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Niederländer Kramer gewinnt 100. Eisschnelllauf-Gold

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Olympia  

Niederländer Kramer gewinnt 100. Eisschnelllauf-Gold

08.02.2014, 16:15 Uhr | dpa

Niederländer Kramer gewinnt 100. Eisschnelllauf-Gold. Sven Kramer holte Gold über die 5000 Meter.

Sven Kramer holte Gold über die 5000 Meter. Foto: Hannibal Hanschke. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Das Daumendrücken von Bayern-Star Arjen Robben hat Sven Kramer geholfen. Der "fliegende Holländer" wiederholte in Sotschi über 5000 Meter seinen Olympiasieg von Vancouver.

In 6:10,76 Minuten gewann der Rekordweltmeister die 100. Goldmedaille in der Geschichte des olympischen Herren-Eisschnelllaufs und verwies dabei seine Landsleute Jan Blokhuijsen (6:15,71) und Jorrit Bergsma (6:16,66) auf die Plätze zwei und drei. Für den 27 Jahre alten Kramer war es bereits die fünfte Olympia-Medaille seiner Karriere. Patrick Beckert aus Erfurt erfüllte auf Platz acht (6:21,18) die Erwartungen, der Inzeller Moritz Geisreiter wurde Zehnter (6:24,79).

"Ich wusste, dass ich hier gute Arbeit abliefern muss. Und das ist mir geglückt. Ich wusste, dass es ein gutes Rennen war, der einzige Nachteil war der Start", sagte Kramer dem niederländischen TV-Sender NOS. Immerhin war er der einzige der Favoriten, der das Tempo konstant hoch halten konnte.

Am Morgen ließ Bayern-Profi Arjen Robben seinem Freund Kramer via "Telegraaf" noch eine Foto-Botschaft zukommen, in der er in einem Trikot mit der Aufschrift "Success 1. Sven" posiert. Gleiches hatte Kramer vor der Wahl des "Sportlers des Jahres 2013" mit Robben gemacht - nun überraschte der Fußball-Star seinen Kumpel mit der Retourkutsche.

Kramer, der seine Landsleute tags zuvor durch einen Rad-Unfall kurzzeitig beunruhigte, legte als erster der Gold-Kandidaten eine Topzeit vor, die niemand mehr verbessern konnte. Wie ein Uhrwerk spulte er jede seiner Runden unter 30 Sekunden ab.

Ganz so schnell war Beckert nicht unterwegs. "Ein bisschen habe ich mich über meinen Platz geärgert, aber meine Leistung war ok", resümierte der Thüringer. "Die drei Niederländer sind einfach zu stark, aber ich war immerhin sechs Sekunden schneller als bei der WM im Vorjahr an gleicher Stelle. Ich ziehe den Hut vor Sven Kramer. Es ist eine One-Mann-Show, die er seit vier Jahren abzieht."

Vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften Adler-Arena kämpfte Beckert unter dem Beifall seiner Schwester Stephanie, der Team-Olympiasiegerin von Vancouver, verbissen um jeden Meter. Er ließ im direkten Duell den südkoreanischen Olympiasieger Lee Seung-Hoon hinter sich und wurde mit Platz acht belohnt, der ihm künftig auch die A-Kader-Förderung sichert. Vor vier Jahren war der Erfurter bei seinem Olympia-Debüt mit 19 Jahren noch auf Platz 22 gelandet.

Nicht ganz glücklich war Moritz Geisreiter mit seinem Rennen. "Ich habe mich ein bisschen geärgert, dass es am Ende nicht mehr so rund gelaufen ist. Ich musste viel arbeiten, viel Kraft einsetzen. Das sind Körner, die hinten fehlen", sagte der 2,00-Meter-Schlaks aus Inzell nach seinen 6:24,19 Minuten. Eine glatte Enttäuschung war der 21. Platz des Chemnitzers Alexej Baumgärtner, der damit sein Ticket für die 10 000 Meter an Geisreiter verloren haben dürfte.

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