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Carina Vogt fliegt bei Olympia 2014 zu Gold: "Kann das nicht glauben"

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Olympia 2014  

Vogt fliegt zu Gold - Tränen des Glücks

12.02.2014, 09:33 Uhr | dpa

Carina Vogt fliegt bei Olympia 2014 zu Gold: "Kann das nicht glauben". Kurz nach der Bekanntgabe ihrer Platzierung kullerten bei der 22-Jährige Freudentränen die Wangen hinunter.

Kurz nach der Bekanntgabe ihrer Platzierung kullerten bei der 22-Jährige Freudentränen die Wangen hinunter. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Nach ihrem Gold-Flug in die olympischen Geschichtsbücher kauerte Carina Vogt eine gefühlte Ewigkeit im Auslauf, dann fiel sie beim Anblick der historischen 1 weinend in den Schnee und wurde von ihren Teamkolleginnen vor Freude schier erdrückt.

Bei der Olympia-Premiere des Damen-Skispringens krönte sich die 22-Jährige zur ersten Olympiasiegerin und sorgte mit ihrem zugleich ersten Karriere-Erfolg für das vierte Gold der deutschen Mannschaft bei den Winterspielen in Sotschi.

"Ich kann noch gar nicht fassen, was hier passiert ist. Die Sekunden, bis das Ergebnis an der Anzeigetafel aufleuchtete, waren schrecklich. Ich kann das gar nicht glauben", beschrieb Vogt unter Freudentränen ihre Gefühle. "Zum Glück waren meine Teamkolleginnen gleich da und haben den Moment mit mir genossen."

Auf die Gratulationen im Deutschen Haus verzichtete Vogt angesichts der späten Stunde. Weit nach Mitternacht musste sie noch die Dopingprobe absolvieren. Auch Glückwünsche aus der Heimat hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht entgegengenommen. "Mein Handy ist immer noch in meiner Tasche oben im Anlaufturm. Ich habe es noch nicht geschafft, einen Blick darauf zu werfen", sagte Vogt. Einen besonderen Dank schickte sie an die Mama: "Ohne sie hätte ich das nicht geschafft. Sie hat mir ermöglicht, den Sport auszuüben."

Auch Bundestrainer Andreas Bauer war aus dem Häuschen. "Wir hatten mit Rang zwei oder drei geliebäugelt. Aber Olympia und der Sport schreiben immer wieder neue Geschichten", jubelte Bauer über den unerwarteten Triumph und dankte seinem gesamten Trainerteam: "Was sich in den vergangenen drei Jahren aufgebaut hat, ist einmalig.".

Am Morgen war Vogt mit Halsschmerzen aufgestanden. "Ich dachte nur: Jetzt geht es bei ihr auch los", berichtete Bauer. "Aber die Ärzte haben tolle Arbeit geleistet." Mit 103 und 97,5 Metern verwies die Bundespolizistin aus Degenfeld in einem dramatischen Finale die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz um 1,2 Punkte auf Rang zwei. Dritte wurde die Französin Coline Mattel vor Top-Favoritin Sara Takanashi aus Japan, die in diesem Winter zehn von 13 Weltcups gewonnen hatte.

"Es ist wichtig, dass man nicht versucht, etwas anders zu machen. Wenn ich meine Leistung abrufe, werde ich auch vorne dabei sein", hatte Vogt vor dem Wettkampf erklärt. An diese Maxime hielt sie sich. Unaufgeregt und unbeeindruckt stürzte sie sich zu Tal.

Schon als Vierjährige hatte Vogt den Weitenjägern im Fernsehen begeistert zugeschaut. Mit sechs Jahren sprang sie erstmals von einem Bakken und blieb ihrer großen Leidenschaft treu. Im Vorjahr deutete sie mit dem ersten Weltcup-Podestplatz ihr Potenzial an und feierte mit WM-Bronze im Mixed ihren bis dato größten Erfolg.

Seither ging es noch einmal nach vorn. "Sie ist reifer geworden und psychisch stabiler. Vorige Saison war es für sie noch etwas Besonderes, um die Podestplätze mitzuspringen. In diesem Jahr ist sie da relativ cool und hat an Selbstvertrauen zugelegt. Sprungtechnisch hat sie sich auch verbessert", beschrieb Bauer die Stärken seiner Musterschülerin.

Für Ulrike Gräßler, die drei Tage vor dem Wettbewerb noch mit Fieber im Bett gelegen hatte, war Vogts Medaille ein kleiner Trost. "52 Wochen im Jahr bin ich gesund und in der einen, wo es darauf ankommt, nicht. Das ist ein unbeschreiblich bitterer Moment", haderte die Vizeweltmeisterin von 2009 über ihren 22. Platz.

Olympia-Küken Gianina Ernst, mit 15 Jahren die jüngste Sotschi-Teilnehmerin, hatte sogar erst am Dienstagmorgen grünes Licht für ihren Start erhalten. Von einer Erkältung geschwächt belegte die Schülerin den 28. Rang. "Gestern ging es mir noch sehr schlecht. Ich bin glücklich, dass ich überhaupt springen konnte", sagte Ernst nach Sprüngen auf 90,5 und 87,5 Meter.

"Sie ist unser größtes Talent und wird von diesem Erlebnis profitieren. Sie war zum Lernen hier", erklärte Bauer. Und Ernst bilanzierte: "Ich fand Olympia toll, auch wenn ich zwei Tage krank war." Katharina Althaus beendete die Olympia-Premiere, die von der lange verletzten und letztlich chancenlosen Weltmeisterin Sarah Hendrickson aus den USA eröffnet worden war, als 23.

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