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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy verpassen auch bei Olympia 2014 Gold

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Olympia 2014  

Dicke Patzer: Wieder kein Gold für Savchenko/Szolkowy

13.02.2014, 09:22 Uhr | dpa

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy verpassen auch bei Olympia 2014 Gold. Aljona Savchenko und Robin Szolkowy konnten in Sotschi ihre Leistung nicht aufs Eis bringen.

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy konnten in Sotschi ihre Leistung nicht aufs Eis bringen. Foto: How Hwee Young. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Nach 50 Sekunden war alles vorbei - wieder kein Olympia-Gold für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy!

Mit zwei Stürzen in ihrer "Nussknacker"-Ballettkür beendeten die Chemnitzer Paarläufer in Sotschi ihre olympische Karriere, die sie auch beim dritten Anlauf nicht mit Gold krönen konnten. Völlig fassungslos starrten sich die beiden nach dem verpatzten Programm an. Als sie zur Blumenzeremonie auf das Podest mussten, weinte Savchenko minutenlang.

"Für uns hieß es volles Risiko gehen, aber es hat nicht sollen sein", meinte Szolkowy unmittelbar nach dem Lauf im ZDF. "Auch wenn wir Bronze haben, fühlen wir uns wie die extremsten Verlierer." Trainer Ingo Steuer zeigte sich als fairer Verlierer. "Die Russen waren klasse, haben Nerven bewiesen, das macht Olympiasieger aus", sagte er. "Für uns ist es bitter, aber so ist der Sport. Wir haben immerhin die Zweite Medaille gewonnen, wir haben alles riskiert."

Die neuen russischen Olympiasieger Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow behielten nach der deutlichen Führung aus dem Kurzprogramm in der Kür die Nerven und feierten mit 236,86 Punkten den umjubelten Heimsieg. Durch Stürze von Szolkowy beim dreifachen Toeloop nach nicht einmal einer Minute und von Savchenko beim dreifachen Wurfaxel zum Abschluss verspielten die beiden Deutschen mit 215,78 Punkten sogar noch Silber. Das ging an das zweite russische Paar Xenia Stolbowa und Fedor Klimow (218,68 Punkte).

12 000 brüllende Zuschauer verwandelten den ausverkauften "Eisberg"-Palast in eine regelrechte Festung der Gastgeber. "Wir wussten, was auf uns zukommt in der Höhle des Löwen", sagte Trainer Ingo Steuer, der sich nach den Stürzen seiner Schützlinge noch während des Programms frustriert von der Bande abwandte.

Die viermaligen Weltmeister aus Sachsen mussten als letztes Paar aufs Eis. Savchenko hatte sich über das Los gefreut und auf die Chance zum Sieg gehofft - doch dann patzten ihr Partner gleich zu Beginn und sie zum Abschluss.

Nach Platz sechs bei den Spielen 2006 in Turin und Bronze vor vier Jahren in Vancouver werden die beiden ihre gemeinsame Karriere nun ohne olympisches Gold beenden.

Als die Welt- und Europameister aus Moskau eine solide Vorstellung zu "Jesus Christ Superstar" aus dem Musical von Andrew Lloyd Webber hinlegten, konnten die Deutschen nicht mehr taktieren. Die 30 Jahre alte gebürtige Ukrainerin wagte ganz zum Schluss der Kür sogar noch den Punktelieferanten Dreifach-Wurfaxel. Doch das missglückte Risiko-Element, das zurzeit kein anderes Paar auf der Welt zeigt, kostete sogar die Silbermedaille.

Seit dem Grand Prix in Moskau Ende November und dem schlimmen Sturz beim Axel hatten Savchenko/Szolkowy den waghalsigen Sprung kaum noch trainiert. "Wir haben ihn noch als Waffe", hatte Steuer immer wieder betont. Doch ohne Patzer der brillanten Russen half das alles nichts. Sie hatten so sehr gehofft, dass ihre langjährigen Konkurrenten wie beim Grand-Prix-Finale im Dezember an ihren Nerven scheitern würden. Damals erlaubten sie sich zwei eklatante Fehler - am Mittwochabend blieben Wolossoschar und Trankow cool. Savchenko/Szolkowy sind an der russischen Übermacht gescheitert.

Die Paarlauf-Lieblinge der Gastgeber erfüllten dagegen den Auftrag voll und ganz. "Es war unser Traum, die Goldmedaille zurückzuholen", sagte Trankow. Von 1964 bis 2006 stellten die Sowjetunion und Russland die Paarlauf-Besten. Die Serie endete in Vancouver, als die Chinesen Shen Xue/Zhao Hongbo gewannen und kein russisches Paar auf dem Podium stand.

Die Wahl-Oberstdorfer Maylin und Daniel Wende erreichten indes Rang 13. Auch ohne ihren nicht nominierten Coach Karel Fajfr schlugen sich die EM-Sechsten achtbar, wurden aber nach einigen Patzern mit nur 166,25 Punkten bestraft. Sowohl der 29-Jährige als auch seine Ehefrau machten Fehler bei Sprüngen.

"Bei mir lag es an der Startnummer, ich habe warten müssen und zu viel nachgedacht", sagte die vier Jahre jüngere Partnerin. "Wir haben uns nicht abgesprochen, Maylin patzte beim Toeloop, ich beim Axel, das wird doppel bestraft", klagte der Sportsoldat. Als die beiden auf ihre Wertung warteten, hielten sie ein Kissen mit dem Bild von Fajfr in die Kameras, auf dem Stand: "Trainer, wir vermissen dich hier." Der Coach hatte vom DOSB keinen Platz im Team zugeteilt bekommen.

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