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Eklat nach Doppelsieg: Hüfner stänkert gegen Bob- und Schlittenverband

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Eklat nach Doppelsieg  

Hüfner stänkert gegen Bob- und Schlittenverband

12.02.2014, 00:57 Uhr | sid, dpa

Eklat nach Doppelsieg: Hüfner stänkert gegen Bob- und Schlittenverband. Jubel bei Natalie Geisenberger (re.), verhaltene Freude bei Tatjana Hüfner (li.). (Quelle: dpa)

Jubel bei Natalie Geisenberger (re.), verhaltene Freude bei Tatjana Hüfner (li.). (Quelle: dpa)

Der Doppelsieg der deutschen Rodlerinnen war noch nicht einmal eineinhalb Stunden alt, da sorgte Silbermedaillengewinnerin Tatjana Hüfner für einen Eklat. Die 30-Jährige beklagte sich in der Pressekonferenz über die ihrer Meinung nach verbandsinterne Ungleichbehandlung im Vergleich zur frisch gekürten Olympiasiegerin Natalie Geisenberger.

"Es gab viele Diskussionen im Verband, mir wurde vieles schwer gemacht und mir wurden viele Steine in den Weg gelegt. Ich habe den Eindruck, dass eine Natalie Geisenberger deutlich mehr Unterstützung bekommt", klagte Hüfner. Sie habe über zwei Jahre "viel schlucken müssen", auch deshalb sei noch nicht sicher, ob sie ihre Karriere fortsetzen wolle.

Lange war Hüfner die besser Fahrerin gewesen. 2010 gewann sie bei den Spielen in Vancouver, viermal war sie Weltmeisterin, zuletzt 2012. In der vergangenen Saison erfolgte dann die Wachablösung: Erstmals holte Geisenberger den Gesamt-Weltcup und den WM-Sieg. In diesem Winter dominierte sie dann das Geschehen.

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Trennung von Hüfners Trainer

Im vergangenen Jahr musste dann Hüfners Trainer André Florschütz nach Unstimmigkeiten mit dem in Berchtesgaden ansässigen Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) gehen. Er hatte als Stützpunkttrainer in Oberhof Hüfner betreut, während sich Geisenberger am Stützpunkt Königssee vorbereitete. Hüfner war über die Ablösung ihres Trainers alles andere als begeistert gewesen.

BSD-Sportdirekor Thomas Schwab wies die Vorwürfe nach der Pressekonferenz in Sotschi zunächst zurück: "Wir als Verband haben uns nichts vorzuwerfen. Wir haben alle Probleme im Vorfeld im großen Kreis besprochen." Von Florschütz habe man sich "im beiderseitigen Einvernehmen" getrennt.

Schwab will keine schmutzige Wäsche waschen

Ein paar Stunden später klang die ganze Sache dann ein wenig anders. Da zeigte Schwab zwar Verständnis dafür, dass Hüfner enttäuscht über die kurzfristige Ablösung ihres Oberhofer Stützpunkt-Trainers gewesen sei. "Dass das nicht günstig war, da kann man nicht widersprechen", sagte der langjährige Rodel-Bundestrainer. Allerdings seien danach sofort zwei Trainer in Oberhof positioniert worden.

Zu den Gründen, die zur Aufhebung des Vertrages mit dem früheren Weltklasse-Doppelsitzer Florschütz geführt hatten, wollte sich Schwab nicht äußern. "Das mag ich nicht breittreten. Es waren halt ein paar Dinge da."

Möller: Rahmenbedingungen in Oberhof vor Olympia "sehr ungünstig"

Unterstützung erhielt Hüfner vom zweimaligen Weltmeister David Möller. "Fakt ist, das Trainer-Karussell hat sich am Stützpunkt Oberhof regelmäßig gedreht", sagte der Rodel-Routinier.

Im Vorfeld auf Olympia seien die Rahmenbedingungen für die Psyche der Sportler "sehr ungünstig" gewesen. "Und wenn man dann beim Höhepunkt Olympia keinen Ansprechpartner hat, dem man vertraut, dann ist das schwierig."

Die Rivalin hat anderes im Sinn

Geisenberger hatte unmittelbar nach den harten Vorwürfen den Pressekonferenzraum im Sanki Sliding Center betreten und reagierte kühl auf die Vorwürfe ihrer Rivalin, zu der sie kein besonders gutes Verhältnis hat. "Ich habe jetzt andere Dinge zu tun, als mich zu ärgern", sagte die 26-Jährige .

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Zuvor hatte sie sich im Eiskanal souverän ihre erste olympische Goldmedaille gesichert. Titelverteidigerin Hüfner war mit einem Rückstand von 1,139 Sekunden Rückstand wie auch die gesamte Konkurrenz vollkommen chancenlos.

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