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Olympia 2014 - Eiskunstlauf: Savchenko/Szolkowy holen Bronze

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Russen dominieren  

Nach Patzer bleibt Savchenko/Szolkowy nur Bronze

13.02.2014, 08:34 Uhr | sid, dpa

Olympia 2014 - Eiskunstlauf: Savchenko/Szolkowy holen Bronze. Verhängnisvoller Patzer: Für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy reicht es nur zu Bronze. (Quelle: dpa)

Verhängnisvoller Patzer: Für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy reicht es nur zu Bronze. (Quelle: dpa)

Nur Bronze am Ende einer goldenen Karriere: Auch im dritten Anlauf ist Aljona Savchenko und Robin Szolkowy der ersehnte Olympiasieg nicht gelungen. Mit 215,78 Punkten reichte es für die viermaligen Weltmeister bei der Paarlauf-Entscheidung von Sotschi am Ende nur zum dritten Platz.

Vor vier Jahren in Vancouver hatten die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer ebenfalls die Bronzemedaille gewonnen.

Russland mit Doppelsieg

Förmlich getragen von 12.000 jubelnden Fans im Iceberg Skating Palace von Sotschi feierte Russland einen Doppelsieg: Die aktuellen Weltmeister Tatjana Wolososchar holten die Goldmedaillen (236,86). Ihre Landsleute Ksenia Stolbowa und Fedor Klimow (218,68) wurden Zweite.

Party im Deutschen Haus 
Geisenberger und Co. bejubeln ihre Medaillen

Auch Frenzel, Hüfner und Vogt werden frenetisch gefeiert. Video

"Fühlen wir uns wie die extremsten Verlierer"

Die ohnehin nur noch leisen Hoffnungen der deutschen Fans zerstoben bereits nach knapp einer Minute, als Szolkowy beim dreifachen Toe-Loop stürzte. Zwar gefiel den russischen Zuschauern die Nussknacker-Suite sichtlich, doch eine Siegchance hatten die beiden Chemnitzer nach diesem Patzer nicht mehr. Vergeblich schwangen die deutschen Teamkollegen die mittlerweile wohlbekannte Allgäuer Kuhglocke. Kurz bevor der letzte Ton des Tschaikowsky-Klassikers verklungen war, versuchten sich die achtmaligen Weltmeister noch am dreifachen Wurf-Axel, bei dem Savchenko stürzte.

"Für uns hieß es volles Risiko gehen, aber es hat nicht sollen sein", meinte Szolkowy unmittelbar nach dem Lauf. "Auch wenn wir Bronze haben, fühlen wir uns wie die extremsten Verlierer." Trainer Ingo Steuer zeigte sich als fairer Verlierer. "Die Russen waren klasse, haben Nerven bewiesen, das macht Olympiasieger aus", sagte er. "Für uns ist es bitter, aber so ist der Sport. Wir haben immerhin die zweite Medaille gewonnen, wir haben alles riskiert."

Fast fehlerfreies Programm der Europameister

Zuvor hatten die schon nach dem Kurzprogramm führenden Moskauer dem ungeheuren Erwartungsdruck ihrer Landsleute standgehalten. Zu "Jesus Christ Superstar" lieferten die Europameister ein nahezu fehlerfreies Programm ab. Nur beim dreifachen Wurf-Salchow kam Wolososchar leicht ins Straucheln. Beide brachen am Ende der vom Jubel umtosten Kür in Tränen aus und schlugen die Hände vors Gesicht. Das Publikum erhob sich, darunter auch die russischen Paarlauf-Legenden Ludmilla und Oleg Protopopow auf der Ehrentribüne.

Pech für Maylin und Daniel Wende

Keinen guten Tag erwischten Maylin und Daniel Wende. Nach einer mit vielen Patzern durchsetzten Kür hielten die deutschen Vize-Meister nicht einmal den ohnehin schon unbefriedigenden zwölften Platz nach dem Kurzprogramm und fanden sich am Ende mit 166,25 Zählern auf Rang 13 wieder. Beim doppelten Toe-Loop fand die 25-Jährige nicht den richtigen Absprung, den dreifachen Wurf-Flip landete sie auf zwei Füßen. Ihr Ehemann stürzte beim Doppel-Axel und war anschließend ziemlich enttäuscht. "Wir haben zu viele Fehler gemacht, die auch hart bestraft wurden. Wenn man die gesamte Saison betrachtet, haben wir uns aber sicherlich verbessert", sagte der Zeitsoldat.

Das frisch verheiratete Paar will seine Karriere auch in der nach-olympischen Saison fortsetzen. Auf das Fehlen von Heimtrainer Karel Fajfr wollten die beiden ihre durchwachsene Vorstellung aber nicht schieben. Dem Tschechen war wegen einer 19 Jahre zurückliegenden Verurteilung wegen sexueller Belästigung die Olympia-Akkreditierung verweigert worden. Die olympischen Eiskunstlauf-Wettbewerbe werden am Donnerstag mit dem Kurzprogramm der Herren fortgesetzt. Einziger deutscher Starter ist der EM-Sechste Peter Liebers aus Berlin.

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