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Olympia bringt Francesco Friedrich nicht aus der Ruhe

15.02.2014, 09:55 Uhr | dpa

Olympia bringt Francesco Friedrich nicht aus der Ruhe. Francesco Friedrich lässt sich nicht von seinem Ziel abbringen.

Francesco Friedrich lässt sich nicht von seinem Ziel abbringen. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Francesco Friedrich hat die Ruhe weg. Selbst der für ihn neue Olympia-Stress bringt den Sachsen bei seinem Winterspiele-Debüt nicht aus dem Gleichgewicht.

"Der Trouble hier ist zwar neu, mir aber egal. Ich bin hier, um Bob zu fahren", meinte der jüngste Zweierbob-Weltmeister in der WM-Historie vor seinen Rennen. Der 23 Jahre alte Mitfavorit gilt laut Heimtrainer Gerd Leopold als "Jahrhunderttalent", Cheftrainer Christoph Langen sieht ihn als "ungestüm und detailbesessen".

Vor allem, weil er am Bobstart wie ein Rennpferd mit seiner Athletik förmlich am Bügel seines Bobs explodiert, ehe er das Eis mit einem gekonnten Sprung über die Bordwand verlässt. In Sekundenschnelle hat er im spärlich gepolsterten Pilotensitz die Lenkseile in der Hand - und ist bei gut 140 Stundenkilometern in seiner eigenen Welt. Plötzlich ist er so cool und gelassen wie daheim bei Freundin Magdalena. "Er ist ein ganz ruhiger Typ", sagt seine Lebensgefährtin. Verbands-Vizepräsident Rainer M. Jacobus meinte mal über ihn: "Er hat beim Bobfahren den gleichen Puls wie im Schlaf."

Der gebürtige Pirnaer Friedrich, der die Kniebeuge dreimal mit 200 Kilogramm schafft, kann sich absolut fokussieren. Selbst der Unfall eines Spurbobs mit einem Bahn-Arbeiter am Donnerstag vor seinem ersten offiziellen Training brachte ihn nicht aus dem Konzept. Dabei hatte Francesco zusammen mit Bruder David 2005 und 2006 auf der schwierigen Bahn in Altenberg selbst fürchterliche Stürze erlebt - bei vielen anderen würden da Zweifel keimen.

Doch "Franz", wie der Pilot von allen gerufen wird, machte sein Ding und zauberte gleich eine Trainingsbestzeit in den olympischen Eiskanal. "Es gibt zwar noch einige Kleinigkeiten, die man verbessern kann, doch insgesamt ist alles im grünen Bereich", sagte Friedrich zur leicht veränderten Olympia-Bahn im Vergleich zur Trainingswoche im November.

Beim fünftägigen Kurztrip in Istanbul holte sich Friedrich nochmal den Feinschliff. "Das Training war absolut gut, wir hatten wirklich gute Bedingungen. Vor allem war das Essen deutlich besser als hier in Sotschi", sagte der Muskelprotz, der mit der kulinarischen Auswahl im olympischen Berg-Dorf nicht zufrieden ist. Aber auch das nimmt er locker hin.

Diese Gelassenheit hat er wohl von Mama Peggy geerbt. Angesprochen auf mögliche Ängste um ihren Sohn meinte die Mama trocken: "Nee, hab ich nich, der Franz kann's." Das Gefühl der spektakulären, aber sicheren Fahrt erlebt die komplette Familie jedes Jahr hautnah mit. "Einmal jährlich laden wir unsere Sponsoren aus Pirna und Umgebung zur Bobfahrt ein, dann sitzt auch die ganze Familie hintereinander im Bob", verriet die Mama. Papa Maik oder Bruder David müssen manchmal zurückstecken, da ja nur vier in den Schlitten passen. Denn Bremserin ist meistens Francescos Schwester Lucienne. Sie fährt mittlerweile bei Junioren-Weltmeisterin Miriam Wagner als Anschieberin mit.

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