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Notizen von den Olympischen Winterspielen in Sotschi

16.02.2014, 16:59 Uhr | dpa

Notizen von den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Der Norweger Martin Johnsrud Sundby bekam von seiner Mutter in aller Öffentlichkeit eine Standpauke, weil er nur Dritter wurde.

Der Norweger Martin Johnsrud Sundby bekam von seiner Mutter in aller Öffentlichkeit eine Standpauke, weil er nur Dritter wurde. Foto: Armando Babani. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Die Splitter des Tages von den Olympischen Winterspielen in Sotschi:

FAHNE: Gut eine Woche nach der Eröffnungsfeier ist im olympischen Dorf nun auch die indische Fahne gehisst worden. Indiens dreiköpfiges Sportler-Team war unter der olympischen Flagge ins Fischt-Stadion einmarschiert, weil das Nationale Olympische Komitee zu diesem Zeitpunkt noch suspendiert war. Das Internationale Olympische Komitee hatte die aus seiner Sicht massive Einmischung der Politik bemängelt. Nach dem Austausch belasteter Funktionäre wurde die 14-monatige Suspendierung vor einigen Tagen aufgehoben.

WETTE: Selina Gasparin hat mit ihrer Silbermedaille im Einzelrennen der Skijägerinnen den Schweizer Biathlon-Pressesprecher Christian Manzoni zum Einkaufen gezwungen. Der auch für die Internationale Biathlon-Union als Fotograf tätige Schweizer musste sich am Sonntag Rasierzeug kaufen. Ausgemacht war, dass Manzonis Bart fällt, wenn die eidgenössischen Biathletinnen eine Plakette gewinnen. "So sehr ich es auch gehofft habe, damit gerechnet habe ich nicht und deshalb zu Hause auch kein Rasierzeug eingepackt", sagte Manzoni, der gern den Umweg ins Shopping-Center von Krasnaja Poljana in Kauf nahm.

SALZ-NACHSCHUB: Wegen der anhaltend warmen Temperaturen haben die russischen Organisatoren Salz-Nachschub in der Schweiz geordert. 24 Tonnen schickten die schweizerischen Rhein-Salinen in Pratteln bei Basel am Freitag per Luftfracht vom Flughafen Zürich nach Sotschi. Das Salz wird für das Präparieren von Loipen und Pisten benötigt.

SONNENANBETERIN: Normalweise tragen die Bobfahrerinnen ihre Wettkämpfe bei eisiger Kälte oder im Schneegestöber aus. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi lacht meist den ganzen Tag die Sonne. "Es ist so schön, dass man die Sonne genießt und in der Natur steht. Die Sonne gibt einem unwahrscheinlich viel, das tut einfach gut, streichelt die Seele. Ich finde es hier einfach schön, auch was die Natur angeht, einfach ein Traum. Ich glaube, viele wissen nicht, wie schön es hier wirklich ist", sagte Bobpilotin Sandra Kiriasis. Die Olympiasiegerin von 2006 erlebt ihre vierten Spiele und will die Zeit noch einmal genießen.

SILBERMINE: Das russische Fernsehen hat es gut gemeint mit der deutschen Olympia-Mannschaft. Im Medaillenspiegel am Samstagabend lag das deutsche Team mit siebenmal Gold, sage und schreibe 37 Mal Silber und zweimal Bronze an der Spitze der Länderwertung. Einen entsprechenden Screenshot verbreitete das ZDF per Twitter. In der Gesamtabrechnung kamen aber jene zwölf Medaillen heraus, die die Sportler aus Deutschland bis dahin gesammelt hatten - inklusive der Silberplaketten von Tatjana Hüfner, Erik Lesser und Maria Höfl-Riesch.

MITGEFÜHL: In der Stunde seines größten Erfolges dachte der japanische Eiskunstlauf-Olympiasieger Yuzuru Hanyu an seine noch immer vom Erdbeben und Tsunami im Jahr 2011 betroffenen Landsleute. "Ja, ich hoffe, dass ich ein wenig Freude gebracht habe", sagte der 19-Jährige aus Sendai. "Ich konnte unsere Eishalle nach dem Desaster nicht mehr betreten und habe viel Unterstützung bekommen." Danach ging er zum Training nach Toronto.

