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Staatsauftrag für Stars bei Olympia 2014: "Außer Gold zählt nichts"

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Olympia 2014  

Staatsauftrag für Stars: "Außer Gold zählt nichts"

12.02.2014, 15:06 Uhr | dpa

Staatsauftrag für Stars bei Olympia 2014: "Außer Gold zählt nichts". Wladimir Putin erwartet von der "Sbornaja" die Goldmedaille.

Wladimir Putin erwartet von der "Sbornaja" die Goldmedaille. Foto: Mikhail Klimentiev. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Der Staatsauftrag für Olympia 2014 kam von ganz oben. Nichts anderes als Gold erwartet Kremlchef Wladimir Putin von den russischen Eishockey-Cracks, keine Medaille ist wichtiger beim Megaspektakel am Schwarzen Meer.

"Tja, dann kostet Gold eben 50 Milliarden Dollar", scherzte Superstürmer Alexander Owetschkin jüngst, angesprochen auf die Bedeutung eines Erfolgs der "Sbornaja" auf heimischem Eis. Das gesamte Sotschi-Budget nur für diesen einen Finalsieg - die Rechnung ließe sich dem Riesenreich verkaufen. "Außer Gold zählt nichts", betont Wjatscheslaw Fetissow. Dem Ex-Profi und Mitorganisator dieser Winterspiele war nicht nach Späßen zumute.

Seit langen 22 Jahren warten die Russen auf den nächsten Sieg bei Olympia. Politiker und Funktionäre bemühen sich noch nicht einmal, von der Auswahl von Nationalcoach Sinetula Biljaletdinow den Druck zu nehmen. Jeden einzelnen der 25 Spieler platzierte der Verband kurz vor Turnierstart auf dem Podium einer Pressekonferenz im größten Saal des Medienzentrums. "Das ganze Team muss Gold holen, deswegen sitzen jetzt alle hier", sagte Wladislaw Tretjak.

Der Verbandsboss und Ex-Weltstar durfte bei der Eröffnungsfeier die olympische Flamme entzünden - abgeholt worden war die Fackel vor ihrem Rekordlauf in Olympia von einem anderen Eishockey-Star, nämlich Owetschkin ("Der beste Tag meines Lebens"). Für die Russen schloss sich ein Kreis, wie Kommentatoren bereits festgestellt haben.

Die Krönung ist aber erst für den 23. Februar geplant, dem Tag des Eishockey-Finals, vor 12 000 Fans im "Bolschoi"-Dom von Sotschi. "Bolschoi" bedeutet "groß". Die Glitzer-Arena hat Putin selbst getestet: Anfang Januar stand der Hobbysportler in einem Spiel mit Altstars wie Fetissow und Alexander Jakuschew auf dem Eis.

"Natürlich verstärkt das den Druck, aber gerade das kann uns weiter nach vorne bringen", sagt Alexej Kassatonow, Generalmanager der russischen Mannschaft, zu den Erwartungen an die Puckjäger aus der NHL und der KHL. "Eishockey ist Nationalsport Nummer eins in Russland. Alle sehnen sich nach dem Olympiasieg. Niemand erinnert sich an den Sieger im Biathlon oder Bob." Das Eishockey-Turnier degradiert die restlichen 97 Wettbewerbe zum Rahmenprogramm.

Jetzt müssen Owetschkin und Co. nur noch das fest eingeplante Gold abholen. Auftaktgegner Slowenien dürfte am Donnerstag die kleinste Hürde darstellen. Der Kracher gegen die Amerikaner am Samstag (13.30 Uhr), für die Russen vor allem Erinnerung an das "Miracle on Ice" mit der peinlichen Schlappe gegen die US-College-Boys von 1980 oder Revanche für die historisch schmerzhafte 3:8-Niederlage vor knapp einem Jahr bei der WM in Finnland, ist der erste Gradmesser. "Wir werden jedes Spiel wie ein Finale angehen", kündigte Verbandschef Tretjak an.

16 Profis aus der NHL sollen es richten, angeführt von Owetschkin, dem derzeit besten Torjäger in Nordamerika, und seinem nicht minder gefährlichen Sturmpartner Jewgeni Malkin; die beiden schossen Russland 2012 zu WM-Gold. Kapitän Pawel Dazjuk bereitete am Tag der Ankunft in Sotschi Sorgen, musste das Training auslassen. Er ist schon seit längerem angeschlagenen - ein Verzicht auf die Spiele komme aber nicht in Frage. Was sind schon kleinere Wehwehchen, wenn es doch um die wichtigste Goldmedaille von Sotschi geht?

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