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Bode Miller und Aksel Lund Svindal liefern Spektakel bei Olympia 2014

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Olympia 2014  

Abfahrtspektakel gleich zum Start: Miller vs. Svindal

07.02.2014, 13:54 Uhr | dpa

Bode Miller und Aksel Lund Svindal liefern Spektakel bei Olympia 2014. Bode Miller will die olympische Goldmedaille in der Abfahrt.

Bode Miller will die olympische Goldmedaille in der Abfahrt. Foto: Justin Lane. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Bode Miller scherzte in der Sonne an der olympischen Abfahrtsstrecke. Auch wenn es nach der Bestzeit im ersten Training bei der Testfahrt am Freitag nur zu Rang sechs reichte, stellte der US-Skistar seine Lockerheit zwei Tage vor dem Abfahrtsspektakel bei Olympia 2014 in Sotschi zur Schau.

Ein Plausch hier, ein Interview da - dann verließ der Mitfavorit auf Schussfahrtgold an der Seite seiner Ehefrau Morgan gut gelaunt die Strecke. "Mein Ziel ist es gewesen, bis Olympia in Topform zu sein. Das habe ich geschafft", erklärte der Kombinations-Olympiasieger von Vancouver. Die Ehefrau schulterte den großen Sportrucksack, Miller posierte noch für ein paar Erinnerungsfotos und freute sich schon auf die erste Medaillen-Entscheidungen der Alpinen am Sonntag. "Ich bin bereit."

Vor allem für zwei große Vorhaben trat Miller zur Sotschi-Saison nach 18 Monaten Pause wegen einer Knieverletzung wieder an. Ein Abfahrtssieg in Kitzbühel sollte her und Schussfahrt-Gold bei seiner fünften und letzten Olympia-Teilnahme. Auf der Streif nahm der viermalige Weltmeister Mitte Januar Rang drei hinter dem in Sotschi verletzten Hannes Reichelt (Österreich) und Aksel Lund Svindal (Norwegen) bei seiner vielleicht letzten Chance mit glasigen Augen tieftraurig zur Kenntnis. Jetzt will der mit 36 Jahren älteste amerikanische Skirennfahrer erst recht bei Olympia siegen.

"Ich bin in einer besseren Situation als in Vancouver 2010, damals war ich längst nicht so fit wie jetzt", erklärte der zweimalige Gesamtweltcupsieger. Mehr als zehn Kilo leichter meldete sich Miller, die prägende Figur der aktuellen Szene, beim Saisonstart zurück. Drei Podestplätze glückten ihm in der Saison, ein Sieg allerdings noch nicht. Trotzdem steht Miller zusammen mit dem noch höher gehandelten Weltmeister Svindal an der Spitze der Favoritenschar. "Aber alles ist möglich", betonte der Schweizer Didier Defago am Freitag. Wer weiß das besser als er, der keineswegs erwartete Olympiasieger von 2010. Oder der Franzose Antoine Dénériaz, überraschender Gewinner von 2006.

Auch diesmal sind die Augen wieder auf die Favoriten gerichtet, zu denen neben Miller und Svindal seit Freitag auch der Trainingsschnellste Österreicher Matthias Mayer zählt. "Was Aksel und meine Stärken angeht, kommen wir von unterschiedlichen Enden des Spektrums", beschrieb Miller. Svindal sei super konstant und kalkuliere immer das Risiko. "Ich dagegen fahre mit der Absicht, mich zu pushen, so dass das Risiko manchmal in keinem Verhältnis steht zum Preis."

Doch wegen dieser rasanten Fahrten, wie er sie zuletzt bei der viel gerühmten "Killerlinie" im Kitzbühel-Training bot, lieben ihn die Fans. Für den deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier war Miller "viele Jahre der weltbeste Skifahrer". Auf der Piste ist er weiter der extreme Typ, abseits ist er ruhiger geworden. Die Zeiten, in denen Miller kaum eine Gelegenheit ausließ, den Internationalen Skiverband FIS oder das Internationale Olympische Komitee zu kritisieren, sind lange vorbei. Allüren wie 2006, als er viel Zeit in einer Disco von Sestriere verbrachte, gibt es sowieso nicht mehr.

Die Sotschi-Auftritte von Miller, der in den USA in einen Sorgerechtsstreit um ein Kind aus einer kurz gehaltenen Beziehung verwickelt ist, wirken aber auch ohne nächtliche Olympia-Eskapaden medienwirksam. Die Ehefrau ist immer dabei. Und Zärtlichkeiten, wie den dicken Schmatzer der ehemaligen Beachvolleyballerin auf die Wange nach dem Freitagstraining, fangen die TV-Kameras natürlich liebend gerne ein.

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