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Olympia 2014: Österreicher Mayer holt überraschend Gold

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Abfahrt der Herren  

Mayer holt überraschend Gold für Österreich

09.02.2014, 10:04 Uhr | dpa

Olympia 2014: Österreicher Mayer holt überraschend Gold. Matthias Mayer bejubelt seinen Sieg im Abfahrtsrennen. (Quelle: dpa)

Matthias Mayer bejubelt seinen Sieg im Abfahrtsrennen. (Quelle: dpa)

Matthias Mayer hat die hochgewetteten Topfavoriten abgehängt und darf sich Abfahrts-Olympiasieger nennen. Der österreichische Skirennfahrer gewann überraschend die alpine Königsdisziplin bei den Winterspielen von Sotschi. In 2:06,23 Minuten lag Mayer, der zuvor noch kein Weltcup-Podest in der Abfahrt erreicht hatte, sechs Hundertstelsekunden vor dem Italiener Christof Innerhofer. Ein Zehntel hinter Mayer wurde Kjetil Jansrud aus Norwegen Dritter.

"Wahnsinn, das ist das Größte, was man in meiner Sportart erreichen kann", sagte Mayer dem ORF. Der 23-Jährige ist der Sohn von Helmut Mayer, der 1988 in Calgary Olympia-Silber im Super-G gewonnen hatte. "Jetzt habe ich einen Abfahrts-Olympiasieger daheim, was soll ich mit dem machen?", sagte eine fassungslose Mutter Mayer.

"Der wird die nächsten Jahre noch viel hergeben", lobte Silbermedaillengewinner Innerhofer, der trotz des knappen Rückstands angesichts seiner dauernden Rückenprobleme mit Silber hochzufrieden war. Deutsche Abfahrer hatten sich nicht für Olympia qualifiziert.

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Miller und Svindal enttäuschen

Mit Startnummer elf lag Mayer vor allen Favoriten. "Die Startnummern acht bis 15 waren sicherlich etwas bevorteilt, weil die Sonne herausgekommen ist, aber das ist der Skisport", erklärte Mayer, der froh war, dass sich alle auf die Topfavoriten Bode Miller und Aksel Lund Svindal konzentriert hatten. "Ich bin mit dem Bode Lift gefahren und er hat mir gesagt, er ist brutal nervös", berichtete er im ZDF.

Sowohl US-Skistar Miller als auch Norwegens Svindal verpassten vor den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach die Medaillenränge auf den Plätzen sechs und vier. Miller war im oberen Streckenteil zwar schneller, fuhr aber insgesamt zu verhalten und hatte im Ziel mehr als eine halbe Sekunde Rückstand.

Ehefrau Megan und Miller selbst war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Tief geknickt kauerte der 36-Jährige auf einem Stuhl. Svindal sagte: "Ich habe zu viele Fehler gemacht. Matthias hat verdient gewonnen."

Auch ein Deutscher darf jubeln

Matthias Mayer hatte im Speedbereich zuvor gerade einmal zwei Podestplätze im Super-G erreicht. Seine bislang beste Abfahrtsplatzierung war ein fünfter Platz Ende Dezember in Bormio. Bei einem Training im Alpinzentrum von Rosa Chotur war er aber Schnellster und hatte so gezeigt, dass auf der von Bernhard Russi designten Abfahrtsstrecke mit ihm zu rechnen ist.

Der Triumph Mayers ist auch ein persönlicher Erfolg des ehemaligen deutschen Cheftrainers Mathias Berthold, dem jetzigen Männertrainer bei der Alpin-Nation Österreich, die sich über das erste olympische Abfahrts-Gold seit 2002 freut.

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