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Olympia  

Erst Frust, dann Sieg: Curler punkten erstmals

14.02.2014, 21:05 Uhr | dpa

Erst Frust, dann Sieg: Curler punkten erstmals. Die deutschen Curler setzten sich mit 8:7 gegen die Schweiz durch.

Die deutschen Curler setzten sich mit 8:7 gegen die Schweiz durch. Foto: Tatyana Zenkovich. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Erst gab Skip John Jahr den Schweizer Gegnern fair die Hand, dann durfte er seine Mitspieler im "Ice Cube" von Sotschi endlich freudestrahlend abklatschen.

Nach einem völlig verpatzten Match am Vormittag haben sich die deutschen Curler bei den Olympischen Spielen doch noch gefangen und den ersten Sieg nach zuvor fünf Pleiten eingefahren. "Jetzt fällt eine richtige Last ab", sagte Felix Schulze im Anschluss an das in letzter Sekunde erzitterte 8:7 gegen die Eidgenossen. "Ist ja gar nicht so schwer."

Rechnerisch ist sogar der Einzug ins Halbfinale weiter möglich, doch davon gehen die Hamburger nicht aus. "Vielleicht gelingt es uns, noch ein oder zwei Spiele zu gewinnen, dann ist alles gut", fand Schulze, der nach dem miserablen 5:8 nur knapp zehn Stunden zuvor die Nerven behielt. Am Ende wurde den Deutschen fast noch das Zeitfenster zum Verhängnis - dann wären sie disqualifiziert worden. "Das letzte End war schon ein bisschen kauderwelsch", meinte ein gelöster Jahr, nachdem er mit in die Luft gestreckten Fäusten jubelnd die Arena verlassen hatte. "Da sieht man plötzlich Gespenster, die an der Wand herumflattern", erzählte er von den letzten Sekunden der Partie.

"Endlich haben wir nicht mehr wie in den Spielen vorher so bekloppte Fehler gemacht", resümierte der Skip. "Jetzt sind wir doch nicht ganz die Blöden." Die Herzen einiger Zuschauer hatten die vier Sportler schon vor dem ersten Stein erobert, als sie bei der offiziellen Vorstellung Plüschherzen in die Kamera hielten. "Für unsere Frauen und Kinder - heute ist doch Valentinstag", sagte Jahr.

An Späße war vormittags nicht zu denken, als die Olympia-Neulinge nach dem 5:8 gegen die alles andere als übermächtigen US-Amerikaner der Verzweiflung nahe waren. "Wir haben wie Anfänger gespielt", klagte Jahr. "Furchtbar, furchtbar!" Dabei sollte ein Entspannungstrip in den Kaukasus am spielfreien Donnerstag eigentlich dafür sorgen, dass das Team nach dem verpatzten Turnierstart endlich die Köpfe frei bekommt. Doch es kam noch schlimmer als zuvor.

"Es lief von Anfang an beschissen, ich persönlich habe hier noch nie so schlecht gespielt", klagte Jahr. Den Amerikanern reichten zwei verkorkste Ends der Deutschen, in denen Jahr und Schulze jeweils vier Steine herschenkten. "Vier ist eine Katastrophe", räumte Schulze ein, der im deutschen Team immer die letzten und entscheidenden Steine spielt. Er fand: "Das war zum Abgewöhnen." Nach dem siebten End "wollte ich am liebsten vom Eis gehen. Aber man sagt sich, komm, hier ist Olympia, die Anderen müssen ihre Steine erst spielen, da gibt man nicht auf."

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