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HSV - BVB: Traumeinstand von Mirko Slomka

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Spielbericht  

Traumeinstand von Mirko Slomka beim HSV

22.02.2014, 17:34 Uhr | dpa

HSV - BVB: Traumeinstand von Mirko Slomka. Hamburgs Heiko Westermann (li.) verteidigt gegen Dortmunds Robert Lewandowski. (Quelle: imago/Ulmer)

Hamburgs Heiko Westermann (li.) verteidigt gegen Dortmunds Robert Lewandowski. (Quelle: Ulmer/imago)

Borussia Dortmund hat den Slomka-Effekt voll zu spüren bekommen. In Mirko Slomkas ersten Spiel als Trainer der Hanseaten schaffte der HSV einen umjubelten Befreiungsschlag. Der Bundesliga-Dino setzte sich am 22. Spieltag verdient mit 3:0 (1:0) gegen Borussia Dortmund durch und stoppte damit den Negativlauf von sieben Liga-Pleiten in Serie.

Während der HSV im Kampf gegen den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte ein Zeichen setzte, hat die Star-Truppe von Jürgen Klopp die Generalprobe für das Champions-League-Achtelfinale in St. Petersburg verpatzt.

Besondere Emotionen

Petr Jiracek erzielte vor 57.000 Zuschauern per Kopf vor der Halbzeitpause das 1:0 für die Hausherren (42.). Pierre-Michel Lasogga hatte den Treffer des Tschechen mit einer präzisen Flanke vorbereitet. Nach dem Wechsel erhöhte Lasogga nach exaktem Zuspiel von Tolgay Arslan auf 2:0 (58.). Für den Schlusspunkt sorgte Hakan Calhanoglu (90.+1) mit einem 35-Meter-Freistoß.

Schon vor dem Anpfiff herrschte in der Arena eine besonders emotionale Stimmung. Die HSV-Fans gedachten ihres verstorbenen Klub-Idols Hermann Rieger mit einer beeindruckenden Choreographie. Die Profis der Hanseaten hatten sich vorgenommen, auch für den Kult-Masseur zu spielen und mit viel Leidenschaft endlich zu Punkten zu kommen. Der sehr agile Jiracek scheiterte mit einer ersten Schusschance aus 16 Metern jedoch am sicheren Dortmunder Keeper Roman Weidenfeller (17.).

Dortmund hat die Chance zur Führung

Psychotricks, mehr Training, sechs Spielerwechsel: Slomka hatte vor seinem Debüt alle Register gezogen. Und seine Maßnahmen schienen zu fruchten. Der BVB hatte seine liebe Mühe, sich gegen die aggressiven Hanseaten bis in die Gefahrenzone zu kombinieren.

Doch bei ihrer ersten Gelegenheit verpassten die Gäste die Führung nur um Haaresbreite, als Henrich Mchitarjan von der Strafraumgrenze abschloss. Johan Djourou, der mit dem Saison-Debütanten Slobodan Rajkovic die Innenverteidigung des HSV bildete, fälschte noch entscheidend ab (19.).

Auch Reus kann die Pleite nicht verhindern

Der Champions-League-Finalist des vergangenen Jahres war nun um mehr Spielkontrolle bemüht, blieb aber oft an der defensiven Dreierreihe im HSV-Mittelfeld hängen. Als Marcel Schmelzer den Star-Angreifer Robert Lewandowski dann per Flanke doch einmal fand, verzog der Pole bedrängt von Rajkovic (29.).

Klopp reagierte zur Pause und brachte Nationalspieler Marco Reus, den er zuvor mit Blick auf die Königsklasse geschont hatte. Für den nächsten Aufreger sorgte jedoch BVB-Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang, der bei einem extrem harten Einsteigen gegen Tolgay Arslan mit der Gelben Karte gut bedient war (55.). Als Arslan wieder stand, legte er Lasogga das 2:0 auf.

Wahnsinns-Tor von Calhanoglu

Der BVB kämpfte nun, kam durch eine Direktabnahme von Aubameyang dem Tor von Rene Adler gefährlich nah (64.). Doch auch der HSV blieb gefährlich und köpfte durch Djourou sogar das vermeintliche 3:0, was wegen eines Foulspiel zu Recht zurückgepfiffen wurde (67.). Adler rettete kurz später reaktionsschnell gegen Marvin Ducksch (70.) und Lukasz Piszczek (71.). Kurz vor Ende der Partie lässt Calhanoglu mit seinem Wahnsinns-Freistoß seine ganze Klasse aufblitzen und stellt den Endstand her.

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