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Deutsche Doping-Jagd: NADA braucht ab 2015 zehn Millionen Euro

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Sportpolitik  

Doping-Jagd: NADA braucht ab 2015 zehn Millionen Euro

19.02.2014, 19:28 Uhr | dpa

Deutsche Doping-Jagd: NADA braucht ab 2015 zehn Millionen Euro. Andrea Gotzmann ist NADA-Vorstandsvorsitzende.

Andrea Gotzmann ist NADA-Vorstandsvorsitzende. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die deutschen Doping-Jäger brauchen im kommenden Jahr deutlich mehr Geld. Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) benötigt ab 2015 einen Gesamtetat von jährlich zehn Millionen Euro, um die steigenden Anforderungen bewältigen zu können.

Das erklärte die NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann vor dem Sportausschuss des Bundestages. Der erhebliche Mehrbedarf liege in dem ab 1. Januar 2015 geltenden neuen Welt-Anti-Doping-Code begründet, der für die NADA eine Erweiterung der Aufgaben mit sich bringe, machte Gotzmann deutlich.

Zudem will die NADA neben den Trainingskontrollen auch sämtliche Wettkampfkontrollen übernehmen. Derzeit hätten die Verbände der NADA lediglich 20 Prozent dieser Kontrollen übergeben, erklärte Gotzmann. Bei den Kontrollen werde eine hohe Qualität benötigt, betonte die NADA-Chefin.

Vonseiten der Bundesregierung wurde der NADA Unterstützung bei ihren Bemühungen um eine gesicherte Finanzierung zugesagt, hieß es in einer Presseerklärung des Bundestages. Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung zwischen CDU/CSU und SPD ist eine nachhaltige Finanzierung der NADA durch eine Erhöhung des Anteiles des Bundes festgeschrieben worden. Aus dem erhöhtem Etat ab 2015 sollen 1,9 Millionen Euro an die durch die Welt Anti-Doping-Agentur (WADA) akkreditierten Labore in Köln und Kreischa gehen.

Das Jahr 2014 plant die NADA nach eigenen Angaben mit einem Etat von 7,7 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren wusste die NADA am Jahresende nie, ob sie die 4,6 Millionen Euro für das operative Geschäft auftreiben kann. Nur durch zusätzliche Finanzspritzen des Bundes konnte der Haushalt gesichert werden. Für 2014 hatte der NADA-Aufsichtsratsvorsitzende Hans Georg Näder und seine Firma eine Million Euro beigesteuert, weil andere Unternehmen bisher kaum zur Förderung der Bonner Agentur bereit waren.

Laut Gotzmann trägt der Bund derzeit 40 Prozent der NADA-Einnahmen, der organisierte Sport über seine Verbände 29 Prozent, die Wirtschaft 20 Prozent und die Länder ein Prozent der Einnahmen. Dazu kommen die Zinsen des Stiftungskapitals.

Die Spende der mittelständischen Firmengruppe Otto Bock sowie die "positiven Signale" des organisierten Sports, 250 000 Euro zusätzlich zur Verfügung stellen zu wollen, ließen sie "etwas beruhigter in das Jahr 2014 gehen", sagte NADA-Chefin Gotzmann vor dem Sportausschuss. Würden sich die Einnahmen vermindern, müsste zuerst bei den Posten "Dopingkontrollsystem" und "Personal" eingespart werden.

Zum derzeitig wohl größtem Problem bei der Doping-Jagd, das vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi bekanntgewordene Full Size MGF, stellte Gotzmann den Bundestags-Abgeordneten in Aussicht, "dass das unsere Labore recht bald im Griff haben". Bisher ist dieser Wachstumsfaktor, der das Muskelwachstum beschleunigt, nur in Tierversuchen experimentell untersucht worden. Einen Nachweis für Full Size MGF gibt es bisher nicht.

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