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Ter Mors schreibt Geschichte über 1500 Meter

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Olympia  

Ter Mors schreibt Geschichte über 1500 Meter

16.02.2014, 19:32 Uhr | dpa

Ter Mors schreibt Geschichte über 1500 Meter. Jorien ter Mors setzt die Oranje-Festspiele beim Eisschnelllauf fort.

Jorien ter Mors setzt die Oranje-Festspiele beim Eisschnelllauf fort. Foto: Vincent Jannink. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Claudia Pechsteins schlechtestes Olympia-Ergebnis war beim Überraschungs-Gold von Jorien ter Mors nur eine Randnotiz. Die Shorttrack-Spezialistin verblüsste bei ihrem unerwarteten Olympiasieg über 1500 Meter die gesamte Eisschnelllauf-Weltelite.

Mit dem olympischen Rekord von 1:53,51 Minuten bezwang die Niederländerin in Sotschi selbst Top-Favoritin und Teamkollegin Ireen Wüst. "Wahnsinn. Mir fehlen die Worte", stammelte sie nach dem olympischen Novum. Als erste Frau wagte Ter Mors den Doppelstart auf der Kurz- und Langbahn und düpierte dabei alle - und das 24 Stunden nach ihrem vierten Platz im Shorttrack über die gleiche Distanz. Pechstein musste mit Platz 19 zufrieden sein.

"Es ist bizarr, auf dieser Bahn Olympiasiegerin zu werden. Ich denke jetzt an alles, was ich in den letzten Jahren mitgemacht habe. Ich habe meinen Vater verloren und dann das hier", sagte Ter Mors dem TV-Sender NOS. Wüst sicherte sich mit enttäuschendem Silber in 1:54,02 Minuten immerhin ihre sechste Olympia-Medaille (3/2/1). Bronze holte Lotte van Beek (1:54,54), die damit den dritten Dreifach-Erfolg der überragenden Niederländer in Sotschi perfekt machte. Auch die Vierte Marrit Leenstra (1:56,40) kommt aus den Niederlanden.

Mit dem Triumph von Ter Mors rechnete dagegen selbst im Mutterland des Eisschnelllaufs kaum jemand. Mit einem Schicksalsschlag hatte die Olympia-Saison für die 24-Jährige aus Enschede begonnen. Im Trainingslager in Font Romeu erfuhr sie im Mai vom Krebstod ihres Vaters Henk. Alle ihre Erfolge auf der Eisbahn widmete sie seitdem nur ihm.

Ter Mors liebt die Shorttrack-Raserei über alles. Im "Nudeltopf" - der engen 111-Meter-Bahn - fühlt sie sich nach wie vor wohler. Bei der Shorttrack-EM in Dresden führte sie ihre Staffel zum vierten Mal zu Gold. Das Eisschnelllaufen ist für sie eher ein Seitensprung. Im Dezember 2012 war sie erstmals auf die lange Eisbahn gewechselt und hatte Superstar Wüst mit dem Gewinn der Mehrkampf-Krone bei den nationalen Titelkämpfen gleich geschockt. Nach dem Sieg war sie ihrem damals schon todkranken Papa in die Arme gefallen und in Tränen ausgebrochen. Auch am Sonntagabend weinte sie hemmungslos.

Der 41 Jahre alten Pechstein blieb nur die kleine Genugtuung, beste Deutsche über die Mittelstrecke zu sein. In dürftigen 1:59,47 Minuten war sie auf dem schwerem Eis in der Adler-Arena schneller als ihre enttäuschende Berliner Trainingsgefährtin Monique Angermüller (2:00,52/24.) und Gaby Hirschbichler (30.). "Das ist definitiv nicht mein Eis. Das ist holländisches Eis. Die Platzierung ist mir scheißegal. Ich wollte unter Wettkampfbedingungen das schwere Eis in vollbesetzter Halle testen", sagte Pechstein, die danach erneut zur Doping-Kontrolle ausgelost wurde. Am Mittwoch will sie über 5000 Meter ihre zehnte Olympia-Medaille holen.

Fünf Olympiasiege waren das Ziel von Ireen Wüst in Sotschi. Nach dem Erfolg über 3000 Meter und den beiden zweiten Plätzen über 1000 und 1500 Meter muss die dreifache Olympiasiegerin aus Heerenveen nun auf die 5000 Meter und die Teamverfolgung hoffen, um Schwimmerin Inge de Bruijn (4/2/2) als erfolgreichste Olympionikin der Niederlande noch abzulösen. Das überragende niederländische Team kommt bei den Sotschi-Spielen jetzt schon auf das Rekordergebnis von 16 Medaillen (5/5/6).

Nur am Vortag musste das siegverwöhnte Team Oranje eine bittere Niederlage einstecken. In der bisher knappsten Eisschnelllauf-Entscheidung der Olympia-Historie musste sich Koen Verweij über 1500 Meter der Herren in 1:45,006 mit drei Tausendstelsekunden Rückstand dem Polen Zbigniew Brodka beugen. Der Feuerwehrmann aus Lowicz holte damit das erste olympische Gold für sein Land im Eisschnelllauf.

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