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Olympia 2018 mit deutschem Geschwister-Quartett?

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Olympia  

Familienbande: Goldene Tipps und große Ziele

11.02.2014, 15:31 Uhr | dpa

Olympia 2018 mit deutschem Geschwister-Quartett?. Die Eisschnelllauf-Geschwister Pedro, Jessica, Stephanie und Patrick Beckert (v.

Die Eisschnelllauf-Geschwister Pedro, Jessica, Stephanie und Patrick Beckert (v.l.). Foto: Marc Müller. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Die Eisschnelllauf-Familie Beckert könnte 2018 in Pyeongchang Olympia-Geschichte schreiben. Bei den Winterspielen in Sotschi kurven Stephanie und Patrick schon gemeinsam in der Adler-Arena herum.

In Südkorea wollen 2018 auch Jessica und Pedro im olympischen Eisoval auf Medaillenjagd gehen. Ein Geschwister-Quartett wäre wohl einmalig in einem deutschen Olympia-Team. "Vier Beckert bei Olympia 2018", hieß mehrere Jahre der Slogan auf der Homepage von Stephanie. Vor Sotschi posieren darauf erstmal nur sie und Patrick.

"Natürlich ist das toll, gemeinsam mit der Schwester bei Olympia zu laufen", meinte Patrick Beckert, nachdem Stephanie ihn beim 5000-Meter-Rennen angefeuert hatte. "Auch in Vancouver 2010 war das schon klasse. "Es ist doch selbstverständlich, dass wir uns anfeuern und die Daumen drücken." Die vier Geschwister liefen zumindest bei den deutschen Meisterschaften im Oktober 2013 in Inzell schon einmal gemeinsam in einem Championat. Zum Eisschnelllaufen kamen die Vier durch ihre Mutter Angela, die viele Jahre in Erfurt als Trainerin tätig war.

Vielleicht sind es die Ratschläge und kleinen Kniffe von Vater Norbert gewesen, die Felix Loch zum zweiten Olympia-Gold im Rodeln verhalfen. "Er freut sich halt, wenn er dabei ist", meinte der 24-jährige Sohn des Rodel-Bundestrainers lässig. Dabei war der Vater nach dem Triumph von Sotschi außer Rand und Band. "Da kann man dann schon mal den Papa rauslassen", sagte der 51-Jährige. Die ständigen Fragen nach seiner Doppelrolle mag Loch sr. nicht. "Wir verstehen es, das ganz gut zu trennen", sagte Norbert Loch einmal. "Privat bleibt privat. Daheim reden wir nur über Fußball."

Die Vorzeigefamilie des alpinen Wintersports sind aber die Neureuthers. Jahrelang galt Slalom-Ass Felix lediglich als Sohn von Rosi und Christian Neureuther - inzwischen sind sie "nur" die Eltern von ihm. Einmischen tut sich das Prominenten-Paar nicht in die Ski-Belange ihres Filius', der als Gold-Hoffnung gilt.

"Felix brauchen wir gar nichts sagen, der macht alles richtig", sagte Rosi Neureuther, Doppel-Olympiasiegerin von 1976. "Wir wünschen ihm, dass er gut runterkommt, aber es ist nicht so wichtig, ob er eine Goldmedaille holt oder nicht." Ohnehin hätten sie und ihr Mann den Felix nicht unbedingt in die Skirennsport gedrängt. "Da wollten wir nicht rumwurschtln", versicherte die Gold-Rosi. Wichtiger sei, dass "wir in der Familie keine Probleme haben".

Ohne familiäre Unterstützung musste Maria Höfl-Riesch ihre dritte olympische Goldfahrt antreten. Schwester Susanne qualifizierte sich nicht für die Sotschi-Spiele und schaute ebenso wie ihre Eltern die Super-Kombi nur in der Heimat im Fernsehen an. "Dafür gibt es keine Worte! Ich bin soooo stolz auf meine Schwester", twitterte Susanne Riesch aber kurz nach dem Sieg.

Gedrängt hat auch Vater Stefan Dotzler, einst in der Langlauf-Ära von Jochen Behle aktiv, seinen Sohn Hannes nicht, in der Loipe sein Glück zu finden. Der Frauen-Bundestrainer mischt sich auch nicht in die Olympia-Auftritte seines Sprosses ein. "Wir gehen hier genauso getrennte Wege, wie wir sonst das ganze Jahr auch getrennte Wege gehen", sagte Stefan Dotzler. "Ich halte mich komplett zurück, was sein Training angeht." Stolz ist er dennoch, mit Stefan in Sotschi zu sein: "Es ist definitiv ein Traum für die Familie."

Eine grenzübergreifende Geschichte ist die von den Eistanz-Geschwistern Nelli und Ruslan Zhiganshina. Die 26 Jahre alte gebürtige Moskauerin startet in Sotschi für Deutschland, ihr fünf Jahre jüngerer Bruder für ihr Heimatland. "Ich sehe meine Familie eigentlich nie und freue mich unglaublich, dass ich wenigstens ihn sehen kann!" Seit die Wahl-Oberstdorferin den russischen Pass abgeben musste, kann sie nur mit Visum in ihre Heimat reisen. Zum Ende der Spiele hofft sie, mit der Olympia-Akkreditierung zumindest für einen Tag nach Moskau zur Familie fliegen zu dürfen.

Der Traum vom gemeinsamen Olympia-Start im Snowboardcross platzte für Luca Berg in Andorra, wo sie beim Weltcup mit Platz 23 die Norm verpasste. Dafür hat es ihr Bruder Paul geschafft. "Das ist sehr bitter", sagte die 20-jährige Konstanzerin, nicht ohne zu betonen: "Ich bin stolz auf meinen Bruder."

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