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De Maizière: DOSB kann Messlatte hoch hängen

16.02.2014, 15:38 Uhr | dpa

De Maizière: DOSB kann Messlatte hoch hängen. Bundesinnenminister de Maizière ist zufrieden mit den Leistungen der deutschen Athleten.

Bundesinnenminister de Maizière ist zufrieden mit den Leistungen der deutschen Athleten. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Mit einer Olympia-Teamjacke kam Bundesinnenminister Thomas de Maizière in das Deutsche Haus, um sein Halbzeitresümee der Winterspiele von Sotschi zu ziehen.

"Die bisherige Bilanz ist, was Gold angeht, sehr gut. Was die Medaillenzahl angeht, gut", sagte der CDU-Politiker auf einer Pressekonferenz in Krasnaja Poljana. "Die Olympischen Spiele sind aber noch nicht zu Ende." Gleichzeitig warb er um Verständnis, dass den deutschen Athleten nicht alles gelingen könne. "Gott sei Dank kann man Medaillen nicht bestellen, manchmal ist es nur ein Wimpernschlag, der entscheidet", sagte er.

Dennoch hält er es für richtig, dass der Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) das Ziel hat, wie 2010 in Vancouver wieder 30 Medaillen gewinnen zu wollen. "Ich finde es nicht kritikwürdig, dass der DOSB die Latte hochgehängt hat", erklärte de Maizière. "Das ist Leistungssport und kein Breitensport - und wir reden nicht über Nächstenliebe." Da könne man die Latte auch "etwas höher hängen, als man sie vielleicht erreicht". Bis zum Sonntag hatte das deutsche Team zwölf Medaillen gesammelt, darunter sieben goldene.

Viel Lob hatte er für die viel kritisierten Olympia-Gastgeber. "Alle sagen mir, dass das Olympische Spiele sind, die zu den bestorganisiertesten gehören, die sie erlebt haben", sagte de Maizière. "Wenn man aus Deutschland mit der großen kritischen Begleitung kam, dann sieht man hier nun, dass für die Sportler alles gerichtet ist, wie sie es brauchen. Und wenn die Athleten zufrieden sind, bin ich es auch."

Allein an der Stimmung bei den Wettkämpfen hatte er etwas auszusetzen. "Mir fehlt nur etwas das Überschwängliche von Vancouver und London", meinte de Maizière, der am Samstag unter anderen den Silber-Coup von Maria Höfl-Riesch und den unglücklichen vierten Platz von Skispringer Severin Freund miterlebte.

Auf die Kritik des deutschen Curling-Spielers John Jahr in der "Bild am Sonntag", ein vermögender Staat sollte mehr in seine Leistungsträger investieren, reagierte der Minister etwas angefasst. "Es ist ja interessant, dass Herr Jahr dazu Ratschläge gibt", meinte er. "Man kann es auch umgekehrt sehen. Wie kommt der Steuerzahler dazu, den Spitzensport, in dem viel Geld verdient wird und es hohe Werbeverträge gibt, zu fördern."

In Deutschland habe man sich aber anders entschieden. "Vor dem Bundestag habe ich gesagt: Spitzensport ist auch ein Stück Patriotismus. Den soll, kann und darf ein Staat auch fördern", sagte de Maizière. "Natürlich hat das Grenzen. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Auch nicht bei der Sportförderung."

Mit DOSB-Chef Hörmann habe er vereinbart über zukünftige Kriterien der Förderung zu sprechen, "auch darüber, ob Kriterien verändert werden müssen". Eine Absage erteilte der Minister der Konzentration auf wenige erfolgversprechende Sportarten. "Klotzen und nicht nur kleckern ist bei der Spitzensportförderung sicherlich ein vernünftiges Kriterium, aber sich auf wenige Sportarten zu konzentrieren, ist nicht unser deutscher Weg", so de Maizière.

Der Minister hatte sich am Samstag mit IOC-Präsident Thomas Bach getroffen. Dabei ging es auch um das Thema der Menschenrechte in Russland. "Gerade im Umgang mit den Menschenrechten ist das so: Wenn man sich nicht öffentlich äußert, heißt es nicht, dass man sich gar nicht äußert", meinte de Maizière zu den Vorwürfen an das Internationale Olympische Komitee (IOC), sich nicht ausreichend stark zu machen. "Die menschenrechtliche Lage wird durch die Olympischen Spiele nicht zwingend besser, aber auch nicht zwingend schlechter."

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