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Olympia 2014: Noch kein Dopingfall in Sotschi - Experten skeptisch

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Experten skeptisch  

Noch kein Dopingfall in Sotschi

16.02.2014, 11:43 Uhr | sid

Olympia 2014: Noch kein Dopingfall in Sotschi - Experten skeptisch. Bislang alles ruhig in Sotschi. Doch Doping-Experten bezweifeln, dass der Zuschauer "saubere" Spiele sieht.

Bislang alles ruhig in Sotschi. Doch Doping-Experten bezweifeln, dass der Zuschauer "saubere" Spiele sieht.

1799 Kontrollen - und noch kein Doping-Fall. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi hat es trotz einer historischen Höchstmarke an Kontrollen nach sieben von 16 Wettkampftagen noch keinen Dopingfall gegeben.

"Das ist keine Überraschung. Ich hatte nicht vermutet, dass die Leute hier betrügen. Das zeigt auch, wie abschreckend unser System ist", sagte Arne Ljungqvist, Vorsitzender der Medizinischen Kommission im IOC, in Sotschi.

Kombinations-Doping hoch im Kurs

Doping-Experte Fritz Sörgel kann die Einschätzung jedoch nicht teilen. "Wer glaubt, dass in Sotschi nicht gedopt wird, irrt gewaltig", sagte der Nürnberger Pharmakologe. "Ich gehe davon aus, dass dort ein Kombinations-Doping hoch im Kurs steht. Das zeichnete sich zuletzt ab. Dabei geht es zum Beispiel um wirkungsvolle Cocktails aus Anabolika, Wachstumshormonen oder Insulinen. Die Einzelstoffe werden gering dosiert, so dass sie schwer nachweisbar sind", sagte Sörgel.

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Bislang war die Ausbeute bei Olympischen Spielen traditionell eher gering. In Vancouver 2010 hatte es einen positiven Fall gegeben. Zuvor in Turin (2006) und Salt Lake City (2002) waren es je sieben. In Nagano (1998), Lillehammer (1994) und Albertville (1992) ging ebenfalls kein Sportler ins Netz der Dopingjäger.

Moskauer Labor mit schlechtem Ruf

1140 Kontrollen wurden bei den Athleten am Schwarzen Meer bislang vor den Wettkämpfen durchgeführt, 659 Proben direkt nach deren Einsätzen. Insgesamt soll es bei den Spielen 2453 Kontrollen geben, davon 1944 Urin- und 509 Bluttests. Die Kontrolleure waren im Olympischen Dorf, im Bereich der Medals-Plaza und in den Wettkampfstätten unterwegs. Das WADA-akkreditierte Labor, in dem die Proben analysiert werden, steht im Olympia-Park. Die Federführung für das Labor haben Wissenschaftler aus dem Moskauer Doping-Labor übernommen, das im vergangenen Jahr vom IOC noch stark kritisiert worden war.

"Wir haben mittlerweile volles Vertrauen", sagte Ljungqvist. "Ich weiß gar nicht, wieso die Leitung des Labors immer vom Gastgeberland ausgehen muss", sagte dagegen Sörgel angesichts des schlechten Rufs des Moskauer Labors.

Kontrollen zu ungewöhnlichen Zeiten

Im vergangenen November drohte der Einrichtung wegen mangelnder Zuverlässigkeit der Entzug der Lizenz. "Vielleicht sollte man einem neutralen Land die Leitung übertragen, aber das ist eben wieder mit enormen Kosten verbunden", sagte Sörgel. Das IOC lässt in Sotschi mitunter zu ungewöhnlichen Zeiten kontrollieren. Eine australische Starterin hat sich bereits beklagt, dass die Kontrolleure spät abends an ihre Tür geklopft hatten, obwohl sie am nächsten Tag in der Frühe einen Wettkampf hatte. "Wir wollen bewusst verstärkt außerhalb des Wettkampfprogramms testen. Alle Athleten müssen uns mit Einzug ins Olympische Dorf bis zur Schlussfeier immer zur Verfügung stehen", sagte der 82-jährige Ljungqvist.

Als Vorteil wertete der Wissenschaftler die Tatsache, dass laut neuem WADA-Code Nachtests noch zehn Jahre nach den Spielen vorgenommen werden könnten. "Das wirkt abschreckend auf die Athleten", sagte Ljunqvist.

Lagerung ist enormer finanziellen Kraftakt

Allerdings stelle sich mittlerweile die Frage, wo man die vielen Proben lagern könne. Die internationalen Verbände hätten es jährlich mit 250.000 Proben zu tun. Da sei die Lagerung ein enormer finanziellen Kraftakt. Sörgel hat so seine Probleme mit den Nachtets. "Ich halte nicht ganz so viel von der Zehn-Jahres-Regel, weil nicht wirklich viele Stoffe so lange haltbar sind - vielleicht mit Ausnahme von einigen Anabolika und Stimulanzien", meinte der Wissenschaftler.

Noch offen ist, welches Ergebnis die Nachtests der Olympischen Winterspiele von Turin ergaben. "Wir wollten die Ergebnisse ursprünglich vor Sotschi vorlegen. Aus technischen Gründen kam es aber zu Verzögerungen", sagte Ljungqvist.

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