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Maria Höfl-Riesch verpasst Medaille bei Olympia 2014 - Gisin und Maze siegen

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Olympia 2014  

Höfl-Riesch verpasst Medaille - Gisin und Maze siegen

12.02.2014, 15:11 Uhr | dpa

Maria Höfl-Riesch verpasst Medaille bei Olympia 2014 - Gisin und Maze siegen. Maria Höfl-Riesch ließ nach dem Rennen den Kopf hängen.

Maria Höfl-Riesch ließ nach dem Rennen den Kopf hängen. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Diese Olympia-Premiere erlebte Maria Höfl-Riesch nicht mehr im Zielraum mit.

Als sich die Kombinations-Olympiasiegerin nach einer enttäuschenden Abfahrtsvorstellung verabschiedet hatte, stiegen die zeitgleichen Tina Maze und Dominique Gisin in der Mittagssonne von Krasnaja Poljana Hand in Hand auf das Podest. Gold für Slowenien, Gold für die Schweiz - einen geteilten Olympiasieg gab es in der 78-jährigen Geschichte der Alpinen bei Winterspielen noch nie.

"Doppel-Gold ist natürlich unglaublich", staunte auch Skirennfahrerin Höfl-Riesch. Besonders kurios: Sowohl Maze als auch Gisin waren schon bei ihren ersten Weltcup-Siegen nicht die alleinigen Gewinnerinnen. Bronze in der olympischen Abfahrt ging an Lara Gut aus der Schweiz, die sich für ihre Tränen nach dem um 0,10 Sekunden verfehlten Gold wenig später entschuldigte.

Dagegen präsentierte sich Höfl-Riesch zwei Tage nach ihrem goldenen Start in die Spiele gleich sehr gefasst. "Das ist natürlich eine Enttäuschung", erklärte die 29-Jährige und rang sich ein gezwungenes Lachen ab. "Mein großes Ziel war es, eine Medaille in der Abfahrt zu machen. Es ist einfach nicht rund gelaufen." Statt Blumen und einer weiteren Plakette gab ein paar tröstende Umarmungen für die dreimalige Olympiasiegerin. Platz 13. In sieben Abfahrten bei Großereignissen war Höfl-Riesch nur bei ihrer WM-Premiere als Newcomerin 2003 in St. Moritz auf Platz 17 schlechter.

"Ich muss jetzt schauen, dass ich mir die Kräfte gut einteile und mich einfach gut erhole", erklärte die zweimalige Weltmeisterin nach dem anstrengenden Winterspiel-Auftakt und spielte gedankenversunken an ihren Skistöcken herum. Beim Weg aus der Interviewzone kletterte sie über die Abgrenzung und hielt sich das Bein; die Muskeln hatten aber schon nach der Kombinationsabfahrt gezwickt. Bis zum Super-G am Samstag will sich Höfl-Riesch erholen und dort mit Viktoria Rebensburg, in der Abfahrt 15., besser abschneiden.

Optimal lief der Tag dagegen für Gisin und Maze. Gisin legte mit Startnummer acht die Bestzeit hin. Immer wieder hielt sie sich bei Attacken auf ihre Top-Zeit die Hand vor den Mund. Als Maze dann zeitgleich ins Ziel kam, jubelte die Schweizerin. "Ein verrückter Tag und eine lange Wartezeit", erklärte die dreimalige Weltcupsiegerin. Maze, die in der vergangenen Saison nahezu nach Belieben dominiert hatte, sank auf die Knie und küsste den Schnee im Zielraum. Gisin musste sich ein paar Tränchen aus den Augenwinkeln wischen.

Nach einer Verletzung vor zwei Jahren war die überraschende Gewinnerin aus der Schweiz nicht mehr an die alte Form herangekommen. Erst durch die Qualifikation für die Olympia-Abfahrt sei sie "aus der Komfortzone" gekommen, wie sie es selbst nannte. "Jetzt fühle ich mich wieder wie eine Athletin. Das ist für mich eigentlich der schönste Sieg heute", betonte die 28-Jährige, die in ihrer Laufbahn siebenmal auf dem Weltcup-Podest stand. Den ersten Sieg feierte sie vor fünf Jahren. Zeitgleich war sie damals mit der Schwedin Anja Pärson.

Zusammen mit Nicole Hosp (Österreich) und Andrine Flemmen (Norwegen) wurde es auch für Maze im Oktober 2002 recht eng auf der obersten Stufe des Stockerls. Da war es am Fuße der Olympia-Abfahrt am Mittwoch fast noch geräumig auf der Podeststufe. "Ich denke, dass war der perfekte Tag für mich", frohlockte Maze, die Schultern mit der slowenischen Fahne bedeckt. "Ich kam zu Olympia, um Gold zu gewinnen und heute habe ich mein Ziel erreicht", stellte die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison stolz fest.

Bei der Dauergewinnerin des Vorjahres sorgte auch ein Trainerwechsel im Olympia-Winter für den Erfolg. Mauro Pini, einst Privattrainer von Lara Gut, steht seit ein paar Wochen in Mazes Diensten. Nun durfte der Schweizer zusammen mit der Skirennfahrerin das Kuriosum bejubeln. "Ich habe mich vorher schon gefragt, wie die das bei der Siegerehrung machen werden", sagte Rebensburg und scherzte. "Ob die dann zwei Hymnen spielen oder das zusammenmixen. Es wird auf alle Fälle interessant."

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