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Olympia 2014  

Olympia-Arzt Wolfarth: "Infektionsrate in Sotschi normal"

18.02.2014, 14:32 Uhr | dpa

Olympia-Arzt Wolfarth: "Infektionsrate in Sotschi normal". Die Infektionsrate geht in der zweiten Woche immer nach oben, sagt Chefarzt Bernd Wolfarth.

Die Infektionsrate geht in der zweiten Woche immer nach oben, sagt Chefarzt Bernd Wolfarth. Foto: Jochen Luebke. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Chefmediziner Bernd Wolfahrt sieht trotz der Infektionserkrankungen prominenter Patienten wie Maria Höfl-Riesch und Eric Frenzel keinen Grund zur Sorge für das deutsche Olympia-Team.

"Was wir hier sehen, ist im Vergleich zu anderen Winterspielen normal", erklärte er in Sotschi der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings würden die Infektionen in der zweiten Olympia-Woche immer ansteigen. Die niedrigste Erkrankungsrate habe man 2010 in Vancouver gehabt. "Vor diesen Spielen wurde monatelang vor der grassierenden Schweinegrippe gewarnt", sagte Wolfarth. "Da hat jeder mehr auf Desinfektion geachtet."

Die Gefahr, sich durch Bakterien und Viren zu infizieren, ist bei Winterspielen die große Herausforderung der Ärzte. "Das ist das größte Problem im Winter, besonders für die Ausdauersportler", sagte Wolfahrt, der seit 2008 Olympia-Arzt des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist. Ein Skispringer könne unter Umständen mit einem Infekt springen, bei Biathleten oder Langläufern mit Strecken bis zu 50 Kilometer geht das viel schwerer oder gar nicht.

Die Ursachen für die hohe Erkrankungsrate sind widrige Wetterbedingungen, Menschenmassen, Nachlässigkeit mit der Kleidung oder überhitzte Räume. "Athleten und Trainer können unsere Vorsichtsmaßregeln nicht mehr hören", weiß Wolfahrt. Das Ignorieren der guten Ratschläge kann aber Medaillen kosten.

Manche Verhaltensregeln klingen wie bei Mutti: Rasch aus den nassen Klamotten, um sich nicht zu verkühlen. Leichter gesagt als getan. "Die Aktiven bekommen vor allem nach Erfolgen Probleme, weil sie sich danach den Medien stellen und zur Doping-Kontrolle gehen oder Sponsorentermine wahrnehmen müssen. Es sind Stresssituationen", erklärte Wolfahrt. Auch die Mensa des olympischen Dorfes ist eine Brutstätte für Keime. "Wenn 500 oder 600 Athleten da sitzen, sind oft die Türklinken oder anderes mit Keimen belegt", sagte der 48-Jährige.

Deshalb haben alle deutschen Athleten Fläschchen mit Desinfektionsmitteln für die Hände erhalten. Denn alle können und wollen nicht so konsequent wie der Norweger Ole Einar Björndalen sein: Der siebenmalige Biathlon-Olympiasieger gibt niemandem bei Großveranstaltungen die Hand. "Wenn man ganz konsequent wäre, müsste man sich von allem vor dem Wettkampf fernhalten", meinte Wolfahrt, "aber wir stehen alle im wirklichen Leben."

Neben permanenter Desinfektion der Hände und vernünftiger Kleidung kann die Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen sowie viel Trinken Erkrankungen vorbeugen. Manchmal ist die beste Prävention aber der Verzicht. "Wir nehmen auch mal Athleten, die wichtige Wettkämpfe vor sich haben, vorher aus dem Rennen - und lassen sie zum Beispiel nicht zum Botschafterempfang gehen", sagte Wolfahrt.

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