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Braunschweigs Kumbela verschärft die Krise beim HSV

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Spielbericht  

Kumbela verschärft die Krise beim HSV

15.02.2014, 18:38 Uhr | dpa

Braunschweigs Kumbela verschärft die Krise beim HSV. Artistisch schlägt Hamburgs Lasse Sobiech den Ball aus der Gefahrenzone. (Quelle: dpa)

Artistisch schlägt Hamburgs Lasse Sobiech den Ball aus der Gefahrenzone. (Quelle: dpa)

Die schwarze Serie des HSV geht weiter - und Bert van Marwijk steht vor dem Aus. Der Hamburger SV hat im Kellerduell der Bundesliga mit dem 2:4 (1:0) bei Eintracht Braunschweig die siebte Niederlage in Serie kassiert.

Durch das enttäuschende Ergebnis im "wichtigsten Spiel des Jahres" steht der 61 Jahre alte Trainer des kriselnden HSV noch mehr unter Druck. Während der niederländische Coach wahrscheinlich bald abgelöst wird, darf Torsten Lieberknecht wieder ein bisschen Hoffnung auf den Klassenerhalt schöpfen.

Im ausverkauften Stadion an der Hamburger Straße schoss vor 23.200 Zuschauern der eingewechselte Domi Kumbela (51., 61. und 85.) sowie Jan Hochscheidt (90.+3) die Tore für die Braunschweiger. Für die Hamburger, die einschließlich des 0:5 im Pokal gegen Bayern München bereits ihr achtes Pflichtspiel hintereinander verloren, trafen Pierre-Michel Lasogga (23.) und Ivo Ilicevic (76.).

Hitziges Spiel auf auf und neben dem Platz

Das Duell des Tabellenletzten gegen den Vorletzten hielt, was es versprach: Härte und Hektik prägten das Geschehen, spielerisch hatten beide Teams ganz wenig zu bieten. Gelungene Spielzüge waren die absolute Ausnahme. Auf den Rängen benahmen sich derweil die HSV-Fans daneben und zündeten mehrfach Pyrotechnik und nebelten einen Teil des Stadions ein.

Hitzig war es auch auf dem Rasen, wie etwa die Auseinandersetzung von HSV-Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier und Eintracht-Stürmer Karim Bellarabi nach einer Viertelstunde zeigte. Oder die Szene nach einer knappen halben Stunde, als sich neben mehreren Spielern auch die aufgebrachten Manager Oliver Kreuzer und Marc Arnold an der Seitenlinie anschrien.

Erstes HSV-Tor in diesem Jahr

Nach einer chaotischen Woche mit Trainer-Diskussion und Pokal-Aus wirkten die Hamburger Profis auch gegen das abgeschlagene Schlusslicht verunsichert. Das Niveau des Sports passte zu dem öffentlich ausgetragenen Machtkampf zwischen dem Hamburger Vorstand und dem Aufsichtsrat während der Woche.

Der HSV, der in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel-Tor in vier Partien erzielt hatte, begann - im Gegensatz zu den Braunschweigern - mit einem echten Erstliga-Stürmer, weil Pierre-Michel Lasogga wieder dabei war. Der zuletzt verletzte Stürmer erzielte das erste HSV-Tor 2014: Nach einem Einwurf von Marcell Jansen übertölpelte er den unglücklich aussehenden Eintracht-Keeper Daniel Davari mit einer Kopfball-Bogenlampe nach hinten, die wie eine Verlängerung aussah.

HSV-Ausgleich eher ein Zufallsprodukt

Lasogga traf in der Braunschweiger Defensive überraschenderweise auf Marcel Correia, der für Deniz Dogan in der Startelf stand und neben Ermin Bicakcic ordentlich spielte. Der später abbauende HSV-Stürmer agierte zunächst aggressiv, riss in der ersten Halbzeit einige Löcher in den Braunschweiger Abwehrverbund und setzte sich bei seinem Treffer gegen Benjamin Kessel durch.

Unterstützung bekam er freilich wenig, der später verletzt ausgewechselte Rafael van der Vaart enttäuschte erneut. Der Treffer zum 2:2 des ansonsten schwachen Ilicevic war eher ein Zufallsprodukt, weil die Eintracht-Defensive den Ball nicht aus dem Strafraum bekam, und keine herausgespielte Szene.

Adler patzt

Auf der Gegenseite stand die Abwehr lange sicher, weil die Braunschweiger in der ersten Halbzeit selten in den Strafraum kamen. Der umstrittene van Marwijk versuchte es überraschend mit Lasse Sobiech in der Innenverteidigung, während der talentierte Jonathan Tah und der zuletzt schwache Johan Djourou auf der Bank saßen. Dank der Eintracht-Schwäche ging das einigermaßen gut, ehe zur Pause Kumbela kam und Karim Bellarabi spät aufdrehte.

Der Joker traf zunächst nach einem Patzer von HSV-Keeper Rene Adler und staubte ab. Beim zweiten Treffer nutzte er einen Freistoß von Mirko Boland. Die Chance zur Vorentscheidung vergab Kumbela zunächst, als er nach Bellarabiu-Flanke allein vor dem Tor an Adler scheiterte (67.). Aber kurz vor Schluss war der Eintracht-Angreifer wieder zur Stelle und erzielte seinen dritten Treffer nach Vorlage von Bicakcic.

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