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Olympia 2014: Monique Angermüller startet trotz mysteriöser Krankheit

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Olympia 2014  

Räucherlachs tabu: Angermüller lächelt Krankheit weg

12.02.2014, 11:55 Uhr | dpa

Olympia 2014: Monique Angermüller startet trotz mysteriöser Krankheit. Trotz Krankheit ist Monique Angermüller über 1000 Meter in Sotschi am Start.

Trotz Krankheit ist Monique Angermüller über 1000 Meter in Sotschi am Start. Foto: Hannibal Hanschke. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass Monique Angermüller am Donnerstag über 1000 Meter in Sotschi an den Olympia-Start geht. Eine mysteriöse Krankheit plagt die Eisschnellläuferin seit zwei Jahren, doch inzwischen kann sie professionell damit umgehen.

Ob in der Eishalle, im olympischen Dorf oder im Olympiapark - Angermüller lächelt. Immer. Nie sieht man die 30-jährige Berlinerin eine Schmoll-Lippe ziehen. "So bin ich eben. Der Tag, an dem ich mich eingrabe, würde mich auf keinen Fall schneller machen", gibt die hübsche Blondine als Lebens-Maxime aus.

Am Donnerstag steht die Eisschnellläuferin in Sotschi über 1000 Meter am Olympia-Start. Und niemand sieht ihr an, dass sie vor knapp zwei Jahren noch die Schlittschuhe an den Nagel hängen wollte. Eine mysteriöse Krankheit schien das Aus aller leistungssportlichen Träume zu setzen.

Weihnachten 2011 gab es erste Anzeichen, sie fühlte sich schlapp und hundeelend. "Die folgenden Monate waren die schlimmste Zeit meines Lebens. Mein Gesicht schwoll an, ich wusste nicht, wo ich zuerst kratzen sollte", erinnerte sie sich. Sie pendelte von einem Spezialisten zum anderen, keiner konnte helfen. Mit einigem Abstand gab sie preis: "Mit wurden verschiedene Medikamente in den Bauch gespritzt. Ich fühlte mich damals wie ein Versuchskaninchen."

Erst nach einem halben Jahr kam sie durch den Tipp ihres früheren Trainers Uwe Hüttenrauch zu einem Immunologen aus Berlin, der die Lösung der Probleme kannte: "Du hast eine Histamin-Intoleranz", lautete seine Diagnose. Von da an bekämpfte sie die seltene Art des Nesselfiebers mit einer kompletten Umstellung ihrer Essgewohnheiten. "Ich muss nun alles meiden, was lange reift. Käse, Salami, Schinken. Und es besteht immer das Risiko, dass etwas Verdorbenes in den Gerichten drin ist", berichtete sie in Sotschi.

Im Restaurant des olympischen Dorfes von Sotschi machte sie wieder ein ganz neue Erfahrung. "Ich probierte Räucherlachs. Und die Folge war: Mein gesamter Oberkörper bekam bis zum Nabel Ausschlag. Nach ein paar Tabletten war es wieder okay. Aber ich weiß jetzt: Auch Räucherlachs ist nichts für mich." Auch auf Weißbier muss sie verzichten.

So langsam fand sie nach diesen Diagnosen wieder Tritt auf dem Eis, doch nach einigen Monaten war das linke Knie kaputt und sorgte für den nächsten Rückschlag. "Damit muss ich nun umgehen. Am Start fehlt mir nun etwas Spritzigkeit. Deshalb sind die 1000 Meter seit diesem Winter nicht mehr meine Spezialstrecke. Über 1500 Meter schätze ich meine Chancen größer ein", urteilte sie.

Vor vier Jahren war sie sogar mit einem gebrochenen Arm in Vancouver am Start. "Die olympische Euphorie lässt alle Wehwehchen vergessen. Das blendet man aus", weiß sie seit diesen Spielen, auch wenn sie mit den Plätzen 13 (1500 m) und 22 (1000 m) überhaupt nicht glücklich war. In Vancouver habe sie als Debütantin überzogen. "Heute weiß ich: es klappt nichts, wenn man zu viel will."

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