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"Rabenschwarzer Tag" für Snowboarder Laböck & Co

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Olympia 2014  

"Rabenschwarzer Tag" für Snowboarder Laböck & Co

19.02.2014, 17:54 Uhr | dpa

"Rabenschwarzer Tag" für Snowboarder Laböck & Co. Isabella Laböck scheiterte bereits in der Qualifikation.

Isabella Laböck scheiterte bereits in der Qualifikation. Foto: Jens Büttner. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Weltmeisterin Isabella Laböck tröstete sich im Arm ihres Freundes Björn Kircheisen, die verletzte Amelie Kober ließ sich vom bayerischen Rodel-Goldquartett aufmuntern.

Von den ambitionierten deutschen Raceboardern durfte einzig Patrick Bussler jubeln - auch wenn der 29-Jährige im Parallel-Riesenslalom Überraschungsbronze knapp verpasste. "Es ist ein Grund zur Freude", sagte der Weltmeisterschaftsdritte von 2009, nachdem er im kleinen Finale dem Slowenen Zan Kosir unterlegen war. "Für mich ist das hier emotional eine Goldmedaille bei der WM."

Als einziger des Snowboard-Septetts kam Bussler in die Nähe des angestrebten Edelmetalls - musste sich aber zunächst dem überlegenen Olympiasieger Vic Wild aus Russland und dann nach einem eigenen Flüchtigkeitsfehler auch Kosir geschlagen geben. "Es wäre natürlich mehr drin gewesen heute", analysierte Sportdirektor Stefan Knirsch die Gesamtleistung. "Es war eine überragende Leistung von Patrick. Wenn man so knapp an Bronze vorbeifährt, das schmerzt."

Noch mehr als die verfehlte erste Herren-Medaille bei Olympia tat ein "rabenschwarzer Tag" (Selina Jörg) der deutschen Damen weh. Laböck und Kober scheiterten ebenso wie Anke Karstens bereits in der Qualifikation, für Jörg war das Achtelfinale Endstation. "Es ist mega-bitter, der Moment, wenn der Traum zerplatzt", sagte die 26-Jährige.

Beim Sieg der Schweizer Gesamtweltcupsiegerin Patrizia Kummer fuhr die Ehefrau des gebürtigen Amerikaners Wild, Aljona Sawarsina, zu Bronze. Nach der Heirat in Sibirien hatte sich Wild um die Staatsbürgerschaft bemüht und lobt die Sportförderung seiner neuen Heimat. "Russland ist das Land, das mir die Chance gegeben hat, zu gewinnen", sagte er.

Nur Jörg zeigte sich bis zu ihrem Ausrutscher in der ersten K.o.-Runde in Form, Laböck fehlte hingegen wie schon die komplette Saison die Sicherheit vom WM-Triumph vor gut einem Jahr. "Es ist unglaublich schade, nicht um Medaillen mitkämpfen zu dürfen, wahnsinnig bitter und enttäuschend", betonte die 27-Jährige.

Vor allem mit den zu Beginn glatten Pistenverhältnissen kamen die Deutschen nicht zurecht. "Es war eine komplette Eisglatze, da ist es für uns Snowboarder einfach schwierig, sich mit einer Kante auf den Beinen zu halten. Es ist schade, dass wir bei Großereignissen immer zum Teil katastrophale Bedingungen haben", sagte Laböck, die sich wie "auf rohen Eiern" fühlte.

Für Kober endete die Hoffnung auf einen ähnlichen Coup wie bei Olympia-Silber 2006 schon nach 27 Sekunden auf einer Eisplatte. "So schnell ist dann der Traum weg", meinte sie. Bei einem erneuten Patzer in Durchgang zwei zog sie sich auch noch einen knöchernen Kapsel-Ausriss im linken Ellenbogen zu. Kober müsse nicht operiert werden und werde versuchen, mit einer Schiene an den Start zu gehen, hieß es von Seiten des Verbands.

Vor der zweiten Chance der Speedfahrer scheint die Zielvorgabe von dreimal Edelmetall für den Snowboard Verband Deutschland allerdings bereits außer Reichweite. "Es ist theoretisch noch möglich", sagte Knirsch. "Aber mit einem verbleibenden Wettkampf ist das extrem ambitioniert, da muss man realistisch bleiben."

Vor allem da es auch bei Laböck zwickt: Frühere Rückenprobleme sind in den Tagen der Winterspiele von Sotschi wieder aufgebrochen. "Neuer Tag, neues Gefühl, anderes Gerät - voll angreifen", rief Laböck als Motto für den Slalom aus.

Dann könnte es erneut golderfahrene Unterstützung für das Snowboard-Team geben. Als Maskottchen hatten die Rodel-Champions Felix Loch & Co. im Zielbereich beim Riesenslalom auch Stefan Baumeister (Qualifikationsaus) und Andreas Bergmann (Achtelfinale) zunächst aber kein Glück gebracht. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger wünschte ihrer Bundespolizei-Zimmergenossin Kober nach deren Verletzung vor dem Weg zum alpinen Riesentorlauf noch alles Gute. "Wir haben schon überlegt, ob wir am 22. wieder kommen dürfen", sagte die Rodel-Queen der Nachrichtenagentur dpa und fügte nach kurzer Pause augenzwinkernd hinzu: "Wahrscheinlich nicht."

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