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Olympia-Ticker: Finnland schockt Gastgeber Russland

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Olympia auf einen Blick  

Finnland schockt Gastgeber Russland

19.02.2014, 20:34 Uhr | t-online.de, dpa

Olympia-Ticker: Finnland schockt Gastgeber Russland. Russlands Goalie Semjon Warlamow kann das vorzeitige Aus seines Teams nicht fassen. (Quelle: AP/dpa)

Russlands Goalie Semjon Warlamow kann das vorzeitige Aus seines Teams nicht fassen. (Quelle: AP/dpa)

Der historische Absturz der Sbornaja versetzte Olympia-Gastgeber Russland in eine Schockstarre. Unter Pfiffen und Buhrufen der entsetzten Fans flüchteten die Eishockey-Superstars um Alexander Owetschkin nach dem 1:3-Viertelfinalalbtraum gegen die Finnen aus dem Bolschoi-Dom - das wichtigste Gold bei den Heim-Winterspielen war weg. "Ich kann mich nur entschuldigen", sagte Coach Sinetula Biljaletdinow nach dem harten Stimmungsdämpfer vor dem Olympia-Endspurt. Der Gold-Auftrag von Wladimir Putin wurde nicht erfüllt.

NHL-Star Owetschkin fand deutlichere Worte. "Es kotzt mich einfach an. Wir beginnen gut, schießen ein Tor. Und dann kosten uns zwei Fehler das gesamte Spiel", sagte der Flügelspieler der Washington Capitals völlig konsterniert. Er war eine der ganz großen Enttäuschungen des Turniers.

Spieler und Trainer machen sich aus dem Staub

Mit hängendem Kopf lief der Superstürmer zur Bank, nachdem die Schlusssirene den Eishockey-Albtraum besiegelt hatte. Sein Team fand gegen clevere Finnen kein Mittel, der umjubelte Führungstreffer durch Ilja Kowaltschuk (8. Minute) war zu wenig. Juhamatti Aaltonen (10.), Teemu Selänne (18.) und Mikael Granlund (26.) drehten das Match für das Suomi-Team, das im Halbfinale nun auf den zweimaligen Olympiasieger Schweden trifft.

Dann werden die vermeintlichen russischen Puck-Heroen schon nicht mehr am Schwarzen Meer sein, ihre Heimflüge sind bereits gebucht. "Sie reisen alle ab", kündigte Trainer Biljaletdinow an, "und auch ich mache mich lieber aus dem Staub". Medien fordern schon den Rauswurf des Coaches. "Ich möchte weiterarbeiten. Aber das entscheide nicht ich, das entscheidet die Führung", räumte er ein. "Ich habe persönlich Fehler gemacht."

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Russische Medien wetzen schon die Messer

Die Nation war fassungslos. Kremlchef Putin hatte Eishockey-Gold als höchstes Ziel ausgegeben, nun könnte die Olympia-Stimmung in den verbleibenden Tagen in den Keller rutschen. Kapitän Pawel Dazjuk gestand: "Der psychologische Druck war sehr groß. Als Mannschaft waren die Finnen besser." Torhüter Sergej Bobrowski, der erst beim Stand von 1:3 ins Spiel kam, fühlte "nur noch Leere".

Für die Russen, die in ihrer Historie erst zum zweiten Mal eine olympische Medaille oder ein olympisches Halbfinale verpassten, bleiben die Nordeuropäer der Angstgegner. Schon bei der Heim-WM 2007 schockten die Finnen die Gastgeber mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung im Halbfinale, ein Jahr zuvor waren die Russen bei den Winterspielen von Turin ebenfalls im Halbfinale 0:4 unterlegen. Nun setzte sich die schwarze Serie ausgerechnet bei Olympia fort. "Do swidanja (Auf Wiedersehen) in Pyeongchang 2018", schrieb "Sport Express". "Sowjetski Sport" forderte umgehend: "Nach diesem Fiasko muss sich viel im russischen Eishockey ändern - nicht nur der Trainer der Sbornaja."

Bitterer Tag für die deutschen Snowboarder

Auch für die deutschen Olympioniken war es ein gebrauchter Tag: Patrick Bussler strauchelte mit Bronze vor Augen, seine hoch gehandelten Snowboard-Kolleginnen erlebten einen "rabenschwarzen Tag": Während der 29-Jährige die erste deutsche Medaille im Rosa Chutor Extreme Park im kleinen Finale vergab, fuhren Weltmeisterin Isabella Laböck und Co. nicht einmal unter die besten Zehn.

