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Olympia 2014 : Letztes Biathlon-Rennen wird für Andrea Henkel zur Qual

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Olympia 2014  

Happy End? Andrea Henkels Abschiedsrennen

20.02.2014, 20:03 Uhr | dpa

Olympia 2014 : Letztes Biathlon-Rennen wird für Andrea Henkel zur Qual. Andrea Henkel hat noch eine letzte Medaillen-Chance.

Andrea Henkel hat noch eine letzte Medaillen-Chance. Foto: Kay Nietfeld. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Der Weg in ihr letztes olympisches Biathlon-Rennen war für Andrea Henkel eine einzige Quälerei.

Hustend schleppte sich die einzige deutsche Siegläuferin dieses Winters durch die Tage von Sotschi, musste Rückschlag auf Rückschlag einstecken - und will nun mit der Staffel doch noch einmal nach Gold greifen. Bundestrainer Gerald Hönig findet: "Es war für Andrea schon sehr tragisch. Gott sei Dank haben wir noch dieses eine Rennen."

Zwölf Jahre nach ihrem famosen Debüt mit zwei Olympiasiegen in Salt Lake City sehnt sich die 36-Jährige nach einem standesgemäßen Abschied von der ganz großen Sport-Bühne. "Auch wenn wir in diesem Winter immer auf dem Podest waren in den Staffeln, wird es nicht einfach werden", sagt sie.

Für den Staffel-Wettbewerb nominierte Coach Hönig die achtmalige Weltmeisterin auf Position zwei. Als Start- und Schlussläuferinnen sind die Juniorinnen Franziska Preuß und Laura Dahlmeier vorgesehen. An Position drei läuft Franziska Hildebrand, die den Vorzug vor Evi Sachenbacher-Stehle bekam. Dieses Quartett hatte in diesem Winter beim Frankreich-Weltcup gesiegt.

Vorzeige-Skijägerin Henkel hatte auch nach Bronchitis, Absage für das Einzel-Rennen und Nicht-Berücksichtigung für die Mixed-Staffel ihr feines Lächeln nicht ganz verloren. Zumindest zeigt sie sich so auf ihrer Facebook-Seite den Fans. "Entschuldigt bitte vielmals, dass ich in den letzten Tagen etwas wortkarg war, das soll sich natürlich wieder ändern", bedankte sie sich bei ihren 15 000 Facebook-Freunden für Trost und Aufmunterung. Auch ihr Humor ist ihr geblieben. "Wegen mir könnte Olympia noch mal anfangen, jetzt fühle ich mich eindeutig besser", meinte sie.

Vor allem, dass die Trainer sie nicht für die Olympia-Premiere der Mixed-Staffel nominierten, hat Henkel hart getroffen. "Ich wäre gerne gelaufen", bekannte sie. "Es ist doch klar, dass sie enttäuscht ist", sagte Coach Ricco Groß, der von Ärger in der deutschen Mannschaft nichts wissen will. Das Mixed-Quartett wurde am Donnerstag Vierter. Dass es mit Henkel besser gelaufen wäre, ist Spekulation.

Vielleicht wird Andrea Henkel ihren Trainern noch dankbar sein, dass sie ihr wegen der Bronchitis weiter Schonung verordnet haben. Auf das Einzel hatte sie schon freiwillig verzichtet, um für den Massenstart wieder fit zu werden. Die Rechnung ging nicht auf, trotzdem sagt sie: "Ich würde es wieder so machen."

Dabei galt das 15-Kilometer-Rennen als Henkels größte Chance. In diesem Wettbewerb hatte sie bei der jüngsten WM genau wie ihr amerikanischer Freund Tim Burke Silber gewonnen. Es war Henkels 16. Medaille bei Weltmeisterschaften. Nachdem sie zuletzt bei der Olympia-Generalprobe in Antholz ihren 22. Weltcup-Sieg gefeiert hatte, war ihr Optimismus zurückgekehrt.

In Sotschi lief es von Anfang an nicht rund. Tagelang stand Henkel im Zentrum der Diskussion um den deutschen Fahnenträger für die Eröffnungsfeier, ehe sie kurz vor der Bekanntgabe per Facebook absagte. Zwar wäre sie bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme gern zum ersten Mal zur Auftakt-Zeremonie gegangen, doch am Ende entschied sie sich schweren Herzens dagegen und für ein wenig Ruhe vor ihrem ersten Wettkampf. Dann aber kamen der Husten - und die sportlichen Enttäuschungen. Platz 18 im Massenstart war ihr bisher bestes Resultat in den Einzelrennen.

Eine Staffel-Medaille würde es Henkel sicher erleichtern, ein paar Wochen später ihre glänzende Karriere endgültig zu beenden. Sie will künftig in den USA leben und als Fitnesstrainerin Fuß fassen. "Ich möchte zufrieden aus dieser letzten Saison gehen", hatte Andrea Henkel zu Beginn ihres letzten Winters als Biathletin gesagt. Und klargemacht, dass zu ihrem Wohlbefinden "eine olympische Medaille" dazugehören würde. Ganz so schlecht stehen die Chancen nicht. Die deutschen Skijägerinnen haben in diesem Winter schon den Staffel-Weltcup gewonnen. Es gibt noch Hoffnung für Andrea Henkels Happy End.

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