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DSV-Adler feiern

18.02.2014, 14:49 Uhr | dpa

. Freudetrunken: Die deutschen Skispringer Andreas Wank (li.), Andreas Wellinger (2.v.l.), Marinus Kraus (2.v.re.) und Severin Freund (re.) stoßen auf ihre Goldmedaille an. (Quelle: dpa)

Freudetrunken: Die deutschen Skispringer Andreas Wank (li.), Andreas Wellinger (2.v.l.), Marinus Kraus (2.v.re.) und Severin Freund (re.) stoßen auf ihre Goldmedaille an. (Quelle: dpa)

Um 4.30 Uhr knipsten die deutschen Gold-Adler nach einer zünftigen Party das Licht in der Bar des Österreich-Hauses aus. Bis in die frühen Morgenstunden begossen Severin Freund, Andreas Wellinger, Marinus Kraus und Geburtstagskind Andreas Wank mit den silbernen Austria-Fliegern ihren größten Triumph, der das Startsignal für einen neuen Schanzen-Boom in Deutschland geben soll.

"Ich denke, dass wir ein Rad in Schwung gebracht haben, dass ähnlich wie in der Nordischen Kombination immer wieder junge Leute oben anklopfen werden. Davon wird der Skisprung die nächsten zehn Jahre profitieren", stellte Bundestrainer Werner Schuster am Dienstag müde, aber zufrieden fest.

DOSB-Chef Alfons Hörmann war sich der Dimension des Erfolges bewusst. "Wir wissen, was an dieser Medaille hängt. Das Skispringen prägt den Wintersport ganz entscheidend. Deshalb war das Gold nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich sehr wertvoll", sagte der langjährige Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Sechs Jahre hatte Schuster auf diesen Moment hingearbeitet. In der Stunde des Triumphes zog er sich wie einst Franz Beckenbauer nach dem Gewinn des WM-Titels 1990 kurz zurück und ließ den Film der langen Reise an seinem geistigen Auge vorbeilaufen. Mit dem Kaiser wollte er sich jedoch nicht auf eine Stufe stellen lassen: "Der Franz ist eine ganz andere Hausnummer."

Einen Vergleich zur schönsten Nebensache der Welt zog er dann aber doch. "Man kann in unserem Sport den Erfolg nicht einkaufen wie im Fußball. Wenn eine Mannschaft mal schlecht spielt, können sie ein paar Millionen in die Hand nehmen. Bei uns muss eine nationale Ausbildungsschiene geschaffen werden", sagte Schuster.

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