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Höfl-Riesch feiert nächsten Coup im Super-G

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Olympia  

Höfl-Riesch feiert nächsten Coup im Super-G

15.02.2014, 14:56 Uhr | dpa

Höfl-Riesch feiert nächsten Coup im Super-G. Mit breitem Lächeln genießt Maria Höfl-Riesch die Blumenzeremonie.

Mit breitem Lächeln genießt Maria Höfl-Riesch die Blumenzeremonie. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Kurz vor der Siegerehrung umarmte Maria Höfl-Riesch schnell noch den deutschen Alpindirektor Wolfgang Maier. Silber im Super-G, nach Kombi-Gold ihre zweite Medaille in Sotschi - mit Kusshänden grüßte die nun erfolgreichste deutsche Olympia-Alpine danach vom Podest.

"Egal, was jetzt noch passiert in der zweiten Woche: Ich fahre glücklich nach Hause", frohlockte die 29-Jährige. Mit insgesamt dreimal Gold und einmal Silber zog Höfl-Riesch in der deutschen Winterspiel-Rangliste an Katja Seizinger (3-0-2) vorbei. "Das habe ich vorher schon gesagt, dass das nicht meine Hauptmotivation ist. Wenn es passiert, ist es schön, dass man da sozusagen in die Annalen eingeht."

Bis zur Einfahrt des Zielhanges lag Höfl-Riesch sogar auf Goldkurs, ehe ein dicker Fehler viel Zeit kostete. Im Ziel schaute sie ungläubig auf die Anzeigetafel und sah sich als Zweite hinter Anna Fenninger und vor Nicole Hosp (beide Österreich). "Wahnsinn. Kurz habe ich noch überlegt, kann das ein Fehler sein? Und dann: Nein, das ist wirklich wahr", schilderte sie die Momente ihres nächsten Medaillengewinns. Und das auch noch im Super-G, in dem sie vor drei Jahren gewann.

Ihre insgesamt zehnte Plakette bedeutete für die Erfolgsgarantin des Deutschen Skiverbandes ein Novum. "Meine erste Silbermedaille bei Olympia und Großereignissen überhaupt. Ich bin sehr glücklich", betonte Höfl-Riesch, gönnte sich bei der Gewinner-Pressekonferenz einen Keks und freute sich über ihr "Mini-Comeback" nach Rang 13 in der Abfahrt.

Am Tag nach dem "Schock" (Höfl-Riesch) mit dem Autounfall von Felix Neureuther strahlte auch Maier wieder. "Maria ist ab und zu unsere Wundertüte. Die kann innerhalb von so kurzer Zeit ihre Performance verändern, das ist auch für uns immer wieder überraschend", erklärte Maier. Das Team des Alpinchefs, der in den goldenen 1990er Jahren Trainer von Seizinger war, ist auf Kurs: Zwei der drei anvisierten Medaillen in den Bergen von Krasnaja Poljana stehen schon in der Bilanz.

"Grandios und sie hat ja noch zwei Chancen", lobte DOSB-Präsident Alfons Hörmann das "faszinierende Zwischenergebnis" der Medaillenlieferantin. Im Riesenslalom am Dienstag wäre ein Top-3-Platz eine große Überraschung, im Torlauf am Freitag ist sie Mitfavoritin. "Eine super tolle Leistung", bescheinigte Chef de Mission Michael Vesper der "Ausnahmeathletin".

Auch in der Gruppe der Sportfunktionäre wurde gejuchzt und geklatscht, als Höfl-Riesch bei der Blumenzeremonie im Zielraum in der Mittagssonne geehrt wurde. Als "großartig" stufte Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei seinem Kurzbesuch in Sotschi den Ausgang ein. "Dass sie sich nach einer Goldmedaille noch mal so konzentrieren kann und ihr Vermögen abruft, ist wirklich beeindruckend", hob der Politiker hervor.

Nette Worte hatte de Maizière auch für Viktoria Rebensburg parat. Für die Riesenslalom-Olympiasiegerin wäre weitaus mehr drin gewesen als der neunte Platz, doch an der selben Stelle wir Höfl-Riesch verspielte die 24-Jährige alle Chancen. Mit grimmiger Miene schulterte Rebensburg ihre Ski. "Ich habe mich ziemlich geärgert. Das hätte nicht mehr sein müssen", haderte die Skirennfahrerin aus Kreuth und antwortete auch bei der Frage zum nächsten Coup von Höfl-Riesch recht einsilbig. "Cool. Ja. Starke Fahrt."

Begonnen hatte der Tag, reichlich kurios. Sieben der ersten acht Starterinnen schieden beim anspruchsvollen Super-G aus. Die Gescheiterten plauderten danach auf der Strecke miteinander oder fuhren gleich im Viererpack den Hang hinunter. Selbst Höfl-Riesch hätte es fast erwischt. Sie dachte beim Beinahe-Aus "irgendwas zwischen stehen bleiben und Wahnsinn". Fenninger bangte angesichts der Klasse-Zwischenzeiten von Höfl-Riesch im Zielraum und bekannte: "Ich bin dagestanden und bin bisserl eingefroren."

Fenninger kämpfte in der Pressekonferenz mehrfach mit den Tränen, Maria Höfl-Riesch musste gleich zweimal lachen. Einmal über den Fakt, dass es erstmals nur Silber und nicht Gold bei Olympia sei. Und dann, als sie gefragt wurde, ob sie über einen Protest nachdenke. Denn während der Fahrt war ein Pistenarbeit ihrer Linie sehr nahe gekommen. "Nein", sagte Höfl-Riesch. "Ich bin nicht wirklich beeinflusst worden. Ich habe gesehen, dass er sich von dem Tor entfernt, es war kein Problem für mich", schilderte sie den Moment. "Aber sicher, das sollte nicht passieren, weil es gefährlich ist. Aber das war heute kein Problem für mich."

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