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Olympia 2014: Wolf vermisst olympische Ideale

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"Nur die Marke zählt noch"  

Wolf kritisiert die fehlenden Ideale bei Olympia

06.02.2014, 16:11 Uhr | dpa

Olympia 2014: Wolf vermisst olympische Ideale. Eisschnelllauf-Star Jenny Wolf lässt kein gutes Haar an den Olympischen Spielen von Sotschi. (Quelle: imago/Michael Schulz)

Eisschnelllauf-Star Jenny Wolf lässt kein gutes Haar an den Olympischen Spielen von Sotschi. (Quelle: Michael Schulz/imago)

Einen Tag vor dem Start der Olympischen Spiele von Sotschi hat die fünfmalige Eisschnelllauf-Weltmeisterin Jenny Wolf Alarm geschlagen und die fehlenden Ideale bei Olympia kritisiert. "Jeder redet immer von den Spielen als etwas Großem, so toll ist es aber eigentlich nicht. Alles weicht immer mehr ab von diesem alten Ideal", sagte die Berlinerin im Interview der "Berliner Morgenpost".

Ihr altes Ideal sah so aus: "Du fährst hin, es wird sich um alles gekümmert, du hast den Kopf frei. Es geht nur um die Leistung, die Sportler, nicht um den Kommerz." Davon sei der Sport aber weit weg. "Nur die Marke Olympia zählt noch", bemängelte Wolf.

Die 35-Jährige musste lange überlegen, ob sie an ihren vierten Olympischen Spielen teilnehmen soll. Der Stress bei Olympia sei enorm. "Es ist nervig, du fährst hin und hast so viele Regeln, musst viele Sachen beachten. Du stehst eigentlich nur unter Beobachtung, unter Druck. Das macht irgendwann keinen Spaß mehr", bedauerte Wolf, die 2010 in Vancouver über 500 Meter die Silbermedaille gewonnen hatte.

UMFRAGE
Wie viele Medaillen holen die deutschen Olympioniken in Sotschi?

"Ich kämpfe um Silber und Bronze"

Wolf ist neben der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein die einzige echte Medaillenkandidatin des deutschen Eisschnelllauf-Teams. In ihrer letzten Saison will Wolf in Sotschi ihre Karriere mit einem Paukenschlag beenden, muss dafür aber über 500 Meter die südkoreanische Top-Favoritin Lee Sang-Hwa besiegen.

"Realistisch gesehen ist es schwierig, Sang-Hwa zu schlagen. Es ist auch unwahrscheinlich, dass sie einen schlechten Tag hat. Aber das heißt nicht, dass es unmöglich ist. Die Option besteht, und ich bin nicht bereit zu sagen, ich kämpfe um Silber und Bronze. Mein Ziel ist, Sang-Hwa zu schlagen und nicht, mir die anderen vom Leib zu halten", sagte Wolf.

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