SPEZIALISTIN: Anett Pötzsch, Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von 1980, hat in Sotschi als technische Spezialistin vier Wettbewerbe durchgewertet. Immer die Herren, sowohl im neuen Teamwettkampf als auch im Einzel. Noch nie sei jemand an sie herangetreten, um sie zu beeinflussen. "Das kann ich mir nicht einmal vorstellen, ich bin doch selbst gelaufen", sagt die zweimalige Weltmeisterin aus Dresden.

KOPFWÄSCHE: Mutterliebe sieht anders aus. Nach seinem enttäuschenden Auftritt im 15-Kilometer-Langlauf bekam der Norweger Martin Johnsrud Sundby von seiner Mama in aller Öffentlichkeit den Kopf gewaschen. "Du bist der schlechteste Norweger", schimpfte Gro Johnsrud Langslet im norwegischen Fernsehsender DBTV über ihren Sohn. "Du solltest nach Hause fahren." Der Olympia-Dritte im Skiathlon hatte am Freitag im Klassik-Rennen über 15 Kilometer nur den 13. Platz belegt. Das war so gar nicht nach dem Geschmack seiner Mutter, die beim Zieleinlauf giftete: "Schau dir das an. Er hat nicht den Hauch einer Chance."

KOPFTREFFER: Als der slowakische Eishockey-Stürmer Tomas Kopecky am Samstag beim 1:3 gegen Slowenien nach einem Ellbogencheck gegen den Kopf zu Boden ging, war die Partie kurz darauf für ihn beendet. Sein Gegenspieler Sabahudin Kovacevic wurde wegen der Attacke für das folgende Spiel gegen die USA gesperrt. Mit besonderer Aufmerksamkeit und Besorgnis schauen auch Beobachter aus Nordamerika auf solche Fouls - wenn sie denn Spieler aus der heimischen Liga NHL betreffen. Kopecky gehört dazu, der 32-Jährige ist bei den Florida Panthers Teamkollege des deutschen Stürmers Marcel Goc.

GASTFREUNDSCHAFT: Der Schweizer Skirennfahrer Sandro Viletta hat seinen überraschenden Olympiasieg in der Kombination im Austria-Tirol-House gefeiert. Im Schweizer Olympia-Haus war wegen einer geschlossenen Gesellschaft kein Platz für die Party, mit der im Vorfeld auch kaum zu rechnen war. Der Schweizer Alpinchef Rudi Huber und Männer-Cheftrainer Walter Hlebayna konnten helfen: Die beiden Österreicher halfen bei der Suche nach einer Alternative. Auch der Kombinations-Dritte Christof Innerhofer aus Italien, US-Star Bode Miller und das deutsche Rodel-Team feierten mit.

BIERDURST: Bobpilot Thomas Florschütz vom BRC Riesa vermisst sein obligatorisches Lieblingsgetränk. "Leider gibt es kein Bier im olympischen Dorf. Ich trinke ja immer mal gerne so ein Bier vor dem Wettkampf - oder zwei. Mal sehen, ob ich noch irgendwo eins auftreiben kann", sagte der gebürtige Sonneberger, der am kommenden Donnerstag seinen 34. Geburtstag feiert.

GRAUSAMKEIT: Skirennfahrerin Tina Weirather zählte in mehreren Disziplinen zu den Mitfavoritinnen, ehe sie ein Trainingssturz um den großen Traum brachte. "Wenn du denkst, du kennst die Grausamkeit des Sports und ein neues Ausmaß erfährst...", schrieb die Liechtensteinerin zu einem Bild, das sie im Internet postete. Weirather verfolgte das von der Österreicherin Anna Fenninger gewonnene Super-G-Rennen aus dem Bett, das verletzte rechte Bein in einer Schiene eingepackt.

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