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Sotschi 2014: Kombinierer Eric Frenzel will Karriere krönen

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Olympia 2014  

Entspannt: Kombinierer Frenzel will Karriere krönen

10.02.2014, 15:52 Uhr | dpa

Sotschi 2014: Kombinierer Eric Frenzel will Karriere krönen. Eric Frenzel gilt als großer Favorit auf eine Goldmedaille in Sotschi.

Eric Frenzel gilt als großer Favorit auf eine Goldmedaille in Sotschi. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Entspannt schlendert Eric Frenzel an den Wettkampfanlagen der Nordischen Kombination in den Bergen von Krasnaja Poljana entlang. Nichts deutet darauf hin, dass auf dem Oberwiesenthaler ein enormer Druck lastet. Nach seiner bisherigen Saison ist er der klare Gold-Favorit.

Drei Chancen hat der 25-Jährige bei den Spielen in Sotschi, einmal, so sein Wunsch, sollte es klappen. Die erste Möglichkeit besteht am Mittwoch. Nach den ersten drei Trainingssprüngen von der Normalschanze verzichteten die Deutschen am Montag auf das Schanzen-Training und übten lieber in den schweren Loipen. "Die sind ziemlich heftig. Die Anstiege haben es in sich, man kann sich kaum erholen auf den Runden", beschreibt Frenzel den Schwierigkeitsgrad der Laufstrecke.

Aber auch die Schanze ist nicht ohne. Der kurze Schanzentisch verlangt höchste Konzentration und enorme Absprungkraft. Beides vereint Frenzel. Und deshalb ist die Konkurrenz bereit, den Sieg schon mal vorab dem Deutschen zuzusprechen. "Er wird gewinnen", sagt Frenzels Dauerrivale Jason Lamy Chappuis aus Frankreich.

So etwas lässt Frenzel kalt. "Er kann genauso gewinnen. Mein Job ist es, gut zu springen und zu laufen", kontert der Sachse. Seine Trainingssprünge waren gut, noch nicht überragend. Doch der zweimalige Weltmeister ist ohnehin ein Mann des Wettkampfes, kann sich auf den einen entscheidenden Sprung konzentrieren wie kein anderer. Den Druck lässt er an sich abprallen. "Man muss die Rolle nehmen, wie es kommt. Die Situation ist für mich kein Nachteil. Wenn ich mir damit keine Probleme mache, fühle ich mich auch nicht überfordert", beschreibt der Seriensieger dieses Winters seinen Umgang mit den Erwartungen von außen.

Frenzel ist gereift seit seinem ersten WM-Titel 2011 in Oslo. Sehr zur Freude von Bundestrainer Hermann Weinbuch, der nach dem Rücktritt seines einstigen Meisterschülers und jetzigen Trainerkollegen Ronny Ackermann eine klare Hierarchie im Team vermisst hatte. "Innerhalb der Mannschaft ist er derjenige, der Verantwortung übernimmt und mit uns Trainern Dinge bespricht. Ihm ist es wichtig, dass es im Team gut läuft. Vor zwei Jahren war das noch anders, da waren alle gleichgestellt. Aber durch seine Leistungen hat er sich in den Vordergrund geschoben", erklärt der Trainer-Routinier und ergänzt: "Das heißt aber nicht, dass alle nur von Eric profitieren. Er braucht die Gruppe genauso. Das weiß er auch und entsprechend verhält er sich. Daher harmoniert das momentan sehr gut."

Frenzel braucht ein funktionierendes Umfeld. Dem Familienvater ist es wichtig, dass er auch daheim den Rückhalt hat. Freundin Laura und Sohn Philipp werden ihn in Krasnaja Poljana bei der "Mission Gold" unterstützen. "Für mich ist es immer ein angenehmes Gefühl, wenn sie dabei sind. Sie machen die Reisen immer wieder gerne. Auch wenn es dieses Mal mit vielen Strapazen verbunden war, haben sie es auf sich genommen", erzählt der Gesamtweltcup-Spitzenreiter.

Und so ist alles für den ersten großen Wettkampf in Sotschi angerichtet. Frenzel ist selbstbewusst, aber nicht größenwahnsinnig. "Mit einem zu sicheren Gefühl darf man nicht starten. Man muss ein gewisses Potenzial an Selbstbewusstsein mitnehmen, das habe ich mir geholt. Aber ein Selbstläufer wird das nicht. Man muss schauen, dass es am Tag X passt. Dann ist sicher viel drin", betont er.

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