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Nach Bob-Pleite bei Olympia 2014: Christoph Langen gibt sich kämpferisch

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Olympia 2014  

Langen befürchtet nach Bobpleite Mittelkürzungen

20.02.2014, 13:55 Uhr | dpa

Nach Bob-Pleite bei Olympia 2014: Christoph Langen gibt sich kämpferisch . Cheftrainer Christoph Langen gibt sich nach der Medaillen-Pleite kämpferische.

Cheftrainer Christoph Langen gibt sich nach der Medaillen-Pleite kämpferische. Foto: Tobias Hase. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Christoph Langen war schon als Aktiver kein Leisetreter. Im Gegenteil. Und daran hat sich nichts geändert.

Nach der historischen Pleite der deutschen Zweierbobs bei Olympia 2014 sprach der in der Kritik stehende Cheftrainer von Strukturdebatten und möglichen Mittelkürzungen - und ließ prompt die nächste Kampfansage los. "Leider, leider können sie das, was sie investiert haben, hier nicht ernten. Wenn es bei diesen Olympischen Spielen nicht ist, dann mit Sicherheit bei den nächsten. Dann werden wir eine ganz starke Mannschaft sein und ein richtiges Ding abfackeln", tönte der zweimalige Olympiasieger vor den Viererbob-Rennen am Wochenende. Vor Saisonbeginn hatte er drei Olympiasiege in Sotschi angekündigt.

Obwohl Heim- und Nachwuchstrainer ihre Kritik an ihm verschärfen, will der ehrgeizige und selbstbewusste Rheinländer seinen Widersachern Paroli bieten. Dabei zählt er auch auf die Solidarität seines Teams. "Wir sind eine absolut gute Truppe. Ich sehe in so einer Niederlage immer was Positives. Die Jungs sehen jetzt schnell, wer hinter ihnen steht oder dumme Kommentare loslässt", sagte Langen.

Verbandspräsident Andreas Trautvetter meinte nach dem enttäuschenden Frauen-Rennen nur: "Es ist bezeichnend, wenn uns 'Bobnationen' wie die Niederlande und Belgien um die Ohren fahren." Dennoch brachte sich Langen noch vor den ersten Analysen der Trainertagung und des Präsidiums des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) in Stellung. "Ich nehme die Herausforderung an und freue mich auf die nächsten Jahre, wenn ich noch Cheftrainer bleiben darf", sagte Langen. Wirklich daran zu zweifeln scheint er nicht.

Auch die erwarteten Strukturdebatten und Veränderungen nach den Sotschi-Spielen ändern an seiner Gelassenheit offenbar wenig. "Man muss schauen, wie es im Verband weitergeht. Man muss da deutlich sagen, dass da die eine oder andere Förderung ausfällt", sagte Langen. Alles Negative habe auch immer etwas Positives. "Wenn alles super läuft, ist es immer schwierig etwas zu ändern. Es ist bei uns in Deutschland auch an die Zeit gekommen, dass wir etwas ändern. Vielleicht einmal neue Wege gehen. Ich freue mich darauf."

Langen nannte als Ursache für das Scheitern in Sotschi erneut das Materialproblem. "Wir brauchen nicht herumdiskutieren, das Material spielt eine Riesenrolle. Ich will darüber nicht mehr reden, das müssen wir intern machen." Sein Verhältnis zur staatlich geförderten Materialschmiede FES gilt als angespannt. "Wenn ich da federführend wäre, hätte ich was anderes gebaut", kritisierte der Coach. FES-Direktor Harald Schaale widersprach und stellte sogar die zukünftige Zusammenarbeit mit Langen infrage: "Man muss prüfen, ob das in dieser Konstellation überhaupt Sinn macht."

Harmonie hört sich anders an. Langen kann sich der Rückendeckung durch Thomas Schwab sicher sein. Der BSD-Generalsekretär und Sportdirektor will vermitteln - und die Zwistigkeiten zwischen der Materialschmiede und dem Tüftler Langen "harmonisieren". Zuerst aber müssen die drei deutschen Piloten um Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt den Totalschaden im Eiskanal verhindern. Ohne Medaillen kehrten die deutschen Bobfahrer zuletzt 1964 aus Innsbruck zurück. "Der Vierer wird noch eine viel engere Kiste als der Zweier, das hat man schon im Training gesehen, wer da alles mitspielt", erklärte Langen. "Wir sind auf Augenhöhe, haben aber kein Wundergerät. Doch wir haben drei ganz starke Mannschaften, die alle drei aufs Podest fahren können - alle drei."

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