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US-Sportler dominieren Ski-Slopestyle bei Olympia 2014

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Olympia 2014  

US-Sportler dominieren Ski-Slopestyle

13.02.2014, 15:39 Uhr | dpa

US-Sportler dominieren Ski-Slopestyle bei Olympia 2014. Joss Christensen war im Ski-Slopestyle nicht zu schlagen.

Joss Christensen war im Ski-Slopestyle nicht zu schlagen. Foto: Jens Büttner. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Ski-Freestyler Benedikt Mayr beobachtete den Slopestylesieg von Joss Christensen bei Olympia 2014 vom Balkon des Familienzelts. Obwohl der 24-Jährige das hochklassige Finale bei der Premiere verpasste, war er bei Sonne und frühlingshaften Temperaturen bester Laune.

"Das Podium ist großartig. Ich habe es keinem mehr gewünscht, als dem Joss", sagte Mayr. Silber und Bronze gingen an Gus Kenworthy und Nick Goepper, zwei weitere Amerikaner. "Da wird der Sport schon viel länger praktiziert, die X-Games laufen zur Primetime im Fernsehen. Das ist ein Riesensport da drüben - und die haben halt auch dementsprechend die Trainingsmöglichkeiten."

Ganz anders ist die Situation für Mayr, den alle nur "Bene" rufen: "Der Sport ist in Deutschland und generell Europa noch sehr, sehr jung. Deshalb haben wir noch gar nicht diese Trainingsstätten, die es in Nordamerika oder auch Skandinavien gibt", berichtete er nach der Qualifikation. Platz 20 reichte nicht für das erste Slopestyle-Finale für Skifahrer bei Olympischen Spielen. Neun der zwölf Athleten kamen aus den USA, Kanada, Norwegen oder Schweden.

Auch Bundestrainer Thomas Hlawitschka weiß, wie schwer es für den Nachwuchs in Deutschland ist. "Wenn jemand den Schritt zum Profisport machen möchte, dann fehlen ihm in Deutschland auf jeden Fall die Trainingsmöglichkeiten", sagte er. "Es gibt sehr viele Anfängerparks", aber "einfach keine Parks, die mit dem hier nur annähernd vergleichbar sind".

Welchen Vorteil eigene, große Fun-Parks mit Rails (Geländern) und Kickern (Sprünge) haben, dokumentiert die Ausbeute der USA im Medaillenspiegel des gesamten Teams. Die ersten vier Goldmedaillen sammelten die Sportler im Rosa Chutor Extreme Park, wo es insgesamt neun Plaketten für die amerikanische Mannschaft gab. Entsprechend frenetisch gefeiert wurden die US-Boys. Ihre Fans machten aus der verhaltenen Stimmung der vergangenen Tage mit Schlachtrufen, vielen Stars-and-Stripes-Fahnen und bunten Mützen eine große Party.

Das Niveau im US-Team ist dabei enorm hoch. Weltmeister Tom Wallisch etwa scheiterte an der nationalen Qualifikation. Auch Olympiasieger Christensen, dessen Vater im August starb, musste lange um seine Teilnahme an den Winterspielen von Sotschi bangen. Erst im letzten Wettkampf vor der Nominierung konnte er sich mit einem hauchdünnen Vorsprung gegen die Konkurrenz im eigenen Land durchsetzen. "Amerika, wir haben's geschafft", jubelte Christensen nun. Durch sein Gold haben die US-Slopestyler nun elf der zwölf großen Wettbewerbe seit der Saison 2009/2010 gewonnen.

"Für ihn freut mich das von ganzem Herzen, dass er das geschafft hat", sagte Mayr. Er kenne das Gefühl der Unsicherheit. Wegen einem Gleichstand auf Ranglistenplatz 30 durfte er sich erst nach einem erfolgreichen Protest beim Skiweltverband sicher sein, an den Winterspielen teilzunehmen - als letzter der 153 deutschen Sportler. "Der Weg hier her, die Qualifikation, war wirklich hart", sagte Hlawitschka. Mayrs Vorstellung habe ihm trotz eines entscheidenden Fehlers im zweiten Lauf und dem frühen Aus sehr gut gefallen. "Es gibt keinen Grund, jetzt traurig zu sein. Das war ein cooler Tag."

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