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Freund im Tal der Tränen: Vierter beim Sieg von Stoch

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Olympia  

Freund im Tal der Tränen: Vierter beim Sieg von Stoch

15.02.2014, 22:45 Uhr | dpa

Freund im Tal der Tränen: Vierter beim Sieg von Stoch. Kamil Stoch holt sich auf der Großschanze seine zweite Goldmedaille.

Kamil Stoch holt sich auf der Großschanze seine zweite Goldmedaille. Foto: Kay Nietfeld. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Severin Freund knallte seine Beinschützer in die Ecke und war zu Tode betrübt. Platz vier in der olympischen Skisprung-Entscheidung von der Großschanze war bitter für den Bayern aus Rastbüchl.

Ganze 2,6 Punkte fehlten ihm, um die erste deutsche Skisprung-Medaille im Einzel seit dem Silbergewinn von Sven Hannawald bei den Spielen 2002 zu holen. Während der Pole Kamil Stoch seinen zweiten Sotschi-Olympiasieg frenetisch bejubelte, aber auch der japanische Altmeister Noriaki Kasai und Pavel Prevc aus Slowenien ihre Medaillen feierten, saß Freund in seiner Box und war den Tränen nahe.

"Mein zweiter Sprung war wohl etwas schwach, um ganz vorn dabei zu sein. Ich werde mich heute noch ein wenig ärgern und meinen Frust rauslassen und morgen beginnt dann die Vorbereitung auf die Mannschaftsentscheidung. Irgendwann stehe ich auch mal oben", meinte Freund schon ein wenig trotzig.

"Für Severin ist es sehr bitter. Es ist wohl seine Rolle gegenwärtig. Es war schon der dritte vierte Platz. Er wird auf eine harte Probe gestellt", sagte Bundestrainer Werner Schuster mitfühlend, lobte gleichzeitig aber den Sprung von Prevc. "Der ist mit Rückenwind wie entfesselt gesprungen."

"Mit Vorsicht geht hier nichts", hatte Freund nach dem ersten Durchgang gesagt und ergänzt: "Man muss zur richtigen Zeit springen und auf die Bedingungen hoffen. Bei mir waren sie gut." Die 138 Meter und Platz drei waren eine hervorragende Ausgangsposition. Doch er konnte sie nicht nutzen. Im zweiten Versuch konnte er die Leistung vom ersten Durchgang nicht wiederholen, landete schon bei 129,5 Metern und fiel zurück. In dem Moment war ihm klar, dass es nicht für Edelmetall reichen würde. Sofort verkroch er sich, umgeben von seinen Mannschaftskollegen, in der kleinen Box.

"Wir haben mit ihm mitgefiebert, es ist total schade für ihn. Aber wir wollen auch nicht verschweigen, dass Sevi eine Wahnsinnsleistung gebracht hat", sagte Marinus Kraus.

Der Oberaudorfer hatte zuvor ein kleines Wunder geschafft. Dem am Donnerstag 23 Jahre jung gewordenen gelang ein zumindest nach dem ersten Durchgang völlig unerwarteter sechster Platz. Beide Male spielte der Wind bei ihm eine entscheidende Rolle. Während er im ersten Versuch bei 131 Meter landete und mit Rang 24 zufrieden sein musste, stand er im Finale die Tagesbestweite von 140 Meter. Und das mit verkürztem Anlauf. Damit begann seine spektakuläre Aufholjagd, bei der er auch alle Österreicher um Gregor Schlierenzauer oder den Norweger Anders Bardal noch abfing. "In der Leaders-Box habe ich vor mich hingeträumt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn über 15 Athleten runterkommen und an mir vorbei müssen", sagte der Youngster und freute sich diebisch.

Für die beiden anderen deutschen Springer ging der Wettkampf gründlich daneben. Richard Freitag erwischte im ersten Durchgang den heftigsten Rückenwind aller Springer und landete bereits bei 122,5 Metern. "Der Sprung war gar nicht so schlecht, aber nicht gut genug, um vorn reinzukommen. Unten wurde ich dann doch ganz schön runtergedrückt", sagte der Sachse. Im zweiten Versuch zeigte er mit 126,5 Metern seinen besten Sprung bislang vom großen Bakken. Aber auch das reichte nicht. "Wenn unten nichts da ist, wird's zäh. Aber wie gesagt: Ich war zu schlecht, um vorn dabei zu sein", meinte Freitag selbstkritisch.

Richtig heftig erwischte es Andreas Wellinger. Der Ruhpoldinger hatte während seines Sprunges nie die Chance auf Weite zu kommen, landete bei 117 Metern und auf Rang 45. Danach zog er sich wutentbrannt um und verschwand, während Bundestrainer Schuster vergeblich bei der Jury sein Missfallen über das Grüne Licht auf der Ampel bei wechselhaften Winden kundtat. "Er ist am Boden zerstört. Ich habe Andi noch nie so enttäuscht gesehen", erzählte Schuster.

Eine neuerliche Schrecksekunde gab es für den Österreicher Thomas Morgenstern. Er wackelte in einer Windböe bedenklich, brachte den Sprung aber sicher zur Landung und schied aus. Morgenstern war im Saisonverlauf zweimal heftig gestürzt und erst unmittelbar vor Olympia wieder gesund geworden. "Ich bin froh, dass ich heil unten bin", sagte der Österreicher im ZDF.

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