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Olympia-Zwangsurlauber Ehrhoff: Sonne statt Sotschi

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Olympia-Zwangsurlauber Ehrhoff: Sonne statt Sotschi

07.02.2014, 11:14 Uhr | dpa

Olympia-Zwangsurlauber Ehrhoff: Sonne statt Sotschi. Christian Ehrhoff (r) fährt in die Sonne und nicht nach Sotschi.

Christian Ehrhoff (r) fährt in die Sonne und nicht nach Sotschi. Foto: Larry W. Smith. (Quelle: dpa)

Buffalo (dpa) - Sonnencreme und Badehose sind eingepackt, aber echte Urlaubsstimmung will bei Christian Ehrhoff nicht so recht aufkommen. Am Wochenende geht's für den Eishockey-Profi aus der Nordamerika-Liga NHL sechs Tage in die Disney World nach Orlando und dann fünf weitere Tage nach Jamaika.

So reizvoll der Familienurlaub klingt: Ehrhoff hatte eigentlich andere Pläne - Sotschi statt Sonne. Mit der deutschen Nationalmannschaft wollte der schussstarke Verteidiger bei Olympia spielen, so wie bereits 2002, 2006 und 2010. Doch dann kam im Februar 2013 die Blamage bei den Quali-Partien. "Jetzt wird das nochmal richtig in Erinnerung gerufen, dass wir uns nicht qualifiziert haben. Es ist immer noch keine schöne Sache, daran zu denken", sagte der 31-Jährige der Nachrichtenagentur dpa.

Ehrhoff ist von allen NHL-Cracks, die keinen kanadischen oder amerikanischen Pass haben, der wohl prominenteste Profi, der die Winterspiele aus dem Urlaub verfolgen muss. Noch heute hat er die Bilder aus dem Februar 2013 im Kopf. Ehrhoff drückte in Buffalo vor dem Computer die Daumen, als Deutschland beim Qualifikationsturnier in Bietigheim gegen Österreich unbedingt in der regulären Spielzeit gewinnen musste. Der 3:2-Siege gelang jedoch erst in der Verlängerung. Österreich jubelte und sicherte sich das Ticket für Sotschi, Deutschland verpasste erstmals das Olympia-Highlight - und Ehrhoff saß tausende Kilometer entfernt geschockt in seinem Sessel.

Die seelischen Wunden waren verheilt, wurden in den vergangenen Tagen jedoch immer wieder aufgerissen. Zum einen bereiteten sich die Sabres-Teamkollegen wie Ryan Miller (USA), Jhonas Enroth oder Henrik Tallinder (beide Schweden) auf die Reise ans Schwarze Meer vor. Viel schlimmer waren jedoch die gut gemeinten Fragen von unwissenden Journalisten, die von Ehrhoff wissen wollten, ob er sich denn auf Sotschi freue, plane, seine Familie mitzunehmen, und wie stark er das deutsche Team einschätze. "Als ich denen erzählte, dass wir uns leider nicht qualifiziert haben, fiel denen das Kinn runter."

Diesmal sind die Winterspiele für Ehrhoff unerreichbar, vor vier Jahren hatte er sie noch vor der Haustür. Er spielte bei den Vancouver Canucks, war bei Mitspielern als Touristenführer gefragt und hatte auch so manchen Insider-Tipp für gute Restaurants ("In Vancouver gibt's das beste Sushi Kanadas") oder Cafés parat. "Das war einfach eine super schöne Zeit. Vancouver hatte sich von der besten Seite gezeigt, das Wetter war grandios und das Eishockey-Turnier natürlich das Hauptevent", sagt er heute noch und ergänzt mit leicht wehmütigem Unterton: "An diese Tage denke ich immer gerne zurück."

Ob er Olympia 2014 verfolgt, weiß der gebürtige Moerser noch nicht. Die Familie hat Vorrang, und mit den Übertragungen sei das so eine Sache: Bis Sotschi sind es neun Stunden Zeitunterschied. Und ob sich in Jamaika tatsächlich jemand für Eishockey interessiert?

Genaueres kann Ehrhoff zum Turnier sagen: Kanada ist sein Favorit. Der Titelverteidiger trifft in der Vorrundengruppe B auf Finnland, Norwegen und eben Österreich. Ehrhoff holt tief Luft, er weiß, dass dies die deutsche Gruppe gewesen wäre. "Da darfste gar nicht dran denken." Er ist sich durchaus bewusst, dass Sotschi seine letzte Olympia-Chance gewesen sein könnte. Es ist kein Geheimnis, dass die NHL nur ungern ihren Spielbetrieb mitten in der Saison aussetzt, denn sie profitiert nicht davon, wenn die Spiele nicht in Nordamerika - und somit zur besten Sendezeit - stattfinden.

"Wenn es nach denen gegangen wäre, wären die Spieler diesmal schon zu Hause geblieben. Aber die Profis, vor allem die russischen, hatten Druck gemacht und gesagt, dass sie unbedingt nach Sotschi wollen", erklärt Ehrhoff. In vier Jahren werden die Winterspiele in Pyeongchang ausgetragen. Südkorea gilt weder als Eishockeymarkt, noch hat das Land einen NHL-Spieler zu bieten. Daher gehen viele davon aus, dass die NHL-Cracks 2014 vorerst zum letzten Mal auf dem olympischen Eis stehen werden. Auch daran will Ehrhoff lieber nicht denken.

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