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Sebastian Vettel nach Test-Debakel: fahren, fahren, fahren

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Nach Test-Debakel  

Vettels Devise: fahren, fahren, fahren

18.02.2014, 14:39 Uhr | dpa

Sebastian Vettel nach Test-Debakel: fahren, fahren, fahren. Rückwärtsgang: Der Trainingsauftakt verlief für Sebastian Vettel und sein Red-Bull-Team alles andere als gut. (Quelle: imago/Crash-Mediagroup)

Rückwärtsgang: Der Trainingsauftakt verlief für Sebastian Vettel und sein Red-Bull-Team alles andere als gut. (Quelle: imago/Crash-Mediagroup)

Nach den lächerlichen 92,988 Kilometern zum viertägigen Testauftakt gilt für Sebastian Vettel bei den zweiten Proberunden die Devise: fahren, fahren, fahren. Bloß nicht wieder dreimal vorzeitig abbrechen. Bloß nicht wieder Feuer aus dem Heck in der Garage statt Vollgas auf der Strecke für den Red-Bull-Boliden. "Uns hat die Zeit gefehlt", räumte Staringenieur Adrian Newey zu dem Debakel jüngst ein.

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Und der Zeit läuft das Weltmeister-Team der Formel 1 zunächst noch hinterher. Nicht mal mehr ein Monat vor dem Rennauftakt und dem Start in Vettels fünfte WM-Mission ist die Konkurrenz weiter in der Entwicklung, allen voran das deutsche Mercedes-Team. Nach den meisten Runden in Jerez wollen Nico Rosberg und Lewis Hamilton von Mittwoch bis Samstag auch in Bahrain die Zuverlässigkeit des vielversprechenden neuen Silberpfeils testen.

"Standfestigkeit ist das Schlagwort für die ersten fünf, sechs Rennen", sagte Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda: "Wer das in der Vorbereitung am besten gelöst hat, wird weit vorne sein."

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"Dann sieht man die Zielflagge nicht"

Dabei wird es für die, die die ärgsten Kinderkrankheiten bereits überstanden haben, vor allem auch ums Thema Spritverbrauch gehen. Man könne es gerne probieren, mit den neuerdings nur noch erlaubten 100 Kilogramm Sprit Vollgas zu fahren, "aber ich glaube, man sieht die Zielflagge dann kein einziges Mal", prophezeite Vettel bereits.

Dass der 26 Jahre alte Titelverteidiger in Jerez nur elf Runden an zwei Tagen drehte, hatte mit ökonomischem Fahrverhalten nichts zu tun. Praktisch alle Teams, die mit den neuen Antriebssträngen von Renault unterwegs waren, haderten. "Wir hatten zwei oder drei große Probleme, die wir nun gelöst haben", erklärte vor der zweiten Testphase Renaults Streckenchef Remi Taffin.

Erledigt ist die Sache damit aber noch nicht: Renault und seinen Partnern steht auch in der Wüste von Sakhir mit den neuen Turbo-Triebwerken und den zusätzlichen Hybridsystemen eine Menge Abstimmungsarbeit bevor.

Konkurrenz schreibt Red Bull nicht ab

Voreilig abschreiben will den Red-Bull-Rennstall aber niemand. "Für die Formel 1 ist es nicht gut, wenn ein Hersteller in Nöten ist. Aber ich bin mir sicher, sie werden stark zurückkommen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Hoffentlich etwas weniger stark als zuvor."

Auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali betonte: "Ich bin vorsichtig damit, ein Team, das in den vergangenen Jahren gewonnen hat, aus dem Kreis der Hauptkonkurrenten zu streichen." Wenn Red Bull die Probleme erkannt habe, könne das Team die verlorenen Kilometer leicht nachholen, meinte er.

Vier Tage haben Red Bull und seine Verfolger nun Zeit. Vom 29. Februar bis 2. März folgt die dritte und letzte Testperiode, abermals auf dem Grand-Prix-Kurs in Bahrain. Spätestens dann dürfte sich auch in Sachen Top-Speed zeigen, wer die Nase vorn hat und dem Start der WM 2014 mit dem Großen Preis von Australien mit berechtigter Vorfreunde entgegenblicken kann - oder mit sorgenvoller Miene.

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