmste EU-Land, schüttet eine staatliche und stattliche Gold-Prämie von fast einer Million Lewa (fast 500 000 Euro) aus. Dazu dürfen die triumphierenden Sportler mit einer lebenslangen Rente rechnen - ebenso wie Südkoreas medaillengekrönte Wintersport-Asse. Die Männer darunter werden nach jetzigem Stand sogar vom Wehrdienst befreit, der in Südkorea Pflicht ist und zwischen 21 und 24 Monate dauern kann. Allerdings ist nach Angaben des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus eine Diskussion im Gange, "den derzeitige Standard zu ändern".

Auch die frühere Sowjetrepublik Kasachstan zahlt ihren Goldmedaillengewinnern satte 250 000 US-Dollar (185 000 Euro). Den bisher einzigen Sieg bei Winterspielen für das zentralasiatische Land, das sich mit Almaty für die Winterspiele 2022 bewirbt, hat übrigens Skilangläufer Wladimir Smirnow 1994 gefeiert.

Gastgeber Russland prämiert die Medaillengewinner mit 122 000, 76 000 und 52 000 US-Dollar. Dazu kommen Sonderzahlungen von Regionen. St. Petersburg lässt zum Beispiel für einen Gewinner zusätzlich 5 Millionen Rubel - über 100 000 Euro - springen. Weißrussland schüttet sogar 150 000 US-Dollar für einen Olympiasieg aus. Keine festgeschriebene Preisgelder vom Staat oder Nationalen Olympischen Komitee gibt es ausgerechnet in der großen Wintersportnation Norwegen.

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