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Felix Neureuther verpasst eine Riesenslalom-Überraschung

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Fünf Tage nach Autounfall  

Neureuther verpasst die Überraschung

19.02.2014, 13:52 Uhr | t-online.de, dpa

Felix Neureuther verpasst eine Riesenslalom-Überraschung. Felix Neureuther nach dem olympischen Riesenslalom (Quelle: dpa)

Felix Neureuther nach dem olympischen Riesenslalom (Quelle: dpa)

Die deutschen Ski-Herren um den tapferen Felix Neureuther haben sich beim mitreißenden Riesenslalom-Auftritt nicht mit einer Medaille belohnt. Fünf Tage nach seinem Autounfall kämpfte sich Neureuther zu Platz acht, Dopfer kam auf Rang zwölf ins Ziel.

"Ich habe versucht zu attackieren. Aber man hat gemerkt, dass ich die letzten fünf Tage gelegen habe", erklärte ein geschaffter Neureuther, dem 0,66 Sekunden zu Bronze fehlten. Nach dem WM-Titel feierte sein amerikanischer Kumpel Ted Ligety auch den Olympiasieg. Ganz besonders bitter war der Tag für Stefan Luitz: Beim Traumlauf im ersten Durchgang legte er zwar die beste Zeit der Deutschen hin, aber ein Einfädler am letzten Tor brachte ihn um den vielleicht ganz großen Winterspiel-Tag.

Riesenslalom-Dominator Ligety lag beim Rennen in Krasnaja Poljana 0,48 Sekunden vor dem Franzosen Steve Missillier. Dessen Landsmann Alexis Pinturault belegte Platz drei. Überraschend ohne Riesenslalom-Edelmetall blieb Österreichs Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher auf Rang vier.

Luitz: "Du Vollidiot"

Wenigstens etwas hatte auch Neureuther gewonnen: Wieder mehr Zuversicht in seinen nach dem Unfall bei der Olympia-Anreise verletzten Rücken. "Das war brutal wichtig für mich, heute am Start gestanden zu sein. Auch für meinen Körper, um zu sehen, dass er den Belastungen stand hält", sagte der 29-Jährige, der beim Torlauf am Samstag zu den Mitfavoriten zählt.

Wie vor vier Jahren in Vancouver belegte Neureuther ebenfalls Rang acht im Riesentorlauf. Zuletzt besser war ein deutscher Alpin-Herr 1994, als Markus Wasmeier Doppel-Olympiasieger wurde. "Erst einmal freue ich mich, dass wir mit drei Mann da vorne drin waren. Vor vier oder acht Jahren hat manch einer gesagt: Unvorstellbar", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Statt auf Silberkurs in den zweiten Durchgang zu starten, war Luitz im Finale nur noch Zuschauer. "Du Vollidiot", schilderte der Skirennfahrer seinen ersten Gedanken. Er war der Einzige, der Ligety im ersten Durchgang zumindest noch nahe gekommen war - aber das Ziel vor Augen schied er aus. "Aber es hilft nichts. Ich muss jetzt den Kopf hochnehmen und einfach das Gefühl, das ich beim Lauf gehabt habe, mitnehmen und in den nächsten Rennen wieder umsetzen."


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