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Olympia 2014: Felix Neureuther braucht ein "Wunder"

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Olympia 2014  

Neureuther braucht ein "Wunder"

18.02.2014, 19:36 Uhr | dpa

Olympia 2014: Felix Neureuther braucht ein "Wunder". Felix Neureuther leidet unter den Folgen eines Schleudertraumas.

Felix Neureuther leidet unter den Folgen eines Schleudertraumas. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Felix Neureuther setzt weiter auf ein "Wunder". Beim Kampf um seinen Olympia-Traum ließ sich der WM-Zweite auch am Dienstag intensiv behandeln.

Reichlich rote Stellen hinterließ die Therapie an Neureuthers Rücken - der Skirennfahrer will den olympischen Riesenslalom nicht schon vorzeitig aufgeben. "Die Behandlungen zeigen ihre Wirkung! Never give up!", formulierte es Neureuther kämpferisch und stelle ein Foto seines nackten, muskelbepackten Oberkörpers ins Internet. Ob der 29-Jährige starten kann, soll erst im letzten Moment entschieden werden.

"Man wird das sicher bis Mittwoch in der Früh offen lassen. Das muss man", sagte Alpindirektor Wolfgang Maier nach der dritten Medaille seines Teams. Zu gerne würde er nach dreimal Edelmetall in Sotschi und vielen Damen-Medaillen bei den vergangenen Winterspielen auch einmal Herren-Edelmetall in der Olympia-Bilanz verbuchen. Denn die letzte Plakette liegt durch Gold von Markus Wasmeier schon 20 Jahre zurück. Der Doppel-Olympiasieger von 1994 hofft, dass Neureuther die gesundheitlichen Probleme nach seinem Autounfall in den Griff bekommt und dass das "Zähne zusammenbeißen funktioniert".

Auf eine rechtzeitige Genesung setzt auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Er bringt die notwendige Erfahrung, die Reife, das Können und auch die Coolness mit, um da eine ganz tolle Rolle zu spielen", sagte Hörmann. Wenn, ja wenn er denn fit genug sei. "Das kann natürlich auch noch ganz anders, nämlich tragisch, enden." Denn wie bitter wäre ein kompletter Ausfall Neureuthers bei diesen Spielen, vor denen der Skirennfahrer in der Form seines Lebens auftrumpfte?

Fünf turbulente Tage liegen beim Rennen an diesem Mittwoch hinter den deutschen Alpin-Herren. Nach zwischenzeitlicher "Euphorie" kehrte "relativ schnell der Hammer zurück", so Maier. Und die Auftritte von Fritz Dopfer und Stefan Luitz gerieten durch den Autounfall des Besten und Prominentesten im Team komplett in den Hintergrund. "Die sind jetzt so den Tisch runtergefallen, das ist schon erstaunlich", wunderte sich Maier. "Aber man darf sie nie abschreiben, denn die gehören auch zu den besten 15. Die Spiele sind komplett offen."

Neureuther hin oder her - Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel setzt auf seine Truppe in jedem Fall große Stücke. "Wer immer eine Medaille gewinnen will, muss erstmal an den Dreien vorbei", betonte der Coach. Planbar sind allerdings nur die Einsätze von Dopfer (drei Weltcup-Podestplätze) und Luitz (zwei). "Der ganze Betrieb kann ja nicht stillstehen, nur weil der Felix vielleicht nicht fahren kann", sagte Maier.

Neureuther setzt dagegen neben der Behandlung auf höhere Kräfte. "Ich brauche ein Wunder", sagte der Skirennfahrer der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Größer als beim Riesenslalom sind Neureuthers Chancen beim Torlauf zum Abschluss der Alpin-Wettbewerbe am Samstag.

Sorgen machen sich alle Teamkollegen - noch mehr fühlt die Mama mit. "Besonders gut sieht es aus der Distanz nicht aus. Mit Schmerzen würde es keinen Sinn machen", sagte die zweimalige Olympiasiegerin Rosi Mittermaier der Nachrichtenagentur dpa in Sotschi. Sie wisse aber derzeit nichts Genaues über den Gesundheitszustand ihres Sohnes. "Skisportler sind ja einiges gewöhnt, aber ein Verkehrsunfall auf dem Weg zum Rennen, das ist schon was", sagte die Mutter.

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