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Severin Freund verpasst eine Medaille von der Großschanze

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Knapp geschlagen  

Freund verschenkt Medaille von der Großschanze

15.02.2014, 21:07 Uhr | dpa

Severin Freund verpasst eine Medaille von der Großschanze. Skispringer Severin Freund hat in Sotschi von der Großschanze den Gewinn einer Medaille knapp verpasst. (Quelle: dpa)

Skispringer Severin Freund hat in Sotschi von der Großschanze den Gewinn einer Medaille knapp verpasst. (Quelle: dpa)

Severin Freund ist wieder einmal an seinen Nerven gescheitert. Trotz glänzender Ausgangsposition hat Deutschlands bester Skispringer auch bei der Entscheidung von der Großschanze bei den Olympischen Spielen in Sotschi die ersehnte Medaille leichtfertig verspielt und nur Platz vier belegt. Gold ging wie schon von der kleinen Schanze an den Polen Kamil Stoch vor Oldie Noriaki Kasai aus Japan und Peter Prevc aus Slowenien.

Sechs Tage nach seiner Bruchlandung von der Normalschanze segelte Freund auf 138 und 129,5 Meter. Nach dem ersten Durchgang hatte er als Dritter 5,7 Punkte Vorsprung auf Prevc gehabt, letztlich lag er 2,6 Zähler hinter dem Slowenen zurück. "Mit Vorsicht geht im Springen nie etwas. Noch einmal springen, noch einmal hoffen", hatte Freund vor dem entscheidenden Durchgang gesagt und zeigte den wohl schlechtesten Sprung der gesamten Woche.

In den Bergen des Kaukasus ließ Freund wieder einmal die mentale Stärke vermissen, als es darauf ankam. Mit einem guten Sprung wäre sogar der Sieg möglich gewesen. Als letzter Deutscher holte diesen Jens Weißflog 1994 in Lillehammer, letztes olympisches Edelmetall gewann Sven Hannawald 2002 in Salt Lake City.

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Wie viele Medaillen holen die deutschen Olympioniken in Sotschi?

Kraus: "Ich hoffe auf das Team"

Hinter Freund zeigte das restliche DSV-Team Licht und Schatten. Marinus Kraus kletterte nach einem furiosen zweiten Flug auf 140 Meter vom 24. auf den sechsten Platz, Richard Freitag belegte nach einem verpatzten ersten Durchgang Rang 21. Andreas Wellinger verpasste bei schwierigen Bedingungen als 46. den zweiten Durchgang. Selbstvertrauen für das Teamspringen am Montag sammelten die DSV-Adler somit nur zum Teil. "Ich bin nicht unzufrieden. Ich hoffe auf das Team, da sind wir sehr gut aufgestellt", sagte Kraus.

Erneut nicht zu schlagen war der Pole Stoch. Der 26-Jährige flog auf 139 und 132,5 Meter und sorgte für den vierten olympischen Doppelsieg der Geschichte. Gold auf beiden Schanzen hatten zuvor nur die finnische Legende Matti Nykänen (1988) und der Schweizer Simon Ammann (2002 und 2010) geholt.

Schrecksekunde für Morgenstern

Für Ammann platzte in den kaukasischen Bergen mit Platz 23 ebenso wie für Gregor Schlierenzauer ein Traum. Während der 32 Jahre alte Ammann als erster Skispringer zum fünften Mal Olympiasieger hätte werden können, bleibt Schlierenzauers Titelsammlung nach Rang sieben vorerst unvollständig. Nur Einzel-Gold bei Olympia fehlt dem Überflieger aus Österreich noch.

Kasai avancierte derweil zum ältesten Skispringer, der jemals eine olympische Medaille gewonnen hat. Eine Schrecksekunde erlebte hingegen Thomas Morgenstern. Der Österreicher, der in dieser Saison schon zweimal schwer gestürzt war und sogar vier Tage auf der Intensivstation lag, geriet in der Luft kräftig ins Trudeln und setzte bei 122 Metern eine Notlandung.

Der 27-Jährige verpasste damit den zweiten Durchgang. Nur als Zuschauer an der Schanze war Andreas Wank. Der 25-Jährige hatte im Training das interne Duell um den vierten deutschen Startplatz gegen Kraus verloren. Bereits in der Qualifikation gescheitert war Nico Polychronidis, der es als erster griechischer Skispringer zu Olympischen Spielen geschafft hatte.

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