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Vesper zur Olympia-Halbzeit: "Tolle Erfolge"

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Vesper zur Olympia-Halbzeit: "Tolle Erfolge"

15.02.2014, 17:54 Uhr | dpa

Vesper zur Olympia-Halbzeit: "Tolle Erfolge". Michael Vesper zieht ein positives Zwischenfazit von Olympia.

Michael Vesper zieht ein positives Zwischenfazit von Olympia. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Bei sommerlichem Flair unweit des Schwarzmeer-Strandes von Sotschi präsentierte Chef de Mission Michael Vesper eine ausgewogene deutsche Halbzeitbilanz der Winterspiele.

"Was das Sportliche angeht, sind wir mit den Ergebnissen zufrieden. Wir hatten tolle Erfolge, haben schon zwölf Medaillen und sind breit aufgestellt", resümierte er in Sotschi. "Was wir im Medaillenspiegel erleben, ist aber eine reine Momentaufnahme und sagt nichts über die kommenden Tage aus." Nach der ersten Olympia-Hälfte in Vancouver 2010 hatten die Deutschen 16 Medaillen (5 Gold/6 Silber/5 Bronze) auf der Habenseite.

Auch der Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) blieb bei seinem Zwischenfazit zurückhaltend. "Abgerechnet wird am Ende und nicht zur Halbzeit", sagte Bernhard Schwank. Unterm Strich sollen am liebsten 30 Medaillen und ein Platz unter den besten drei Wintersportnationen stehen wie vor vier Jahren. "Ich glaube, das wird schwer, aber wir haben noch die Chance dazu", prophezeite der DOSB-Sportchef.

Es sind vor allem die sieben Gold-Stücke, die einen Toprang im Medaillenspiegel in der Zwischenbilanz absichern und Glanz verleihen: Die vier Olympiasiege von Felix Loch und Co. im Rodeln, die alpine Siegesfahrt von Maria Höfl-Riesch sowie die Triumphe des Nordischen Kombinierer Eric Frenzel und von Caren Voigt bei der Premiere des Frauen-Skisprungs.

Die großen Rivalen auf Eis und Schnee machen mächtig Druck. Gastgeber Russland, Kanada, Norwegen und sogar die Schweiz sammelten nicht minder fleißig Medaillen und haben noch viele Trümpfe in der Hand. "Der ganz heiße Favorit auf Platz eins ist für mich Norwegen, dies gilt aber auch für Kanada und die USA", sagte Schwank.

Für das deutsche Team müsste es schon in der zweiten Olympia-Hälfte perfekt laufen, um wie zuletzt in Turin 2006 am Ende ganz oben auf dem Podest zu stehen. "Jetzt kommentieren wir die Ergebnisse und prognostizieren sie nicht", meinte Vesper. Schließlich gab es auch schon Enttäuschungen.

Die streitlustigen Eisschnellläufer wollten zwei bis drei Medaillen holen, gingen aber bisher leer aus und haben in Claudia Pechstein wohl nur noch über 5000 Meter eine Kandidatin für einen der ersten drei Plätze. "Wir werden offen und ernst mit dem Verband reden. Da sind einige Veränderungen notwendig", kündigte Schwank an. Im Biathlon wendete Erik Lesser mit Silber nach enttäuschendem Start eine größere Krise ab. Vor allem in den Staffel haben die Damen und Herren noch Chancen.

Auch die Langläufer taten sich schwer und sorgten erst am Samstag mit Staffel-Bronze der Damen für eine Überraschung. "Das war nicht so, was wir uns vorgestellt haben. Bronze wertet alles erheblich auf", meinte Schwank. Den Anschluss an die Weltspitze haben die Skeleton-Frauen verloren, die in Vancouver noch zwei Medaillen beisteuerten. Trotz verstärkter Förderung seit vier Jahren gibt es auch in den neuen Trendsportarten noch nichts Zählbares. "In vier Jahren kommt man nicht an die Weltspitze", lautet die Erkenntnis von Vesper.

Die Hoffnungen in der zweiten olympischen Halbzeit ruhen auf die alpinen Stars Maria Höfl-Riesch, die Gold und Silber schon in der Tasche hat, und den nach seinem Autounfall am Samstag angereisten Slalomstar Felix Neureuther, die Bobfahrer und die Skispringer. Und vielleicht finden auch Biathleten und Langläufer weitere Male die Spur zum Erfolg. "Da ist noch Bewegung drin", sagte Schwank.

Dass man Großes leisten kann, auch wenn man keine Medaille gewinnt, zeigte der Eiskunstläufer Peter Liebers, der unerwartet Achter im Herren-Einzel wurde. "Peter zeigte in wunderbarere Weise, dass Sieger nicht nur Goldmedaillengewinner sind", sagte Vesper.

Die vor Beginn durch weltweite Kritik belasteten ersten Winterspiele in Russland haben sich nach seiner Ansicht zu einem positiven Sportgroßereignis entwickelt und werden von den deutschen Athleten positiv wahrgenommen."Die Stimmung ist hervorragend, weil viele mit anderen Erwartungen angekommen waren", sagte er. "Es herrscht nicht Friede, Freude, Eierkuchen, aber eine gewisse Konzentration auf das, was die Spiele sind: Ein Sportfest!."

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