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Goldhoffnung Eric Frenzel: "Ab jetzt sollten die Sportler im Fokus stehen"

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Goldhoffnung Frenzel im Interview  

"Ich bin kein schlechter Tipp"

06.02.2014, 20:41 Uhr | t-online.de

Goldhoffnung Eric Frenzel: "Ab jetzt sollten die Sportler im Fokus stehen". Eric Frenzel gilt bei Olympia 2014 als Top-Favorit in der Nordischen Kombination. (Quelle: imago/Eibner)

Eric Frenzel gilt bei Olympia 2014 als Top-Favorit in der Nordischen Kombination. (Quelle: Eibner/imago)

Das Interview führte Jörg Runde

Für Eric Frenzel geht es am Mittwoch erstmals um Medaillen. In den beiden Einzel-Wettbewerben der Nordischen Kombination gilt der 25-Jährige als Favorit auf Gold. Auch mit der Mannschaft hat er gute Chancen auf den Olympiasieg. Im Gespräch mit t-online.de erzählt Frenzel, wie er mit dem Druck umgeht und wie er seine Rolle als Goldhoffnung erlebt. 

Herr Frenzel: Können Sie eigentlich noch ruhig schlafen?
Eric Frenzel: Klar, ich bin völlig entspannt und schlafe so gut wie immer. Ich genieße es sehr, zu Hause noch einmal ein paar Tage Kraft zu tanken.

Sie gelten als Topfavorit in der Nordischen Kombination. Das macht Sie nicht nervös?
Nein, überhaupt nicht. Ich habe sehr erfolgreiche Wochen hinter mir und nehme das alles ganz locker. Wir hatten gerade noch einmal ein richtig intensives Trainingslager in Oberstdorf. Da hat alles sehr gut geklappt, auch körperlich bin ich top drauf. Ich reise mit viel Selbstvertrauen und einem guten Gefühl nach Sotschi. Ich will bei Olympia richtig Spaß haben.

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In Deutschland wird Ihre Goldmedaille fest eingeplant. Was empfinden Sie, wenn Sie das hören?
Einerseits ist das natürlich super, es zeigt halt, wie stark meine Leistungen in dieser Saison waren. Die Favoritenrolle habe ich mir hart erarbeitet. Andererseits ist das natürlich auch ein enormer Druck, mit dem ich aber kein Problem habe. Ich kann leider keine Versprechen geben, bei Olympia muss einfach alles passen. Gerade bei einer Freiluftsportart kann viel passieren.

Von Olympia haben Sie bisher "nur" Bronze im Mannschaftswettbewerb vorzuweisen. Da fehlen die Einzelmedaillen noch.
Natürlich ist es mein Ziel, in Sotschi Medaillen zu gewinnen. Natürlich will ich auch gern Olympiasieger werden. Mir diesen Traum zu erfüllen, dafür habe ich hart gearbeitet. Ich werde versuchen meine Leistung zu bringen, dann schaue ich, was dabei rauskommt.

Würden Sie auf sich wetten?
Nein, das würde ich nie tun. Aber ich denke schon, dass ich kein schlechter Tipp bin.

Wer sind Ihre gefährlichsten Konkurrenten?
Auf der Rechnung habe ich auf jeden Fall Jason Lamy Chappuis. Der war zwar im Weltcup zuletzt nicht so stark, er ist aber bekannt dafür, dass er sich perfekt auf Großereignisse vorbereiten kann. Da hat er schon oft zugeschlagen.

Und wie sieht es mit den Norwegern aus?
Klar, Magnus Moan ist immer eine Gefahr. Auch mit Mikko Kokslien muss man rechnen. Die Norweger sind vor allem läuferisch richtig stark.

Wie steht es um die Konkurrenz im eigenen Lager?
Das sind mir die liebsten Gegner. Aus unserer Mannschaft kann jeder Medaillen gewinnen. Da hat jeder das Potenzial sogar nach ganz vorne zu kommen. Wir sind als Mannschaft gut gerüstet.

UMFRAGE
Wie viele Medaillen holen die deutschen Olympioniken in Sotschi?

Das ist ein gutes Stichwort. Im Mannschaftswettbewerb ist Deutschland immer Favorit, der letzte Olympiasieg wurde allerdings 1988 gefeiert. Das muss Sie und die Kollegen doch wahnsinnig ärgern.
Das stimmt, es war vor allem ganz oft sehr knapp. Bei Olympia und auch bei Weltmeisterschaften. Wir haben auf jeden Fall das Potenzial für den Olympiasieg, ob es am Ende reicht, hängt von vielen Kleinigkeiten ab.

Stimmen Sie sich da intern entsprechend ein?
Klar, dieser Wettbewerb ist etwas ganz Besonderes. Wir sind alle total heiß darauf, halten zusammen und kämpfen füreinander. Jeder weiß auch, dass es auf ihn in dem Wettbewerb ganz besonders ankommt. Da ist der Druck noch größer, als im Einzel.

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Spüren Sie bei Olympia eigentlich wirklich einen Teamgeist der gesamten deutschen Mannschaft?
Auf jeden Fall ist der Zusammenhalt ausgeprägter als bei normalen Wettkämpfen. Wir kennen uns ja untereinander. Da die Höhepunkte jetzt aber, anders als im Weltcup, nicht zeitgleich stattfinden, kann ich auch bei anderen Sportarten mitfiebern. Meistens sitze ich zwar vorm Fernseher, aber den Kollegen die Daumen drücken, das ist selbstverständlich.

Reden Sie untereinander eigentlich auch über die politische Lage in Russland und die extremen Kosten, die in Sotschi verursacht wurden?
Klar reden wir darüber, zumindest haben wir das zuletzt immer wieder getan. Dass uns nicht alles gefällt, ist auch logisch. Mit dem Startschuss lassen wir das Thema aber ruhen, dann konzentrieren wir uns auf unseren Sport. Ich denke das gilt generell: Ab jetzt sollten die Sportler im Fokus stehen.

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