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Sportpolitik  

Bundestags-Sportausschuss auch künftig nicht öffentlich

12.02.2014, 17:14 Uhr | dpa

Bundestags-Sportausschuss auch künftig nicht öffentlich. Der neue Bundesinnenminister ist in seinem Ressort auch für den Sport zuständig.

Der neue Bundesinnenminister ist in seinem Ressort auch für den Sport zuständig. Foto: Stanislaw Rozpedzik. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Öffentlichkeit bleibt auch künftig bei Sportausschuss-Sitzungen des Deutschen Bundestages ausgesperrt. Kurzfristig kann allerdings eine öffentlich zugängliche Sitzung anberaumt werden, beschloss der Ausschuss in Berlin.

Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD stimmte für die bestehende Regelung, die Oppositionsparteien der Linken und Grünen lehnten den grundsätzlichen Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Linke-Politikerin Katrin Kunert bemerkte, es sei peinlich, wenn Journalisten vermuten würden: Die Sitzungen sollen deshalb nicht öffentlich sein, um zu verbergen, "dass gelangweilte Abgeordnete Karten spielen".

Im Paul-Löbe-Haus meldete sich auch der neue Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit einigen Anmerkungen zu Beginn der Legislatur-Periode zu Wort. Der auch für den Sport zuständige Minister kündigte an, am Freitag für drei Tage zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi zu reisen. In diesem Zusammenhang bemerkte er, dass die Winterspiele bei allen politischen Nebengeräuschen "immer noch ein Fest für Sportler" sind. De Maizière beklagte, dass die Kritik an Sotschi und dem Gastgeberland Russland erst jetzt und nicht bereits "während der Bewerbungsphase" geäußert wurde: Wenn es um Handelsbeziehungen mit Russland ginge, würde "nie über Menschenrechte gesprochen. Warum wird dieses Thema nur bei Olympia angesprochen"?

De Maizière äußerte zudem Unverständnis, warum in der Bevölkerung bei Bewerbungen für Fußballturniere wie WM und EM große Begeisterung herrsche und für Olympia nicht. Der Innenminister kündigte an, die Gründe der gescheiterten Münchner Olympiabewerbungen für die Jahre 2018 und 2022 genau zu untersuchen. "Jetzt sich einfach nicht mehr zu bewerben, finde ich falsch", meinte er.

Der frühere Verteidigungsminister ließ auch durchblicken, dass die Spitzensportförderung für ihn ein wichtiges Thema sei. "In Hinblick auf Medaillen wollen wir zusammen mit dem DOSB die Förderung schlagkräftiger gestalten", versprach de Maizière, der sich dafür anderthalb bis zwei Jahre lang Zeit lassen will. Welche Veränderungen er vornehmen möchte, teilte er nicht mit.

Konkreter wurde de Maizière bei einem anderen Thema: Der Minister schlug vor, in Zukunft Olympia und Paralympics zusammenzulegen. "Warum können wir nicht wenigstens einige Sportarten inklusiv zu Olympia laufen lassen?"

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