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Olympia  

Höfl-Riesch die deutsche Nummer 1

16.02.2014, 18:29 Uhr | dpa

Höfl-Riesch die deutsche Nummer 1. So gut wie Maria Höfl-Riesch war bei Olympia noch keine Deutsche zuvor.

So gut wie Maria Höfl-Riesch war bei Olympia noch keine Deutsche zuvor. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Maria Höfl-Riesch krönte sich auch mit Silber zur Nummer 1. Stolz hob die strahlende Powerfrau des deutschen Wintersports auf dem Siegerpodest ihre zwei neuesten Olympiamedaillen in die Höhe.

Besser als Rosi Mittermaier, erfolgreicher als Katja Seizinger - mit insgesamt dreimal Gold und einmal Silber ist Höfl-Riesch seit Platz zwei im Super-G die deutsche Rekord-Alpine. "Es ist einfach sehr emotional und schön zum zweiten Mal bei den selben Olympischen Spielen oben zu stehen", gestand die ergriffene Höfl-Riesch, wollte den nächsten glanzvollen Augenblick "aufsaugen und abspeichern". Da störte auch ein leichter Schnupfen nicht.

"Ich habe hier mein Soll erfüllt und kann jetzt einfach nur noch genießen", erklärte die 29-Jährige am Sonntagabend. "Ich kann meine letzte Olympia-Woche überhaupt voll mitnehmen und in vollen Zügen genießen."

Zufrieden und entspannt wirkte Höfl-Riesch, gelöst und beseelt stieß sie beim späten Feierstündchen nach der Medaillenzeremonie an der Seite von Ehemann Marcus mit einem Gläschen Sekt in der Runde mit Trainern an. Auch der Chef des deutschen Olympia-Sports setzte sich an den Ehrentisch. "Jede Generation, wenn überhaupt, hat einen herausragenden Sportler oder eine herausragende Sportlerin. Maria ist der alpine Superstar unserer Generation", pries Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Das Lob des Ober-Olympiers in Deutschland verzückte die zweimalige Weltmeisterin. "Das ist natürlich eine Riesenehre, wenn man hört, dass jemand so was über einen sagt", sagte Höfl-Riesch. Keine deutsche Skisportlerin hat mehr Olympia-Gold auf dem Konto als sie. Und zwei Möglichkeiten hat sie ja in Sotschi noch: Eine kleine Außenseiterchance im Riesenslalom am Dienstag ("Das einzige Rennen, wo ich ohne Druck drauf los fahren kann"), ganz gute Aussichten im Torlauf am Freitag.

"Egal, was jetzt noch passiert in der zweiten Woche: Ich fahre glücklich nach Hause", frohlockte die 29-Jährige. In der alpinen Olympia-Weltrangliste liegen vor Höfl-Riesch nur noch Janica Kostelic (Kroatien/4-2-0) und Vreni Schneider (Schweiz/3-1-1). An Seizinger (3-0-2) ist sie vorbei. "Das habe ich vorher schon gesagt, dass das nicht meine Hauptmotivation ist", betonte Höfl-Riesch. "Aber wenn es passiert, ist es schön, dass man da sozusagen in die Annalen eingeht."

Einzigartig ist ihre Karriere allemal. Allzu lange wird diese Laufbahn der Extra-Klasse zum Leidwesen der deutschen Alpinen nicht mehr andauern. Höfl-Riesch hofft bei der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Rücktritt auf "die göttliche Eingebung". Ihr Vater Siegfried Riesch sieht die Chance "50:50, dass Maria noch ein Jahr dranhängt". Im heimischen Garmisch-Partenkirchen fieberte er mit "hohem Puls und Blutdruck" mit, als die Tochter fast noch mehr als Silber gewann.

Bis zur Einfahrt des Zielhanges hatte Höfl-Riesch "sogar Gold auf dem Fuß", wie es der Chef de Mission, Michael Vesper, ausdrückte. Doch ein dicker Fehler kostete viel Zeit. Im Ziel schaute Höfl-Riesch daher ungläubig auf die Anzeigetafel und sah sich als Zweite hinter Anna Fenninger und vor Nicole Hosp (beide Österreich). "Wahnsinn. Kurz habe ich noch überlegt, kann das ein Fehler sein? Und dann: Nein, das ist wirklich wahr", schilderte sie die Momente ihres nächsten Medaillengewinns. Und das auch noch im Super-G, in dem sie zuletzt vor drei Jahren gewann.

Am Tag nach dem "Schock" (Höfl-Riesch) mit dem Autounfall von Felix Neureuther lächelte auch der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier dank der langjährigen Erfolgsgarantin wieder. "Maria ist ab und zu unsere Wundertüte. Die kann innerhalb von so kurzer Zeit ihre Performance verändern, das ist auch für uns immer wieder überraschend", erklärte Maier. Das Team des Alpinchefs, der in den goldenen 1990er Jahren Trainer von Seizinger war, ist auf Kurs: Zwei der drei anvisierten Medaillen in den Bergen von Krasnaja Poljana stehen schon in der Bilanz.

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