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Sachenbacher-Stehle Vierte: Zu Bronze fehlte Sekunde

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Olympia 2014  

Sachenbacher-Stehle Vierte: Zu Bronze fehlte Sekunde

17.02.2014, 20:23 Uhr | dpa

Sachenbacher-Stehle Vierte: Zu Bronze fehlte Sekunde. Evi Sachenbacher-Stehle verpasste eine Medaille haarscharf.

Evi Sachenbacher-Stehle verpasste eine Medaille haarscharf. Foto: Kay Nietfeld. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Evi Sachenbacher-Stehle zuckte mit den Schultern und zeigte auch als Vierte ihr strahlendes Lächeln. Am Ende fehlten der zweimaligen Langlauf-Olympiasiegerin in Sotschi nur eine Sekunde oder sieben Meter auf Bronze im Massenstart der Biathletinnen.

"Ich bin einerseits schon sehr glücklich, aber andererseits auch traurig, weil es so knapp war mit einer Medaille", sagte die 33-Jährige nach ihrer besten Platzierung als Skijägerin. "Mann-o-Meter, da schieße ich schon mal Null und es reicht trotzdem nicht."

Trotz ihrer starken Leistung konnte die Umsteigerin die ernüchternde Olympia-Bilanz der deutschen Damen nicht verhindern. Zum ersten Mal überhaupt bei Winterspielen blieb das Team ohne Medaille in den Einzelkonkurrenzen. Andrea Henkel landete bei der Rückkehr nach ihrer Erkältung mit einer Strafrunde auf Rang 18. Franziska Hildebrand stürzte und beendete das Rennen auf der anspruchsvollen Strecke auf Platz 29 unter 30 Starterinnen. "Ein vierter Platz ist schon etwas in der Welt, auch wenn er teilweise viel zu wenig Anerkennung findet", analysierte Damen-Trainer Ricco Groß.

Dafür räumt die vom Deutschen Klaus Siebert betreute Weißrussin Darja Domratschewa in Krasnaja Poljana weiter ab und gewann bereits ihr drittes Gold bei den Sotschi-Spielen. "Unglaublich, phänomenal. Eine solche Sportlerin habe ich noch nie gehabt", sagte ihr sächsischer Coach. Die 27-Jährige siegte vor der Tschechin Gabriela Soukalova und Tiril Eckhoff (Norwegen). Die Medaillengewinnerinnen mussten im Gegensatz zu Sachenbacher-Stehle je einmal in die Strafrunde.

Zwei Jahre nach ihrer aus der Not geborenen Umschulung zeigte die Bayerin gleich in ihrem ersten großen Massenstart-Wettkampf ihr bestes Rennen. Am Schießstand blieb Sachenbacher-Stehle zum ersten Mal in ihrer Karriere in einem Rennen mit viermaligem Schießen fehlerfrei. In der Loipe war sie aber nur Siebtschnellste. "Ich weiß nicht, warum. Es geht zwar läuferisch auch ganz gut, aber irgendwie soll es nicht sein. Es ist immer irgendjemand, der vorbeischnippt", erklärte Sachenbacher-Stehle.

Nach dem vierten Schießen ging die Quereinsteigerin als Dritte in die Schlussrunde, doch Eckhoff spurtete an der ehemaligen Langläuferin noch vorbei. "Zum Schluss habe ich mir nur gedacht: Rennen, rennen, denn so eine Chance kommt so schnell nicht wieder. Aber es hat mir der letzte Punch gefehlt", gab Sachenbacher-Stehle zu. Damen-Bundestrainer Gerald Hönig versuchte, das Positive zu sehen. "Es ist heute ein bisschen ein Fingerzeig, dass wir dabei sein können, und hoffentlich auch eine Tendenz in die Richtung, was wir in der Staffel noch bewegen können", sagte er in der ARD.

Vor vier Jahren in Vancouver hatte sich Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner über die 12,5 Kilometer bereits ihr zweites Gold geholt, Simone Hauswald gewann in der jüngsten Biathlon-Disziplin Bronze - genau wie später in der Staffel zusammen mit Kati Wilhelm, Martina Beck und Andrea Henkel. Von einer ähnlich guten Bilanz sind Sachenbacher-Stehle und Co. in Sotschi weit entfernt.

Vielleicht geht in der Staffel noch was. Andrea Henkel kommt nach ihrer Erkältung langsam wieder in Form, doch auch die 36-Jährige war geknickt. "Leider geht es hier auch langsam zu Ende", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von 2002, die es als einzige Deutsche in diesem Winter aufs Weltcup-Podest geschafft hatte. Nach dieser Saison wird die achtmalige Weltmeisterin ihre Karriere beenden. Sachenbacher-Stehle will dagegen weitermachen - aber nicht mehr lange. "Man soll zwar nie nie sagen, aber ich glaube, 2018 bin ich nicht mehr dabei", meinte sie.

Die Hoffnungsträgerinnen der deutschen Biathlon-Damen waren für das "Champions Race" zwar qualifiziert, aber nicht dabei. Die 19 Jahre junge Franziska Preuß und die ein Jahr ältere, dreimalige Junioren-Weltmeisterin Laura Dahlmeier wurden geschont, damit es in der letzten Olympia-Woche vielleicht doch noch zu einer Medaille in den Staffeln reicht. Die beiden Youngster zogen sogar für zwei Tage vom Athletendorf in den Bergen ins deutsche Quartier an der Küste, um ihre Köpfe frei zu bekommen.

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