Knüppeldick kam es für die zweimalige WM-Dritte Amelie Kober, die mit einer Ellenbogenverletzung um ihren Start im Slalom am Samstag bangen muss. Bei seiner dritten Olympiateilnahme fehlten Bussler letztlich 2,26 Sekunden, um als erster deutscher Snowboarder eine Medaille bei Winterspielen zu gewinnen. Gold holte sich der russische Lokalmatador Vic Wild. Der gebürtige Amerikaner setzte sich im Finale gegen den Schweizer Nevin Galmarini durch.

Alexander Bergmann war im Achtelfinale ausgeschieden und kam auf Platz 13, Stefan Baumeister (20.) scheiterte bereits in der Qualifikation. Dort fanden auch die Ambitionen von Laböck ein jähes Ende. Das Pin-up-Girl der deutschen Snowboarderinnen kam auf dem gefrorenen Hang überhaupt nicht zurecht und haderte nach Platz 18. "Ich bin unglaublich enttäuscht, das ist alles andere als befriedigend", sagte Laböck.

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"Der Moment ist mega bitter. Das war ein rabenschwarzer Tag für uns Mädels", sagte Selina Jörg, die als beste Deutsche das Achtelfinale erreicht hatte und letztlich auf Platz 13 kam. Patrizia Kummer gewann bei den Frauen. Die Gesamtweltcupsiegerin aus der Schweiz bezwang die Japanerin Tomoka Takeuchi.

Skilanglauf: Angerer reist mit Fieber ab

Für Skilangläufer Tobias Angerer sind seine letzten Olympischen Spiele vorzeitig beendet. Der 36-Jährige reiste wegen eines grippalen Infektes zurück nach Deutschland. "Die Entscheidung musste schnell getroffen werden, damit er keine anderen Sportler ansteckt. Ihm geht es nicht gut", sagte DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach. "Das war es für mich mit Olympia in Sotschi. Leider hat mich heute Nacht ein Infekt mit Fieber erwischt, die Zeit bis zu den 50 Kilometer am Sonntag reicht nicht mehr aus. Es ist schon sehr bitter, aber die Gesundheit geht nun mal vor", schrieb Angerer bei Facebook.

Auch Birnbacher auf dem Heimweg

Abgereist sind auch Angerers Teamkollege Jens Filbrich und Biathlet Andreas Birnbacher. Beide waren für einen weiteren Einsatz bei den Winterspielen nicht mehr vorgesehen. Angerer, der nach der Saison seine Karriere beendet, hatte sich besonders für das abschließende 50-Kilometer-Rennen Chancen ausgerechnet. 2009 hatte der zweimalige Olympia-Zweite auf der "Marathon-Strecke" WM-Bronze geholt.

Kanada gegen Schweden im Damen-Finale im Curling

Im olympischen Curling-Turnier der Frauen kommt es wie vor vier Jahren zum Finale Kanada gegen Schweden. Die Nordamerikanerinnen besiegten die Weltmeister aus Großbritannien mit 6:4. Das Team um Skip Jennifer Jones will sich für die Niederlage in Vancouver revanchieren. Die Skandinavierinnen gewannen gegen die Schweiz mit 7:5. 

Beim Eiskunstlauf steht Kim Yu-Na steht vor ihrem zweiten Olympiasieg. Die grazile Läuferin aus Südkorea lief im "Eisberg" von Sotschi ein mitreißende Kurzkür und ließ ihre Konkurrentinnen Adelina Sotnikowa aus Russland und Carolina Kostner aus Italien hauchdünn hinter sich. "Das war wunderschön, ein Programm mit perfekt ausgeführten Sprüngen", sagte Katarina Witt, die als letzte Frau 1988 einen Olympiasieg wiederholen konnte. Aus dem von den Olympia-Gastgebern ersehnten Duell um Gold zwischen Kim und Julia Lipnizkaja wird nach einem Sturz der 15 Jahre alten Russin wohl nichts mehr. Die Deutsche Nathalie Weinzierl ist Zehnte. 

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