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Olympia 2014 - Biathlon: Deutsche Damen so schwach wie noch nie

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Olympia 2014  

Schwach wie nie: Schock für deutsche Biathletinnen

12.02.2014, 09:03 Uhr | dpa

Olympia 2014 - Biathlon: Deutsche Damen so schwach wie noch nie. Auf Rang 27 war Evi Sachenbacher-Stehle noch die beste deutsche Biatheltin.

Auf Rang 27 war Evi Sachenbacher-Stehle noch die beste deutsche Biatheltin. Foto: Kay Nietfeld. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Cheftrainer Uwe Müssiggang gab sich wortkarg, Damen-Coach Gerald Hönig blickte ratlos - und die einstige Biathlon-Heldin Magdalena Neuner brachte es auf den Punkt. "Tja, was soll man dazu sagen?", befand sie nach dem historischen Olympia-Debakel in Krasnaja Poljana.

Die Plätze 27, 29, 30 und 40 im Verfolgungsrennen versetzte die Verantwortlichen beinahe in Schockstarre. "Ich bin fassungslos, damit habe ich nie gerechnet", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Cheftrainer Uwe Müssiggang stellte nach dem schwächsten Abschneiden eines deutschen Teams fest: "An so eine derbe Klatsche kann ich mich nicht erinnern." Franz Steinle, der Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), war ebenfalls ratlos: "Mit so einer herben Packung hätte ich niemals gerechnet."

Beim ersten Olympiasieg der Weißrussin Darja Domratschwa war die ehemalige Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle mit sechs Schießfehlern als 27. wie schon im Sprint die am weitesten vorn platzierte deutsche Skijägerin. Die mit starkem Reizhusten ins Rennen gegangene Andrea Henkel wurde nach drei Strafrunden lediglich 29. Direkt hinter der achtmaligen Weltmeisterin landete Laura Dahlmeier (1 Fehler) auf Platz 30. Die zweite Olympia-Debütantin, Franziska Preuß, beendete das Zehn-Kilometer-Rennen nach drei Fahrkarten auf dem 40. Rang. Damit gab es erstmals seit der Aufnahme der Verfolgung in das Olympia-Programm 2002 kein deutsches Edelmetall.

"Die anderen waren einfach besser", versuchte die 36-Jährige Henkel zunächst einen Scherz nach der bitteren Packung. Dann suchte sie nach Erklärungen: "Ich bin in diesem Jahr nicht in der Lage zu attackieren. Ich muss sehen, dass ich vom Schießen lebe, aber das hat leider nicht geklappt. Auf diesem relativ leichten Stand darf man nicht so viele Fehler schießen. Warum das so ist, weiß ich auch noch nicht."

Wie die Doppel-Olympiasiegerin von 2002 fand auch die 33-jährige Evi Sachenbacher-Stehle keine Begründung: "Ich habe keine Ahnung was los war", meinte sie und stellte fest. "Bei mir kann es passieren, denn ich bin noch nicht so lange dabei."

In Klaus Siebert durfte sich wenigstens ein deutscher Trainer in Krasnaja Poljana freuen. Er hatte Darja Domratschwa zu ihrem ersten Olympia-Gold geführt. "Darja hat es sich wirklich verdient. Das ist der Lohn für ihre harte Arbeit. Ich freue mich wahnsinnig für sie", stellte er mit Tränen in dden Augen fest

Die mit dem norwegischen Biathlon-König Ole Einar Björndalen befreundete Domratschewa übernahm nach dem zweiten Schießen die Spitze und holte unangefochten Gold vor der Norwegerin Tora Berger und Slowenin Teja Gregorin.

Kurz vor dem Start hatte sich Magdalena Neuner mit Baby-Bauch oben auf der Tribüne im riesigen Stadion eingerichtet, unten machte sich Sprintsiegerin Anastasiya Kuzmina auf die ersten der zehn Kilometer. Die in Russland geborene Slowakin hatte Neuner vor vier Jahren den Sprint-Sieg vor der Nase weggeschnappt. Im Verfolgungsrennen in den Bergen über Vancouver hatte die Rekord-Weltmeisterin den Spieß dann umgedreht.

Gleich nach dem ersten Schießen musste Evi Sachenbacher-Stehle zweimal in die Strafrunde, Andrea Henkel räumte dagegen alle fünf Scheiben ab. Nach der ersten der fünf Runden hatte sie sieben Sekunden auf Kuzmina wettgemacht. Doch nach dem zweiten Liegendanschlag waren die vagen Medaillen-Hoffnungen der Thüringerin mit dem ersten Fehler erledigt. Doch es kam noch schlimmer.

Später standen Magdalena Neuner und Kati Wilhelm vor der ARD-Kamera. Die Bayerin und die Thüringerin hatten bei den Spielen in Vancouver und in Turin jeweils das olympische Verfolgungsrennen gewonnen. Sie versuchten ihre ehemaligen Kolleginnen aufzumuntern. "Da muss man einen großen Haken dran machen und weiter nach vorne schauen", sagte Neuner. Und Wilhelm stellte fest: "Es kann nur aufwärts gehen."

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