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Olympia 2014: Problemspiele? Deutsche Athleten positiv überrascht

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Olympia 2014  

Problemspiele? Deutsche Athleten positiv überrascht

09.02.2014, 14:49 Uhr | dpa

Olympia 2014: Problemspiele? Deutsche Athleten positiv überrascht. Monique Angermüller gefällt es in Sotschi richtig gut.

Monique Angermüller gefällt es in Sotschi richtig gut. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Probleme? Was für Probleme? Die deutschen Olympia-Athleten haben aller Kritik vor den Winterspielen in Sotschi zum Trotz wenig Grund zu klagen. "Mir gefällt es super", sagte Eisschnellläuferin Monique Angermüller.

Sicherheit, Sportstätten, Stimmung und Transport: Zumindest aus Sicht der Deutschen bislang alles bestens! "Es ist toll hier. Die Stimmung bei unserem ersten Wettkampf war richtig gut, die Leute sind mitgegangen", urteilte Langlauf-Bundestrainer Frank Ullrich, der seine elften Olympischen Spiele erlebt. "Insgesamt muss man sagen, dass die Spiele bislang schön sind."

Revidieren musste Claudia Nystad ihre eher negativen Erwartungen. "Ich war total überrascht von der Stimmung an der Strecke. Mit so vielen Leuten hatte ich gar nicht gerechnet, da ja die Anreise hierher ziemlich kompliziert ist", sagte sie nach ihrem 43. Platz im Skiathlon. "Wir wurden förmlich getragen von den Anfeuerungen, die auch die bekamen, die ziemlich weit hinten liefen."

Biathlet Erik Lesser glaubt, dass die Atmosphäre an der Loipe beim Sprint über 10 Kilometer gut war, richtig wahrgenommen hat er es nicht. "Dass die Zuschauer im Stadion nicht so laut waren, habe ich nicht mitbekommen, weil ich immer mit Ohrstöpseln laufe", meinte der Olympia-Debütant, der Platz 21 erreichte. "Ich hatte mir Olympia nicht so entspannt vorgestellt. Ich habe bisher nur Gutes gehört."

Dagegen war Vancouver-Olympiasieger Felix Loch von der Stimmung am ersten Tag seines Rennens wenig angetan. "Vancouver war natürlich etwas ganz anderes. Da standen in der Zielkurve ja so viele Menschen." Auch Rodel-Kollege Andi Langenhan äußerte sich eher zurückhaltend: "Die Stimmung war in Ordnung, aber die Transportwege sind super." Wartezeiten gebe es nicht. "Das ist perfekt."

Anerkennung finden auch die kurzen Wege zu den Sportstätten und deren Qualität. "Wir haben beste Bedingungen. Von unserem Dorf können wir zu Fuß ins Stadion laufen", sagte Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner, den auch die Freundlichkeit der Helfer und Offiziellen beeindruckt. "Alles ist locker, athletenfreundlich." Ohne Probleme könne man die Langlauf-Strecken auch zum Training nutzen. "So gut habe ich es bei Olympia noch nie erlebt - und ich bin seit 1992 dabei", lobte Kirchner. In Schuss ist alles auch im Alpin-Zentrum. Das Urteil von Damen-Cheftrainer Thomas Stauffer: "Unerwartet gut."

Begeistert sind die am Olympiapark am Schwarzen Meer angesiedelten deutschen Sportler von der Nähe des olympischen Dorfes zu den Arenen und deren Ausstattung. "Die Einrichtungen sind super, wir haben hier eine eigene Kabine, die Trainer haben eine, es ist echt alles super", zeigte sich Eishockey-Nationalspielerin Tanja Eisenschmid begeistert.

Nicht minder angetan sind die Curler. "So ideal war es für die Sportler noch nie", meinte Rainer Nittel, Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbandes. Das Sicherheitskonzept sei athletenfreundlich, die Sportler können von Halle zu Halle laufen und sich gegenseitig anfeuern. "Es ist wirklich schön, dass wir nicht ständig unsere Rucksäcke auspacken müssen, wie wir es von anderen Veranstaltungen kennen", bestätigte Kufenflitzerin Angermüller. "Die Sicherheitskräfte sind sehr zurückhaltend - das alles bringt eine Wohlfühl-Atmosphäre."

Etwas abseits des olympischen Trubels sind die Skispringerinnen, die in einem eigens angemieteten Haus in der Nähe der Schanze wohnen. "Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Die kurze Anreise ist perfekt", sagte Medaillenanwärterin Carina Vogt. "Natürlich wäre es schön gewesen, bei unseren ersten Olympischen Spielen oben im Dorf zu wohnen und das Flair aufzunehmen. Aber wir haben ja nach dem Wettkampf noch die Möglichkeit, uns alles ganz genau anzuschauen."

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