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Olympia 2014: Claudia Pechstein jagt in Sotschi ihre 10. Medaille

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Olympia 2014  

Olympia-Partys der Pechstein: 10. Medaille wäre Platin

06.02.2014, 17:02 Uhr | dpa

Olympia 2014: Claudia Pechstein jagt in Sotschi ihre 10. Medaille. Claudia Pechstein möchte unbedingt ihre zehnte Olympia-Medaille.

Claudia Pechstein möchte unbedingt ihre zehnte Olympia-Medaille. Foto: Vincent Jannink. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Die zehnte Olympia-Medaille - das ist der Traum von Claudia Pechstein bei ihren sechsten Olympischen Winterspielen. "Jede Medaille, egal in welcher Farbe, wäre für mich Platin", sagte die streitbare Berlinerin, die am 22. Februar noch in Sotschi ihren 42. Geburtstag feiert.

Die Deutsche Presse-Agentur beleuchtet die goldenen Stationen der erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin, der es bisher als einziger Eisschnellläuferin gelang, von fünf Spielen jeweils zumindest eine Medaille mitzubringen.

Albertville 1992: Mit 19 Jahren aufs Treppchen

Ihr Olympia-Debüt stand lange infrage. Nur beim Weltcup in Warschau gelang Pechstein mit Platz zwei der Sprung unter die ersten Drei. Auch bei der EM schaffte sie mit Platz 14 nicht den Durchbruch. Umso überraschender kam ihre Bronzemedaille bei Olympia. Fünf Tage vor ihrem 20. Geburtstag wurde sie beim deutschen Triple-Erfolg über 5000 Meter Dritte hinter Olympiasiegerin Gunda Niemann und Heike Warnicke. Dass sie vor Aufregung bei der Siegerehrung die falsche Olympia-Jacke trug, störte niemanden.

Hamar 1994: Joachim Frankes Motivations-Geheimnis

Nach Bronze über 3000 Meter ging Pechstein mit einem "Rucksack" von Joachim Franke ins 5000-Meter-Rennen. Auf einem Zettel hatte der Trainerfuchs eine Zeit als Ziel notiert, die ihr fast den Atem raubte. Zwölf Sekunden unter ihrer Bestzeit sollte sie im nagelneuen Wikingerschiff laufen - in 7:14,37 lief sie sogar noch acht Sekunden schneller, als Franke gefordert hatte. Nach dem Blick auf die Anzeige war Pechstein drei Tage vor ihrem 22. Geburtstag völlig verdattert und rutschte nach dem Ziel auf dem Hintern weiter: das erste Gold.

Nagano 1998: Goldige 47 Zentimeter Vorsprung

Der "Thriller von Nagano" schrieben Zeitungen nach ihrem 5000-Meter-Coup. Seriensiegerin Gunda Niemann legte vor und blieb als erste Frau der Welt unter sieben Minuten. Pechstein nahm sich danach Silber vor, doch sie schaffte das eigentlich Unmögliche: Um vier Hundertstel unterbot sie den Weltrekord. Ihr Vorsprung auf die Thüringerin betrug umgerechnet 47 Zentimeter. Nach Silber über 3000 Meter in der M-Wave-Arena das zweite Gold auf ihrer Paradestrecke.

Salt Lake City 2002: Medienhype nach "Zickenzoff"

Die Spiele waren geprägt vom "Zickenzoff" mit Anni Friesinger, die nach ihrer Siegesserie im Vorfeld als Favoritin in die 3000-Meter-Konkurrenz ging. Mehr als zehn Millionen Deutsche verfolgten im Fernsehen aber den Sieg Pechsteins in Weltrekordzeit. Über 5000 Meter vollendete die Berlinern ihren olympischen Hattrick, ebenfalls mit Weltrekord. Nach ihrem vierten Olympia-Gold stülpte sie sich eine schwarz-rot-goldene Perücke über. Diese ist heute Exponat im Haus für Deutsche Geschichte.

Turin 2006: Team-Gold trotz stinkenden Teppich-Klebers

Das Thema trieb alle Eisschnellläufer um: Ein giftiger Klebstoff zur Befestigung der blauen Teppiche im Oval-Inneren stank fürchterlich und schmerzte in den Lungen. Auch deshalb verpasste die Hauptstädterin mit Platz fünf die Medaille über 3000 Meter. Doch im Team-Finale war sie neben Anni Friesinger nach Schonung in der Vorrunde Leistungsträgerin des Trios, das Premieren-Gold gewann. Beflügelt vom fünften Gold reichte es über 5000 Meter zu Silber. Erleichtert lag sie danach auf einem Riesen-Handschuh völlig ausgepumpt auf der Eisbahn.

Vancouver 2010: Juristische Winkelzüge und große Schmach

Mit fast 38 Jahren sollten es ihre sechsten Spiele werden. Doch die Sperre wegen schwankender Blutwerte frustrierte Pechstein. Mit einem Eilantrag zwang sie das Ad-hoc-Gericht des CAS zu einer Entscheidung. Ihr Antrag wurde erwartungsgemäß abgeschmettert.

Sotschi 2014: Zurück im Olympia-Zirkus

Was kaum jemand für möglich hielt, wird Realität: Nach ihrem Comeback sicherte sich die inzwischen 41-Jährige mit verbissenem Kampf souverän die Olympia-Fahrkarte. Mehr noch: Sie gilt nach Top-Plätzen im Weltcup als eine der großen Medaillen-Hoffnungen des deutschen Verbandes. Das Team-Trio verpasste die Olympia-Qualifikation, Pechstein peilt über 1500, 3000 und 5000 Meter drei Einzelstarts an.

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