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83 Prozent glauben nicht an Olympia 2014 ohne Doping

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Olympia 2014  

83 Prozent glauben nicht an dopingfreie Winterspiele

07.02.2014, 10:58 Uhr | dpa

83 Prozent glauben nicht an Olympia 2014 ohne Doping. Auch in Sotschi wird die Dopingbekämpfung eine der größten Herausforderungen.

Auch in Sotschi wird die Dopingbekämpfung eine der größten Herausforderungen. Foto: Kay Nietfeld. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Die klare Mehrheit der Deutschen hält Olympia 2014 in Sotschi für dopingbelastet und Russland für den falschen Gastgeber. Knapp fällt ein Ja für eine baldige neue Olympia-Bewerbung Deutschlands aus.

Unentschieden ist die öffentliche Meinung zur Frage, ob die deutschen Sportler Platz eins im Medaillenspiegel zurückerobern können. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa.

Demnach glauben 83 Prozent nicht an dopingfreie Winterspiele am Schwarzen Meer. Gerade einmal neun Prozent halten es für möglich, dass alle Wintersportler vom Samstag an ohne verbotene leistungsfördernde Mittel um die Medaillen kämpfen. Diese Meinung gilt für alle Bundesländer, Berufsgruppen oder Altersschichten.

Nur für 22 Prozent der 1076 Befragten ist Russland der passende Olympia-Gastgeber, 60 Prozent antworteten auf diese Frage mit Nein. Diese klare Ablehnung zieht sich durch alle Schichten, nur bei den höheren Einkommen ist das "Njet" nicht ganz so hart.

Unentschieden sind die Sportfans in der Frage, ob Deutschland in Sotschi Platz eins im Medaillenspiegel zurückerobern kann. 28 Prozent glauben daran, 30 Prozent nicht. 42 Prozent wollten sich darüber keine Meinung bilden. Am optimistischsten sind die Sachsen (43 Prozent ja, 17 Prozent nein), Bayern (28:37 Prozent) und Baden-Württemberger (23:36) sind da skeptischer.

Geteilt ist die öffentliche Meinung darüber, ob sich Deutschland nach der abgelehnten Münchner Olympia-Kandidatur sobald wie möglich wieder bewerben sollte: 45 Prozent sind dafür, 38 Prozent dagegen. Bei den Jungen ist die Zustimmung etwas höher als bei den Alten, im Westen fällt das Ja knapper aus. In Bayern wirkt die gescheiterte Olympia-Bewerbung Münchens für die Winterspiele 2022 noch nach: Nur 36 Prozent sind für eine erneute Bewerbung, 53 Prozent dagegen. In allen ostdeutschen Bundesländern hingegen gibt es Zustimmung für einen neuen Anlauf.

Generell teilen diese Winterspiele die Deutschen in zwei Lager: 49 Prozent interessieren sich für das Geschehen, 51 Prozent tun dies nicht. Für Michael Vesper keine Überraschung. "Jeder zweite Deutsche gibt an, dass er regelmäßig Sport treibt. Aber natürlich gibt es auch Nicht-Sportinteressierte. Wie kann es auch anders sein?", sagte der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Auffallend ist, dass nur 38 Prozent der 18 bis 24-Jährigen das Geschehen rund um die 98 Entscheidungen intensiv verfolgen wollen. Dabei wollte das Internationale Olympische Komitee speziell die Winterspiele durch die Aufnahme neuer Disziplinen gerade für junge Leute interessanter gestalten. Generell fällt auf: Je höher der Bildungsgrad und je höher das Einkommen, desto größer ist das Interesse an Winter-Olympia.

Das größte Interesse gibt es interessanterweise nicht im Wintersportland Bayern (57 Prozent), sondern in Brandenburg (69 Prozent). Am wenigsten schaut der Stadtstaat Bremen interessiert nach Sotschi. Die Umfrage lief vom Dienstag bis Donnerstag dieser Woche.

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